Was ist Buddhismus? – Einführung Teil 2

Allein, ganz auf sich allein gestellt jedoch, ist es ebenfalls nicht möglich. Und so ist der nächste wichtigste Punkt, sich einem qualifizierten Meister anzuvertrauen, der einem diesen Weg zeigt.

Der Meister

Was ist Buddhismus Einem geistigen Meister darf man sich nur anvertrauen, wenn man mit klaren Überlegungen sowohl die Person als auch das von dieser Person unterrichtete Dharma genau geprüft hat. Es ist in keiner Weise richtig, sich ohne solche Prüfung irgendeiner Person blind anzuvertrauen. (In der rechten Abbildung sehen Sie Lama Gonsar Rinpotsche)

Eine Beziehung zwischen Schüler und Meister darf nicht so plötzlich entstehen, wie das Aufeinandertreffen von Hund und Knochen. Alle Eigenschaften, die einen qualifizierten Meister kennzeichnen, sind in den Schriften in Aufzählungen von 10 und 20 Punkten genau beschrieben. Im geringsten Fall jedoch muß ein Meister die folgenden Eigenschaften besitzen.

  • Er muß das Dharma, das er erklärt, ganz beherrschen.
  • Seine Darlegungen des Dharma müssen klar und verständlich sein.
  • Er muß das von ihm erklärte Dharma nach bestem Vermögen selbst anwenden.
  • Alle Erklärungen muß er aus Erbarmen und ohne jedes Selbstinteresse geben.

Eine intelligente Person wird den ersten Kontakt mit einem Meister als Zuhörer herstellen, dann lange und vorsichtig analysieren. Mit der Zeit wird es sich dann herausstellen, ob die Person ein wirklicher Meister ist und ob man ihr vertrauen kann.

Auch das Dharma, das ein Meister erklärt, gilt es sowohl auf seine Worte als auch auf eine Bedeutung genau zu überprüfen und nur nach einer solchen Prüfung zu akzeptieren. Buddha sagte:

So, wie Gold durch Brennen, Schneiden und Reiben geprüft wird,
so prüft meine Worte. Und akzeptiert sie dann, aber nicht aus Respekt für mich.

Auf korrekte Begründungen muß man sich verlassen, nicht auf unbegründeten Glauben.

In dieser Weise muß man zuerst lernen und über die Bedeutung dessen, was man gelernt hat, nachdenken. Wenn man eine feste Überzeugung gefunden hat, werden die Auffassungen in den eigenen Handlungen angewendet und in konzentrativer und analytischer Meditation vertieft. Mit dieser Vorgangsweise ist es möglich, korrekte und fehlerfreie Erkenntnisse zu erlangen. Solche Erkenntnisse sind das eigentliche Gegenmittel gegen die Wurzel allen Leides, die Verblendungen.

Ziele im Buddhismus

Fragt man sich, ob das letztliche Ziel erreicht ist, wenn eine solche individuelle Befreiung erlangt ist, dann ist die Antwort nein.

Wenn man die Gesamtheit des Buddhismus anwendet, können drei Ziele unterschieden werden: ein gewöhnliches Ziel für einen ganz gewöhnlichen Anwender, ein mittleres Ziel für einen mittleren Anwender und ein höchstes Ziel.

Das gewöhnliche Ziel wird durch Vermeiden unheilsamer Handlungen und gezieltes Ausführen heilsamer Handlungen angestrebt. Man versucht, nicht in elende Daseinsformen zu geraten, sondern eine wertvolle Grundlage des Daseins zu erreichen.

Aber damit allein kann man sich nicht zufriedengeben. Das mittlere Ziel besteht darin, bedingtes Dasein, seine Eigenschaften und seine Ursachen klar zu verstehen, entschlossen zu sein, die Ursachen des bedingten Daseins zu überwinden und dadurch vollständige Freiheit über sein Dasein zu erreichen.

Das höchste Ziel jedoch ist nicht das Erlangen einer solchen individuellen Freiheit von bedingtem Dasein, sondern das Erreichen des Zustandes der vollen Erleuchtung, der auch Buddhaschaft oder Zustand der Allwissenheit genannt wird. Dieses Ziel wird von den mutigsten und intelligentesten Anwendern angestrebt, von Personen, die sich nicht damit zufriedengeben, nur selbst einen Zustand der Freiheit und des Glücks und Friedens zu erreichen, sondern entschlossen sind, alle anderen Wesen in einen solchen Zustand zu führen.

Nicht nur man selbst befindet sich in dieser bedingten Art des Daseins, sondern auch alle anderen Wesen erfahren die Leiden bedingten Daseins in gleicher Weise. Nachdem man in bezug auf die eigene Situation das Leid des bedingten Daseins klar verstanden hat, wird der Ausblick auf die anderen gerichtet.

