Buschbohnen zu pflanzen ist auch für Anfänger leicht zu machen, da ihre Pflege relativ anspruchslos ist. Hier erhalten Sie einen Überblick über den Anbau der Bohnen bis hin zur Ernte und Lagerung.
Video-Anleitung: Buschbohnen richtig pflanzen, pflegen, ernten
Wer sich den Anbau von Buschbohnen ansehen will, kann sich unser folgendes Video zum Thema ansehen.
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Buschbohnen Tipp: Verschiedene Sorten wählen
Der Anbau verschiedener Buschbohnensorten im eigenen Garten hat viele Vorteile. Wenn Sie frühe, mittlere und späte Sorten wählen, können Sie die Erntezeit verlängern und über mehrere Wochen frische Bohnen genießen. Außerdem sind verschiedene Sorten oft widerstandsfähiger gegen bestimmte Krankheiten, was das Risiko eines Totalausfalls verringert.

Auch geschmacklich lohnt sich die Vielfalt: Während einige Sorten besonders zart und süß sind und sich ideal für den Frischverzehr eignen, bleiben andere fester und eignen sich hervorragend zum Einkochen oder für Eintöpfe. Außerdem gibt es Sorten, die besser an unterschiedliche Witterungsbedingungen angepasst sind – ob kühleres, feuchteres oder besonders heißes Klima. Mit der richtigen Wahl sichern Sie sich den Erfolg Ihres Bohnenanbaus.
Nicht zuletzt fördern Sie durch den Anbau verschiedener Sorten die Biodiversität. So profitieren Sie nicht nur von einer reichen Ernte, sondern auch von mehr Nachhaltigkeit in Ihrem Garten.
Wir empfehlen Samen zu kaufen, die wesentlich billiger als vorgezogene Pflanzen sind. Hier finden Sie online oder im Gartnecenter eine große Auswahl.
Buschbohnen Steckbrief
Damit Sie sich einen Überblick über den Anbau von Buschbohnen verschaffen können, haben wir für Sie eine kleine Liste mit den wichtigsten Informationen zusammengestellt:
- Botanischer Name: Phaseolus vulgaris var. nanus
- Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
- Wuchsform: Buschig, kompakt (ca. 30–60 cm hoch)
- Blätter: Dreiteilig, grün bis dunkelgrün
- Blüten: Weiß, violett oder rosa, je nach Sorte
- Frucht: Hülsen mit 5–10 cm Länge, grün, gelb, violett oder gesprenkelt
- Standort: Sonnig bis halbschattig, windgeschützt
- Boden: Locker, humusreich, gut durchlässig, pH-neutral bis leicht sauer
- Aussaat: Mitte Mai bis Juli (nach den Eisheiligen, da frostempfindlich)
- Keimdauer: 8–14 Tage bei Temperaturen über 10 °C
- Pflanzabstand: Reihen: 40–50 cm, in der Reihe: 8–10 cm
- Wasserbedarf: Mäßig, aber gleichmäßig feucht halten
- Düngung: Mäßig, Stickstoffgaben vermeiden (Bohnen binden Stickstoff selbst)
- Erntezeit: Juni bis Oktober, je nach Sorte und Aussaatzeitpunkt
Buschbohnen sind ideal für Anfänger, da sie selbstbefruchtend sind und keine Bestäubung durch Insekten benötigen. Sie wachsen schnell und können bereits nach 8 bis 10 Wochen geerntet werden. Besonders vorteilhaft ist ihre Fähigkeit, Stickstoff im Boden zu binden, was die Bodenfruchtbarkeit verbessert und den Nährstoffhaushalt auf natürliche Weise unterstützt.
Zudem sind Buschbohnen pflegeleicht und eignen sich sowohl für das klassische Gartenbeet als auch für Hochbeete und größere Pflanzgefäße. Ihre kompakte Wuchsform macht sie besonders platzsparend und vielseitig einsetzbar.
Standard und Boden
Eine Vorraussetzung Buschbohnen erfolgreich zu pflanzen, ist ihre Bedürfnisse bezüglich Standort und Boden zu berücksichtigen.
Buschbohnen gedeihen am besten an einem sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Standort. Ein Platz mit ausreichend Sonnenstunden fördert das Wachstum und sorgt für eine reiche Ernte. Gleichzeitig sollte die Fläche nicht zu stark dem Wind ausgesetzt sein, da die empfindlichen Pflanzen sonst leicht umknicken können.