Und indem man sieht, daß die anderen sich in der gleichen schwierigen Situation befinden, vermehren sich die Gedanken um das Wohl der anderen. Einerseits sind die anderen genau gleich wie man selbst: sie sehnen sich nach Glück und sehnen sich danach, von Leid frei zu sein. Andererseits erkennt man, daß die anderen eine sehr enge Verbindung, ähnlich wie Verwandte, mit einem selbst haben und ebenso, daß man von den anderen ständig unvergleichliche Güte erfährt.

Wenn einem diese Tatsache immer deutlicher wird, entsteht die Entschlossenheit, die Verantwortung für das Wohl aller anderen Wesen selbst zu tragen. Zwei Zustände des Geistes entstehen in einem: einerseits Erbarmen, mit dem man selbst alle anderen von Leiden loslösen will, und Liebe, die entschlossen ist, selbst alle anderen in einen Zustand von Glück zu führen. Um dieses Ziel erfüllen zu können, entsteht der Wunsch, selbst den Zustand des Buddha zu erreichen, in dem Fehler gänzlich beseitigt und alle Eigenschaften vollkommen sind.

Eine solche Person hat nicht den Wunsch, die volle Erleuchtung zu erreichen, um selbst zum Höchsten oder Besten zu werden. Sondern vielmehr wird Erleuchtung erkannt als ein unumgänglicher Zustand, um wirksam und vollkommen das Wohl der anderen herbeizuführen. So, wie man den Wunsch nach einem Becher hat, um Wasser trinken zu können, so entsteht der Wunsch, die volle Erleuchtung zu erreichen, um dadurch das Wohl der Wesen erfüllen zu können.

Wenn diese Entschlossenheit fest entstanden ist, wird sie Bodhitschitta oder Geist der Erleuchtung genannt. Eine Person, die diesen Zustand des Geistes in stabiler Weise in sich erzeugt hat und entsprechend dieser Entschlossenheit sich bemüht, wird Bodhisattva genannt. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickeln Bodhisattvas Geben, Ethik, Geduld, Enthusiasmus, Konzentration und Weisheit. Faßt man die Anwendungen eines Bodhisattva zusammen, dann spricht man von Methode und Weisheit.

Die Essenz der Methode ist das große Erbarmen, der Wunsch, selbst alle Wesen von allen Leiden loszulösen, und Handlungen wie Geben, die von diesem Erbarmen erfaßt sind.

Weisheit ist die Erkenntnis, die die letztliche Art des Bestehens aller Objekte direkt wahrnimmt. Bodhisattvas streben nicht nur nach der Erkenntnis der Identitätslosigkeit der eigenen Person, sondern nach der Erkenntnis der Identitätslosgkeit aller Objekte.

Identitätslosigkeit

Uns erscheinen im Moment alle Objekte so, als ob sie ihre Identität in sich tragen würden. Die Wirklichkeit jedoch ist, daß alles aufgrund einer Benennung durch unsere Vorstellung existiert.

Alle Objekte existieren in Abhängigkeit von Ursachen, Umständen, Teilen, Aspekten und so weiter. Uns jedoch erscheint es entgegen der Wirklichkeit, als ob die Objekte unabhängig von der Seite ihrer Grundlage her bestünden. Wir glauben auch, daß die Objekte so existieren, wie sie uns erscheinen. Bodhisattvas untersuchen die Wirklichkeit in präziser Weise und erkennen, daß alle Objekte leer von innewohnender Existenz sind.

Sie erreichen eine direkte Wahrnehmung der Leerheit und beseitigen durch fortgesetztes Entwickeln dieser Wahrnehmung in ihren Meditationen alle Fehler des Geistes. Die Weisheit und das große Erbarmen, das beabsichtigt, alle Wesen von Leid loszulösen, sind die zwei essentiellen Anwendungen des Bodhisattva. Alle Anwendungen eines Bodhisattva sind von diesen beiden Zuständen erfaßt.

Wenn durch solche Anwendungen Erbarmen, Weisheit und Kraft zur Perfektion gebracht worden sind und alle Fehler vollständig beseitigt sind, dann wird dieser Zustand als volle Erleuchtung bezeichnet. Das Erreichen der vollen Erleuchtung kennt nur ein Ziel, und das ist, dadurch das Wohl der Wesen in vollständiger Weise zu erwirken. Für einen Anwender des Dharma ist dieser Zustand der Erleuchtung das höchste Ziel.

Zuflucht

Der Zustand der Erleuchtung ist nicht nur das höchste Ziel, sondern für jeden Anwender von Dharma auch die letztliche Zuflucht. Im Buddhismus gibt es drei Objekte der Zuflucht: Buddha, Dharma und Sangha.

Unter Buddha versteht man den Zustand, in dem alle Fehler beseitigt sind und alle Eigenschaften zur Perfektion gebracht worden sind, und ebenso eine Person, die diesen Zustand erreicht hat.

Unter Dharma versteht man den fehlerfreien Weg, den die erleuchteten Wesen gezeigt haben, ebenso wie die Erkenntnisse, die durch die Anwendung dieses Weges erreicht werden. Das Dharma der Erkenntnisse wird als die eigentliche Zuflucht bezeichnet. Indem man diese Erkenntnisse im Geist entwickelt, wird die Ursache von Leid beseitigt, genauso wie man durch das Einnehmen der Medizin direkt der Krankheit entgegenwirkt.

Unter Sangha versteht man Wesen wie den vollständig erleuchteten Buddha, Bodhisattvas und alle Wesen, die die individuelle Befreiung erlangt haben, und ebenso alle Wesen, die sich auf dem Weg zur Befreiung befinden. Diese werden als Sangha oder heilige Gemeinschaft bezeichnet.

Diese drei Objekte der Zuflucht sind vergleichbar mit einem qualifizierten Arzt, einer fehlerfreien medizinischen Behandlung und Pflegepersonal, wie sie für einen Schwerkranken für eine Genesung unbedingt notwendig sind.

Freiheit von Leid und den Ursachen des Leides wird erreicht, indem man einerseits selbst den richtigen Bemühungen folgt und mit einem solchen fehlerfreien Objekt der Zuflucht eine Verbindung herstellt. Buddha benützt viele Mittel, um das Wohl der Wesen zu erreichen, aber das wichtigste Mittel ist, ihnen den fehlerfreien Weg zur Freiheit von Leid zu zeigen.

In den Schriften heißt es, Buddha kann die negativen Eindrücke der Wesen nicht mit Wasser wegwaschen. Er kann den Wesen das Leid nicht abnehmen, wie man einen Dorn aus dem Fleisch entfernt. Er kann seine Erkenntnisse den Wesen nicht wie ein Geschenk überreichen, aber er befreit die Wesen, indem er ihnen die Wahrheit des Dharma zeigt.

Wenn man sein ganzes Vertrauen, für das eigene Wohl und das Wohl der anderen, auf die Drei Juwelen setzt, dann spricht man von Zufluchtnehmen. Dieses Zufluchtnehmen ist die wichtigste Grundlage für die Anwendung des Buddhismus. Aus den verschiedenen Arten von Meditation ist die Zufluchtnahme auch die erste Meditation. Die Drei Juwelen sind auch das Objekt der Gebete und Verehrung im Buddhismus.

Aber Vertrauen und Hingabe allein sind nicht genug, es ist auch notwendig, den Verpflichtungen, die einem aus der Zuflucht entstehen, zu folgen. Die Verpflichtungen sind ein fehlerfreies Befolgen des Gesetzes von Ursache und Wirkung und ebenso, die Drei Juwelen als Objekt des Schutzes und Quelle der Inspiration zu betrachten.

Die jetzt existenten Drei Juwelen werden als die Drei Juwelen der Ursache bezeichnet. Der Zustand der Drei Juwelen, den man selbst in Zukunft erreichen wird, wird als resultierende Drei Juwelen bezeichnet. Diese sind das letztliche Ziel, das man anstrebt, und auch das Objekt, auf das man sein ganzes Vertrauen setzt.

Die Natur des Geistes

Wenn man sich fragt, ob dieses Ziel bei entsprechender Anstrengung erreichbar ist, dann ist die Antwort ja. Denn so stark die Fehler unseres Geistes auch sein mögen, sie sind nicht Teil der Natur des Geistes. Wenn die Natur des Geistes selbst fehlerhaft wäre, könnte man sich anstrengen, soviel man will, dann gäbe es keine Möglichkeit, die Fehler zu beseitigen. Aber die Fehler des Geistes wie Begierde, Haß, Egoismus und so weiter können vom Geist entfernt werden, auch wenn sie noch so stark sind, weil sie nicht Teil der Natur des Geistes sind.

Ein Kristall zum Beispiel, der von dicken Lagen von Verunreinigungen überdeckt ist, kann von diesen Verunreinigungen befreit werden, weil die Verunreinigungen nicht in der Natur des Kristalls liegen. Mit entsprechender Anstrengung kann die klare und reine Natur des Kristalls zum Vorschein gebracht werden.

Es gibt viele Aspekte, in denen man sich anstrengt, in erster Linie aber sind es drei: reine Anschauung, reines Verhalten und reine Meditation.

Anschauung, Verhalten, Meditation

Unter reiner Anschauung versteht man die richtige Art von Philosophie. Es muß eine Philosophie sein, die einem selbst und anderen die Natur von Glück und Leid und deren Ursachen, die Grundlage, den Weg und das Ziel in klarer und fehlerfreier Weise darlegt. Es muß eine Anschauung sein, die der Wirklichkeit entspricht und frei von Extremen ist.

Damit eine solche reine Anschauung im eigenen Geist entstehen kann, genügt es nicht, nur einfach zu vertrauen, sondern es ist notwendig, richtigen Untersuchungen zu folgen. Im Buddhismus wird das Untersuchen und Analysieren als sehr wichtig gesehen. Wie zuvor erwähnt, hat Buddha immer wieder betont, wie wichtig es ist, die Dinge zu untersuchen. Aus diesem Grund sind Vorgangsweise und manche Auffassungen des Buddhismus denen der heutigen Wissenschaft ähnlich.