Der Boden sollte locker, humusreich und gut durchlässig sein, damit sich die Wurzeln optimal entwickeln können. Buschbohnen vertragen keine Staunässe, daher ist es wichtig, dass das Wasser gut abfließen kann. Ein leicht sandiger oder humoser Lehmboden mit einem neutralen bis leicht sauren pH-Wert ist ideal. Vor der Aussaat lohnt es sich, den Boden mit etwas Kompost anzureichern, um die Nährstoffversorgung zu verbessern. Auf eine zusätzliche Stickstoffdüngung kann verzichtet werden, da Buschbohnen in der Lage sind, Stickstoff aus der Luft im Boden zu binden und so einen Teil ihrer Nährstoffversorgung selbst zu übernehmen.
Buschbohnen pflanzen
Wann einpflanzen?
Die Aussaat der Buschbohnen erfolgt ab Mitte Mai, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Da Bohnen wärmeliebende Pflanzen sind, sollte die Bodentemperatur mindestens 10 °C betragen, damit die Samen sicher keimen. Ideal ist die Direktsaat im Freiland, da Buschbohnen empfindlich auf Pikieren reagieren.
Buschbohnen Pflanzabstand
Das Saatgut wird ca. 2-3 cm tief in den Boden eingebracht, bei einem Reihenabstand von 40-50 cm und einem Pflanzabstand von 8-10 cm in der Reihe. Alternativ kann die Aussaat auch in Horsten mit 3-5 Samen pro Pflanzloch erfolgen. Nach der Aussaat sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne dass sich Staunässe bildet.

Keimung
Die Keimung dauert je nach Witterung 8 bis 14 Tage. In dieser Zeit ist es wichtig, den Boden locker und unkrautfrei zu halten, damit sich die jungen Keimlinge ungestört entwickeln können. Eine Abdeckung mit Vlies oder Mulch kann helfen, die Keimlinge vor Kälte und Schädlingen zu schützen und so die Keimrate zu verbessern.
Gießen und Bewässerung
Buschbohnen benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung, um gesund zu wachsen und reiche Erträge zu liefern. Besonders während der Keimung, Blüte und Fruchtbildung ist eine ausreichende Feuchtigkeit wichtig. Der Boden sollte immer leicht feucht, aber nicht nass sein, da Staunässe die Wurzeln schädigen und Fäulnis begünstigen kann.
Am besten wird früh morgens oder am späten Nachmittag gegossen, um Verdunstung zu vermeiden. Wasser sollte nicht direkt auf die Blätter gegossen werden, da dies Pilzkrankheiten wie Bohnenrost fördern kann. Stattdessen ist es ideal, das Wasser direkt an die Wurzeln zu geben. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hilft, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten.

Während längerer Trockenperioden sollten Buschbohnen regelmäßig und gründlich bewässert werden, da eine ungleichmäßige Wasserversorgung zu zähen oder fadenförmigen Hülsen führen kann. Mit einer regelmäßigen Bewässerung bleiben die Pflanzen gesund und die Bohnen werden besonders zart und aromatisch.
Düngen – weniger ist mehr
Buschbohnen sind hinsichtlich der Nährstoffversorgung relativ anspruchslos. Da sie wie alle Leguminosen in der Lage sind, Stickstoff aus der Luft im Boden zu binden, benötigen sie keine zusätzliche Stickstoffdüngung. Eine Überversorgung mit Stickstoff würde nur das Blattwachstum fördern und die Blüten- und Hülsenbildung vermindern.
Stattdessen profitieren Buschbohnen von einer guten Bodenvorbereitung vor der Aussaat. Die Gabe von reifem Kompost oder gut verrottetem Stallmist lockert den Boden und versorgt die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen. Wer den Boden zusätzlich anreichern möchte, kann etwas kalium- und phosphorhaltigen Dünger wie Holz- oder Gesteinsmehl einarbeiten.
Während der Wachstumsphase reicht es aus, den Boden locker zu halten und eventuell mit einer dünnen Mulchschicht zu bedecken, um die Nährstoffe langsam freizusetzen. Eine Nachdüngung ist nur bei sehr mageren Böden oder bei Anzeichen von Nährstoffmangel notwendig. Mit dieser natürlichen und schonenden Düngung wachsen die Buschbohnen gesund und bringen eine reiche Ernte.
Wachstum und Pflege
Buschbohnen sind pflegeleicht, aber mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Ernte optimieren. Regelmäßiges Auflockern des Bodens verhindert das Wachstum von Unkraut und lockert die Erde, so dass die Wurzeln ausreichend Sauerstoff erhalten. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, um die flachen Wurzeln der Pflanzen nicht zu beschädigen.
Eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt die Pflanzen vor dem Austrocknen. Gleichzeitig unterdrückt sie Unkraut und sorgt für eine gleichmäßige Nährstoffversorgung. Während der Wachstumsphase sollten Buschbohnen regelmäßig, aber mäßig gewässert werden, besonders in Trockenperioden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Außerdem sollten beschädigte oder kranke Blätter rechtzeitig entfernt werden, um Krankheiten und Schädlingsbefall vorzubeugen. Mit diesen einfachen Pflegemaßnahmen bleiben Buschbohnen gesund und liefern lange frische, zarte Hülsen.
Buschbohnen richtig ernten
Die Erntezeit von Buschbohnen beginnt je nach Sorte und Aussaatzeitpunkt etwa 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat, also von Juni bis Oktober. Da Buschbohnen ständig neue Hülsen bilden, kann über mehrere Wochen regelmäßig geerntet werden.
Wie erkennt man reife Bohnen?
Reife Bohnen haben eine feste, pralle Hülse und eine glatte Oberfläche. Sie sollten sich leicht biegen lassen, ohne zu brechen. Sind die Hülsen noch zu dünn oder haben sie im Inneren harte, deutlich fühlbare Körner, sind sie entweder noch nicht reif oder bereits überreif. Überreife Bohnen werden faserig und hart.