Zum Beispiel ist im Buddhismus die Tatsache, daß alle Objekte in abhängiger und bezogener Weise bestehen, eine der wichtigsten Auffassungen. Auch in der modernen Wissenschaft findet man ähnliche Gedanken.

Philosophie und Psychologie des Buddhismus sind außerordentlich tief und weit. Deshalb gibt es auch manche Leute, die sagen, der Buddhismus sei keine Religion, sondern lediglich eine Philosophie. Manche modernen Philosophen jedoch sind der Auffassung, der Buddhismus sei keine Philosophie, sondern eine Religion, weil es im Buddhismus auch Mönche und Gebete gibt.

Tatsächlich verhält es sich jedoch so, wie es Seine Heiligkeit der Dalai Lama, beschreibt: Aus dem Verbund der Religionen wird der Buddhismus hinausgeworfen mit der Behauptung, er sei eine Philosophie; aus dem Verbund der Philosophien wird er hinausgeworfen mit der Behauptung, er sei Religion. Von beiden Seiten hinausgeworfen, wird der Buddhismus zu einer Brücke zwischen Religion und Philosophie.

Ich finde diese Aussage sehr bedeutungsvoll. Ob der Buddhismus nun tatsächlich eine Religion ist oder nicht, hängt wohl von der Bedeutung ab, die man dem Wort Religion gibt. Wenn das essentielle Wesen einer Religion der Glaube an einen Schöpfergott ist, dann ist der Buddhismus keine Religion. Im Buddhismus wird kein Schöpfergott akzeptiert, da alles entsprechend dem natürlichen Gesetz von Ursache und Wirkung, das von niemandem gemacht ist, entsteht.

Wenn Religion jedoch bedeutet, einen Zustand der Befreiung und Perfektion zu erkennen und sich zu bemühen, einen solchen Zustand für das eigene Wohl und das aller anderen Wesen zu erreichen, dann ist der Buddhismus sehr wohl eine Religion.

Einer der wichtigsten Aspekte im Buddhismus ist die richtige Philosophie oder richtige Anschauung. Aber das allein genügt nicht. Denn das, was wir und andere erfahren, folgt nicht unseren philosophischen Auffassungen, sondern vielmehr unseren Handlungen. Deshalb ist es notwendig, einem richtigen Verhalten zu folgen, das der richtigen Anschauung entspricht.

Auf der Grundlage einer solchen richtigen Anschauung und eines richtigen Verhaltens gilt es dann, richtiger Meditation oder Schulung des Geistes zu folgen. Buddha hat außerordentlich viele Methoden der Meditation erklärt. Alle können jedoch in konzentrative und analytische Meditation zusammengefaßt werden. Objekte konzentrativer und analytischer Meditationen gibt es sehr viele, entsprechend den unterschiedlichen Stufen der Entwicklung des Geistes.

Meditation ist nicht ein Ausrasten des Geistes oder ein Unterdrücken aller Gedanken. Vielmehr ist Meditation ein äußerst aktiver, klarer und bewußter geistiger Vorgang. Zuerst ist es notwendig, unseren Geist, der wie ein wildes Pferd ist, zu zähmen. Wenn der Geist einmal gezähmt ist, dann kann er für wichtige Dinge benützt werden. Eigenschaften wie Erbarmen, Liebe, Weisheit können in ständig steigendem Maße entwickelt werden.

Es gibt nur zwei Ziele, die mit Meditation angestrebt werden: Einerseits, die Fehler des Geistes abzuschwächen und sie letztlich ganz zu beseitigen, andererseits, die positiven Neigungen des Geistes zu stärken und sie zur Perfektion zu bringen.

Damit Meditation jedoch gelingen kann, ist die Grundlage einer reinen Anschauung und eines reinen Verhaltens unumgänglich. Es ist so wie beim Bauen eines Hauses. Um ein Haus bauen zu können, ist es notwendig, einen guten und geeigneten Grund und alle Materialien für den Hausbau zur Verfügung zu haben.

Wenn alle diese Dinge vollständig sind, dann kann ein Haus schnell und ohne Schwierigkeiten gebaut werden. Auf der guten Grundlage eines korrekten ethischen Verhaltens, mit allen Materialien einer reinen Anschauung versehen, kann die Aufbauarbeit der Meditation effizient ausgeführt werden. Und dadurch kann zweifellos ein wertvolles Resultat erreicht werden, das für einen selbst und alle anderen von großem Nutzen ist.

Mission und Bekehrung?

Wenn wir gefragt werden, ob es im Buddhismus Mission und Bekehrung gibt, dann ist die Antwort nein. Es gibt weder Mission noch Bekehrung, denn man sieht keinerlei Notwendigkeit dafür.

Alle Menschen zu Buddhisten zu machen wird nicht als Ziel gesehen. Als erstrebenswertes Ziel wird gesehen, daß alle Menschen frei von Leid sind, Glück erfahren und in Gedanken und Handlungen einem heilsamen Verhalten folgen. Und es spielt keine Rolle, was für Mittel angewendet werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen.

Es war Buddhas Absicht, daß Erklärungen des Dharma nur gegeben werden, wenn Menschen Interesse an solchen Erklärungen zeigen. Es ist nicht korrekt, Dharma zu unterrichten, wenn kein Interesse vorhanden ist.

Außer in einigen wenigen besonderen Situationen ist es immer notwendig, daß eine Anfrage vorhanden ist, um Erklärungen über Dharma zu geben. Diese Tradition besteht seit der Zeit des Buddha bis heute in der gleichen Weise. Auch im Westen gibt es es heute eine recht große Zahl von Lehrern des Buddhismus.

Die wirklichen Meister unter ihnen geben nur Unterricht, wenn sie darum gebeten werden. Es gibt im Buddhismus kein System, wo man nach Schülern für Unterweisungen sucht oder wo von einer zentralen Organisation aus Personen geschickt werden, um Unterricht zu geben. Der Buddhismus ist daher in keiner Weise gut organisiert, um sich zu verbreiten.

Ob sich der Buddhismus verbreitet oder nicht, hängt davon ab, ob es Personen gibt, die sich dafür interessieren oder nicht.

Der Buddhismus kennt auch kein Ritual der Bekehrung und kein Ritual, das eine Person zum Buddhisten macht. Einzig die eigene Auffassung ist es, die einen als Buddhisten kennzeichnen kann. Wenn man die Bedeutung der Drei Juwelen klar verstanden hat, die eigene Beziehung zu den Drei Juwelen klar sieht und aus der Tiefe seines Herzens Zuflucht bei den Drei Juwelen nimmt, dann kann man sich richtigerweise als Buddhisten bezeichnen.

Wenn das nicht der Fall ist, wird auch das Ausführen von Ritualen und Gebeten einen nicht zum Buddhisten machen. Ohne diese wichtigen Auffassungen im eigenen Inneren ist es gänzlich unmöglich, daß einen jemand von außen zum Buddhisten macht.

Das Konzept des Fanatismus gibt es im Buddhismus in keiner Weise. Vielmehr wird es als sehr wichtig gesehen, allen Religionen den gleichen Respekt entgegenzubringen. Denn eine Religion allein in sturer Weise als die einzige richtige zu betrachten ist eine Auffassung, die im Buddhismus nicht geteilt wird.

Die verschiedenen Religionen werden gesehen wie die verschiedenen medizinischen Systeme in der Welt. Im Osten und im Westen gibt es verschiedene medizinische Systeme wie zum Beispiel homöopathische und allopathische Medizin. Diese Systeme sind verschieden, aber sie haben alle das gleiche Ziel, nämlich die Krankheiten des Körpers zu heilen. Für einen selbst ist es wichtig, diejenigen Medikamente zu nehmen, die für einen die beste Wirkung zeigen, und die anderen medizinischen Systeme ebenfalls entsprechend zu schätzen und zu achten.

Gegenüber Medikamenten können zwei falsche Auffassungen in uns auftreten. Die eine ist, daß wir die Medikamente, die wir selbst einnehmen, als die einzig brauchbaren betrachten. Die andere Auffassung ist, daß auch eine beliebige Mischung von Medikamenten verträglich sei, da ja alle Medikamente zur Heilung dienen.

Die Auffassung gegenüber den Religionen verhält sich gleich. Die Religionen sind wie medizinische Systeme, denn alle zielen sie darauf ab, die Wurzel aller Leiden, die Krankheit des Geistes, zu überwinden. Es ist eine der wichtigsten Verantwortungen einer Person, die Religion anwendet, dem zu folgen, was für sie selbst am wirkungsvollsten ist, und gleichzeitig den anderen entsprechenden Respekt entgegenzubringen.

Wenn diese Auffassung nicht vorhanden ist, besteht eine große Gefahr, daß die Religionen zu einer Quelle von Leid und Zerstörung werden. Und wenn das der Fall ist, dann ist es wie Medizin, die sich zu Gift verwandelt hat.

Buddhistische Traditionen

Die verschiedenen buddhistischen Systeme, die heute in der Welt existieren, sind im Grund alle gleich. Denn die Vier edlen Wahrheiten sind die Grundlage aller dieser Systeme. Ein System, das etwas anderes unterrichtet als die Vier edlen Wahrheiten, kann nicht als ein buddhistisches System betrachtet werden.

Innerhalb des Buddhismus gibt es heutzutage in erster Linie zwei Traditionen. Diese werden Mahayana und Hinayana genannt. Statt Hinayana wird auch der Ausdruck Theravada verwendet.

Hinayana bedeutet Kleines Fahrzeug, Mahayana wird als Großes Fahrzeug übersetzt. Es gibt zwei Gesichtspunkte für eine solche Unterteilung, einerseits in bezug auf die Anwendung, andererseits in bezug auf die Philosophie.