Wie ernte ich Buschbohnen richtig?
- Regelmäßig pflücken: Am besten alle 2 bis 3 Tage ernten, um die Pflanze zur Bildung neuer Hülsen anzuregen.
- Vorsichtig pflücken oder abschneiden: Die Bohnen vorsichtig mit den Fingern abzupfen oder mit einer Schere abschneiden, um die empfindlichen Triebe nicht zu verletzen.
- Nicht zu lange warten: Junge, zarte Hülsen haben den besten Geschmack und die beste Konsistenz.
Bei kontinuierlicher Ernte bleibt die Pflanze vital und liefert bis in den Herbst hinein frische, aromatische Buschbohnen.
Fruchtfolge und gute Nachbarn für Buschbohnen
Buschbohnen eignen sich hervorragend für Mischkulturen, da sie durch ihre Fähigkeit, Stickstoff zu binden, den Boden verbessern. Sie sollten jedoch nicht jedes Jahr auf der gleichen Fläche angebaut werden. Eine Anbaupause von 3-4 Jahren auf derselben Fläche verhindert Bodenmüdigkeit und minimiert das Risiko von Krankheiten und Schädlingen. Besonders Wurzelkrankheiten wie Fusarium oder Bohnenrost können zu Problemen führen, wenn die Fruchtfolge nicht eingehalten wird.
Gute Nachbarn im Beet
Buschbohnen harmonieren besonders gut mit Pflanzen, die von der Stickstoffanreicherung profitieren oder den Standort optimal ergänzen. Dazu gehören:
- Möhren – lockern den Boden und nutzen eine andere Wurzeltiefe
- Salat – wächst schnell und nutzt den Raum zwischen den Bohnen
- Kohlarten (z. B. Brokkoli, Kohlrabi, Blumenkohl) – profitieren vom Stickstoff im Boden
- Radieschen und Rote Bete – lockern den Boden und stören die Bohnen nicht
- Gurken, Zucchini und Kürbis – ergänzen die Bohnen gut, da sie andere Nährstoffe bevorzugen
Schlechte Nachbarn
Einige Pflanzen sollten nicht neben Buschbohnen angebaut werden, da sie das Wachstum hemmen oder ähnliche Krankheiten anziehen:
- Zwiebeln, Knoblauch, Lauch – können das Wachstum der Bohnen beeinträchtigen
- Erbsen – gehören auch zu den Hülsenfrüchten und ziehen ähnliche Schädlinge an
- Fenchel – gibt Stoffe ab, die das Bohnenwachstum hemmen können
Lagerung und Haltbarmachung von Buschbohnen
Frisch geerntete Buschbohnen sind besonders knackig und aromatisch, sollten aber schnell verzehrt werden, da ihre Haltbarkeit begrenzt ist. Für die Lagerung und Konservierung der Ernte gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Aufbewahrung im Kühlschrank
Buschbohnen bleiben im Kühlschrank etwa 3-5 Tage frisch. Dazu sollten sie ungewaschen in einen luftdurchlässigen Behälter oder ein feuchtes Küchentuch gewickelt werden. Lagern Sie sie nicht in der Nähe von
ethylenproduzierenden Früchten wie Äpfeln oder Bananen, da dies den Reifeprozess beschleunigt.
Einfrieren von Buschbohnen
Buschbohnen lassen sich sehr gut einfrieren und sind so mehrere Monate haltbar. So geht’s:
- Waschen und Enden entfernen.
- Kurz blanchieren: Bohnen 2-3 Minuten in kochendem Wasser vorgaren und sofort in Eiswasser abschrecken. So bleiben die grüne Farbe und der Geschmack erhalten.
- Abgießen und portionsweise einfrieren.
So sind sie bis zu 12 Monate haltbar und können direkt verarbeitet werden.

Einkochen von Buschbohnen
Eine weitere Möglichkeit der Konservierung ist das Einkochen. Dabei werden die Bohnen in Einmachgläsern konserviert und bleiben so mehrere Monate bis Jahre haltbar.
- Bohnen waschen, die Enden abschneiden und in mundgerechte Stücke schneiden.
- Gläser sterilisieren (in kochendem Wasser oder im Backofen bei 100 °C für 10 Minuten).
- Bohnen in Salzwasser (evtl. zusammen mit Bohnenkraut) ca. 20 Minuten einkochen lassen und in die Gläser abfüllen.
- Eingekochte Bohnen: Beim Öffnen nochmals 10 Minuten sprudelnd kochen, um eventuelle Bakterien (z. B. Botulismus) abzutöten
Dunkel, kühl und luftdicht gelagert halten die Bohnen im Einweckglas ca. 1 Jahr.
Damit sind wir mit unseren Tipps zum Anbau von Buschbohnen am Ende und hoffen, dass sie ihnen weiterhelfen werden.
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