Die eigentliche Unterscheidung muß in bezug auf die Anwendung gemacht werden. Wenn man Dharma in erster Linie mit der Absicht anwendet, eigene individuelle Befreiung zu erreichen, dann ist das die Einstellung, die dem Kleinen Fahrzeug entspricht. Wenn Dharma angewendet wird mit der Absicht, für das Wohl aller Wesen den Zustand der vollen Erleuchtung zu erreichen, dann wird das die Einstellung des Großen Fahrzeugs oder die Einstellung der Bodhisattvas genannt.

Buddha hat die Mittel gezeigt, um beide diese Ziele erreichbar zu machen. Die einzelne Person folgt der einen oder anderen Anwendung entsprechend ihren Fähigkeiten.

Wenn auf der philosophischen Ebene unterschieden wird, kann gesagt werden, daß der Buddhismus, wie er in den nördlichen asiatischen Ländern zur Blüte kam, dem Mahayana entspricht; wie er in den südlichen Ländern verbreitet ist, dem Theravada entspricht. Die eigentliche Grundlage dieser Traditionen ist identisch. Man findet jedoch einige Unterschiede in philosophischen Aspekten.

Die Grundlage aller philosophischen Anschauungen des Buddhismus wird in den sogenannten Vier Siegeln der Worte des Buddha ausgedrückt. Das sind die folgenden Punkte:

  • Alles Zusammengesetzte ist vergänglich
  • alles Unreine ist leidvoll
  • alle Objekte sind leer und identitätslos
  • der Zustand jenseits von Leid ist höchster Friede

Alle philosophischen Anschauungen des Buddhismus beruhen auf diesen vier Punkten. Auf dieser Grundlage gibt es viele weitere Ebenen buddhistischer Philosophie mit fortschreitender Präzision. Die wohl berühmteste und auch die präziseste philosophische Schule des Buddhismus wird Madhyamika genannt, auch als Mittlerer Weg übersetzt.

Buddhismus für westliche Leute

Und wenn man fragt, ob eine Anwendung des Buddhismus für westliche Leute passend ist, dann ist die Antwort zweifellos ja. Die Unterweisungen des Buddha haben keinerlei Bezug zu den oberflächlichen und weltlichen Regungen einer Zeit wie Brauchtum, Rasse und so weiter.

Die Unterweisungen des Buddha betreffen die grundlegendsten Situation der Wesen und sind deshalb für jede Person zu jeglichem Zeitpunkt von Nutzen. In der grundlegendsten Art unseres Daseins sind wir Wesen alle gleich, denn wir alle sehnen uns nach Glück und sehnen uns danach, Leid zu vermeiden.

In gleicher Weise haben wir die Ursachen für unser Glück und unser Leid in uns selbst. Solange es im Geist der Wesen Begierde, Haß, Egoismus, Eifersucht und so weiter gibt und die Wesen darunter leiden, so lange sind die Unterweisungen des Buddha modern und gültig.

Buddha hat keine Ratschläge gegeben, wie man in buddhistischer Weise Geburtstage feiert, heiratet oder Bestattungen ausführt. Das sind Bräuche eines Landes, und diese entsprechend dem Brauch des Landes auszuführen ist durchaus geeignet.

Wenn man Interesse hat und in der Lage ist, die Gedanken zu verstehen, dann kann jeder, ganz gleich, welcher Herkunft, welcher Rasse, welchen Alters oder welchen Geschlechts er auch sein mag, die Unterweisungen des Buddha anwenden.

Der Buddhismus Tibets

Der Buddhismus Tibets ist eine Kombination von Hinayana und Mahayana. Im Westen wird der tibetische Buddhismus immer wieder mit dem Ausdruck Lamaismus bezeichnet, als ob es sich dabei um etwas ganz anderes handelte.

Der Ausdruck dürfte wohl davon herrühren, daß in Tibet der Meister, der Lama, als eine sehr wichtige Person betrachtet wird und einige ganz außergewöhnliche Lamas, wie zum Beispiel Seine Heiligkeit der Dalai Lama, allgemein verehrt und sehr geschätzt werden. Nicht jedoch handelt es sich um etwas anderes, denn der Buddhismus Tibets entspricht in seiner Anwendung genau dem Buddhismus in Indien zur Zeit seiner Blüte.

Nach Tibet kam der Buddhismus zum erstenmal im 7.Jahrhundert. Das war zur Zeit des 33. tibetischen Königs, des Königs Songtsen Gampo. Durch seine Initiative und den Wert, den Tibeter im Buddhismus sahen, wurden mit vielen Mühen indische Meister nach Tibet eingeladen, und Tibeter reisten nach Indien, um den Buddhismus zu studieren. Viele große Meister Indiens kamen nach Tibet. Um nur einige der berühmtesten zu erwähnen: Schantarakschita, Padmasambhava und Atischa.

Im Laufe der Zeit gelangte der Buddhismus zu einer außerordentlichen Blüte, und es traten innerhalb der tibetischen Bevölkerung selbst außergewöhnliche Meister auf. Um nur einige Namen zu erwähnen:Meister Marpa, Milarepa und Dsche Tsongkhapa.

Vier Traditionen des Buddhismus entwickelten sich in Tibet. Diese Traditionen werden Nyingma, Kagyü, Sakya und Gelug genannt. Diese sind im wesentlichen gleich. Sie sind alle eine Kombination der Unterweisungen des Buddha, des Hinayana und des Mahayana. Auch in bezug auf ihre Anwendungen und philosophischen Auffassungen sind sie gleich. Aufgrund außergewöhnlicher Meister, die in der Vergangenheit aufgetreten sind, gibt es geringe Unterschiede in diesen Traditionen, in der Betonung und in dem Stil bestimmter Anwendungen.

Der Unterschied zwischen diesen vier Traditionen ist in keiner Weise vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Katholiken und Protestanten, sondern vielmehr mit den verschiedenen Orden innerhalb des Katholizismus.

Der größte Teil der tibetischen Bevölkerung gehört der Gelug-Tradition an. Ebenso gehören die größten klösterlichen Zentren wie die Klosteruniversitäten Drepung, Sera und Ganden zur Gelug-Tradition. Diese Klöster waren in Tibet außerordentlich groß. Mein Kloster zum Beispiel, das zweitgrößte, das Kloster Sera, hatte etwas über 7000 Mönche.

Diese Klöster konnten im Exil wieder aufgebaut werden. In meinem Kloster in Indien leben zur Zeit 2000 Mönche. In diesen Klöstern studieren die Mönche äußerst intensiv. Alle Klassen, von den untersten der Novizen bis zu denen mit den höchsten Studien sind in diesen Klöstern vorhanden.

Fünf Gebiete bilden das eigentliche Zentrum der buddhistischen Studien: das sind Pramana – Logik, Paramitas – Stufen und Wege, Abhidharma – Phänomenologie, Vinaya – ethisches Verhalten (was auch die Regeln und Gelübde des klösterlichen Lebens enthält), und Madhyamika – Philosophie des Mittleren Weges.

Um Novize werden zu können, muß man mindestens sieben Jahre alt sein, um alle Gelübde eines Mönchs nehmen zu können, mindestens zwanzig Jahre.

Ein vollständiges Studium dieser fünf Gebiete dauert mindestens 25 Jahre. Am Ende dieses Studiums findet eine große Prüfung statt, bei der man einen der Gesche-Titel erhalten kann. Das ist etwa vergleichbar mit einem Doktor-Titel an unseren Universitäten. Aber die Art des Studierens in diesen Klosteruniversitäten ist in keiner Weise vergleichbar. Denn bei diesen Studien werden theoretisches Lernen und Anwendung Hand in Hand ausgeführt.

Nicht nur erlangt man ein akademisches Wissen, sondern gleichzeitig muß man dieses Wissen auch benützen, um seinen Geist entsprechend zu schulen und dadurch eine innere Entwicklung des Geistes herbeizuführen. Das Ziel dieser Studien ist nicht, nur einen Titel zu erwerben, sondern vielmehr, Dharma so tief und vollständig wie nur möglich zu verstehen, um dadurch in der Lage zu sein, seinen Geist wirkungsvoll zu entwickeln.

Im allgemeinen ist es nicht notwendig, Mönch zu sein, um Dharma studieren zu können, aber wenn man auf der Grundlage eines Lebens als Mönch Dharma studiert, ist das wesentlich wirkungsvoller. Für jeden ist es möglich, ganz gleich, ob er Mönch ist oder nicht, Dharma zu lernen, es anzuwenden, seinen Geist zu schulen und dadurch Fortschritte zu machen. Aber je geringer die Ablenkungen sind und je mehr Zeit und Energie man auf die Anwendung von Dharma richten kann, um so größer ist der Fortschritt. Deshalb wurden in Tibet viele Leute gerne Mönch oder Nonne.

Aber auch Personen, die nicht Mönche oder Nonnen waren, hatten in Tibet große Freude an Dharma, sie hatten außerordentliches Vertrauen darauf und bemühten sich nach bestem Vermögen, Dharma anzuwenden. Dank dieser Einstellung konnte Tibet während vieler Jahrhunderte, seit der Zeit des Anfangs der Blüte des Buddhismus, in friedlicher Weise existieren.

Seit der Besetzung Tibets durch Rotchina 1959 jedoch entstanden schwere Hindernisse für den Buddhismus in Tibet. Nicht nur wurden die Zentren des Studiums des Buddhismus zerstört, sondern auch jedes Zeichen einer Anwendung von Dharma wurde zu einem kriminellen Vergehen. Unter diesen Umständen verloren viele Menschen ihr Leben, und über 7000 Klöster wurden zerstört.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama, viele große Meister und etwa hunderttausend Tibeter konnten aus Tibet fliehen und haben zum größten Teil in Indien, aber auch in der Schweiz und in manchen anderen Ländern Zuflucht gefunden. Alle bedeutenden Klöster und kulturellen Zentren konnten in Indien wieder aufgebaut werden. In dieser Weise ging die geistige Tradition Tibets nicht verloren und konnte gut erhalten werden.

Viele junge Leute nehmen die Möglichkeit dieser neu aufgebauten Studienzentren wahr. Und bis heute fliehen jedes Jahr viele junge Tibeter aus Tibet, um in den Klöstern in Indien Mönch zu werden. So sind die Zukunftsaussichten für den tibetischen Buddhismus nach wie vor sehr gut.

Auch im Westen ist das Interesse am Buddhismus sowohl auf der Seite der Tibeter als auch auf der Seite der Europäer sehr groß. In der Schweiz gibt es zwei tibetische klösterliche Institute, das eine in Rikon und das andere hier, wo ich lebe, auf dem Mont Pèlerin. Dieses Zentrum hier wurde von meinem ehrwürdigen Meister, Gesche Rabten Rinpotsche, gegründet. Mein Meister war einer der großen Pioniere des tibetischen Buddhismus im Westen.

Er war nicht nur einer der außergewöhnlichsten Gelehrten des Buddhismus und Meister der Meditation, sondern er trug auch in unvergleichlicher Weise zum Aufblühen des Buddhismus im Westen bei. Seine ersten Kontakte mit westlichen Studenten entstanden in den frühen sechziger Jahren. Nach einiger Zeit schickte ihn Seine Heiligkeit der Dalai Lama in die Schweiz; zuerst in das Institut in Rikon. Während seines Aufenthalts gründete Gesche dieses Zentrum hier und vier weitere Zentren in Europa.

Hier studieren sowohl Tibeter als auch Europäer gemeinsam in einer klösterlichen Umgebung den tibetischen Buddhismus. Im Jahr 1977 gründete Gesche Rabten Rinpotsche dieses Zentrum für drei Hauptziele:

  • Um die tibetische buddhistische Kultur in einer lebendigen Weise zu erhalten.
  • Um die Notwendigkeiten der Tibeter, und darunter besonders der jüngeren Generation, im Westen zu erfüllen und es ihnen möglich zu machen, ihr geistiges Erbe zu erhalten.
  • Um die Notwendigkeiten der zunehmenden Anzahl westlicher Leute mit Interesse am Buddhismus zu erfüllen.

Es scheint, daß im Westen jedes Jahr die Zahl derjenigen, die am Buddhismus interessiert sind, zunimmt. Zweifellos gibt es viele, die nur neugierig sind und oberflächliches Interesse haben. Aber es gibt auch viele, die ernsthaft eine Lösung ihrer inneren Probleme suchen; ebenso wie es aber auch viele sind, die sich besonders von der logischen, philosophischen und nicht dogmatischen Natur des Buddhismus angezogen fühlen.

So denke ich, daß sich der Buddhismus im Westen noch lange Zeit verbreiten wird. Wie für jedes andere religiöse System besteht auch für den Buddhismus die größte Gefahr darin, daß nicht qualifizierte und kommerziell orientierte Personen das wachsende Interesse der Menschen im Westen für eigenen Gewinn ausnützen und im Namen des Buddhismus Dinge verbreiten, die in Wirklichkeit sehr wenig mit dem Buddhismus zu tun haben oder ihm sogar ganz entgegengesetzt sind. Deshalb ist es sehr wichtig, so wie Buddha das immer wieder betont hat, genaue Analysen und Untersuchungen auszuführen, bevor man irgend etwas oder irgend jemandem folgt.

So kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, daß es jedes Jahr eine zunehmende Menge an Publikationen im Bereich des Buddhismus gibt, aber nach wie vor authentische und wirklich nützliche Lektüre über den Buddhismus äußerst rar ist.

Deshalb ist es der Mühe wert und sehr zu empfehlen, anstatt naiv zu sein, sachlich und kritisch zu bleiben. Einem geistigen Weg zu folgen hat immer einen bedeutenden Grund. Deshalb ist es wichtig, etwas zu wählen, das einen wirklichen Wert hat. Künstliche Methoden werden immer nur künstliche Resultate herbeiführen oder noch mehr Verwirrung mit sich bringen.

So ist es mein Wunsch und meine Hoffnung, daß die authentischen und fehlerfreien Unterweisungen des Buddha in der Welt lange bestehen bleiben und unzählige Wesen von ihren Leiden und den Ursachen ihrer Leiden befreien.

Gonsar Tulku,
Direktor des Institutes für Höhere Tibetische Studien,
Le Mont-Pèlerin, Schweiz

Autor: Gonsar Rinpotsche – Abt von Rabten Choeling

Besonderen Dank an Gutemine für die Erlaubis zur Veröffentlichung auf Philognosie!

Philognosie Team

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