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Viele wissen heute schon Bescheid über die schädlichen Auswirkungen von UV-Strahlen auf der Haut. So schützt man sich entsprechend beim Sonnenbaden mit der richtigen Sonnenschutz-Creme.
Dabei übersehen manche, dass die UV-Strahlung auch schädliche Auswirkungen auf die Augen haben kann.
Hier versucht man sich gewöhnlich, einfach mit einer Sonnenbrille zu schützen. Doch Sonnenbrille ist nicht gleich Sonnenbrille - es gibt hier einige wichtige Qualitätsmerkmale, die gute von schlechten Modellen unterscheiden.
Denn schlechte Sonnenbrillen lassen immer noch zu viel UV-Strahlung durch. Den Pupillen wird ein sanfteres Licht vorgegaukelt, wodurch sie sich weiter öffnen und damit mehr gefährliches UV-Licht Horn- und Netzhaut schädigen kann.
Falls Sie bereits eine Sonnenbrille gekauft haben und nicht wissen, ob Sie etwas taugt, so können Sie deren Qualität bei einem Optiker messen lassen. Ein guter Optiker kann jederzeit die Blau-Durchlässigkeit und den UV-Schutz sicher bestimmen. Damit wissen Sie, ob Ihre Sonnenbrille wirklich von guter Qualität ist.
Falls Sie Ihre Sonnenbrille nicht bei einem anerkannten Optiker gekauft haben, sollten Sie wissen, dass Sie sich nicht auf die dort aufgedruckten Prüfzertifikate verlassen können. Denn leider befinden sich viele billige Plagiate oder Grauimporte im Umlauf, die gefälschte Stempel tragen.
Hier sollten Sie im Urlaub berücksichtigen, dass je nach Umgebung die Intensität der UV-Strahlung stark variieren kann. Wer Urlaub in den Bergen machen will, sollte die Faustregel kennen, dass je 1000 Höhenmeter die Intensität des Sonnenlichtes etwa um 20% zunimmt.
Ebenso ist die Strahlenbelastung am Meer oder an Seen besonders hoch, da das Wasser das UV-Licht um bis zu 95 Prozent reflektiert. Auch große und helle Flächen wie weiße Häuserwände, Schnee oder Sanddünen reflektieren einen Großteil des Sonnenlichts. Im Gegensatz dazu müssen Sie bei Grün- oder Grasflächen nur mit einer Reflektion von ca. 8% rechnen.
In anderen Worten - je extremer die Bedingungen sind, die auf Ihre Augen wirken, desto besser sollte auch der Schutz für Ihre Augen sein.
Sonnenbrillen dienen hauptsächlich dem Schutz der Augen und sollen diese vor Lichtschäden bewahren. Lassen Sie sich beim Kauf daher nicht nur vor ästhetischen Kriterien leiten, denn schlechte Sonnebrillen schaden letztlich mehr als sie nützen.
Sehen Sie sich beim Kauf der Sonnenbrille die Qualitätsiegel auf der Innenseite der Bügel an, auf denen die wichtigsten Prüfzeichen zu finden sind. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass diese Prüfzeichen echt sind, sollten Sie die Sonnebrille bei einem anerkannten Optiker kaufen.
Prüfzeichen UV 400
Ein Brillenglas mit optimalem UV-Schutz blockiert alle Wellenlängen unterhalb 400 nm (UV-A, -B, -C). Diese schaden den Augen am meisten. Insofern können Sie beim Kauf einer guten Sonnenbrille darauf achten, ob Sie dort einen Aufdruck oder Aufkleber namens "UV 400" sehen können.
Prüfzeichen CE
Das Prüfzeichen CE besagt im Wesentlichen, dass die Sonnenbrille den normalen Sicherheitsanforderungen entspricht, also halbwegs belastbar und ausreichend kratzsicher ist. Das CE-Zeichen ist jedoch kein echtes "Qualitätszeichen", da es nicht von unabhängigen Prüfstellen kontrolliert wird.
Hersteller sind zur Anbringung eines CE-Zeichens und mit der Herstellung der Konformität ihrer Produkte zu geltenden EG-Richtlinien verpflichtet. Aber es zeigt nur, dass das Produkt, auf dem es angebracht ist, „Sicher“ für die Benutzung im Sinne der europäischen Rechtsprechung ist.
EU-Kategorien für den Sonnenschutz
Ebenso bieten die vier EU-Kategorien (nach der EU-Norm EN 1836) die Möglichkeit über die Stärke der Schutzwirkung bei Sonnenbrillen eine brauchbare Aussage zu fällen. Hier werden oft nur vier Zahlen (entweder römisch oder arabisch geschrieben) gezeigt.
Diese Zahlen bedeuten ...
Was besagen Lichtschutzstufen (Tönungsstufen)?
Auch die Kennzeichnung nach Lichtschutzstufen lässt eine Aussage über die Qualität der Sonnenbrille zu.
| Kategorie | Lichtfilterung | Lichtverhältnisse | Anwendungsbereich |
| 0 oder S0 | 0 - 19% | Bewölkt | Brille mit sehr hellem Filter und sehr leichtem Lichtschutz. |
| 1 oder S1 | 20 - 56% | Sonnig | Leichter bis mittlerer Filter mit geringem bis gutem UV-Schutz. |
| 2 oder S2 | 57 - 81% | Starke Sonnenstrahlung | Dunkler Universalfilter mit gutem UV-Schutz. Ist für die meisten mitteleuropäischen Gegenden geeignet. |
| 3 oder S3 | 82 – 91% | Sonne am Meer, in den Bergen | Sehr dunkler Filter mit sehr hohem UV-Schutz. Schützt die Augen auch im Hochgebirge, bei Schneeflächen, hellen Sanddünen oder am Meer. |
| 4 oder S4 | 92 - 97% | extreme Sonne im Hochgebirge / Schnee | Extrem starker Blend- und UV-Schutz, der nur in extremen Lagen wie Gletschern, großen Schneeflächen oder am Meer benötigt wird. Das Führen eines Kraftfahrzeugs ist mit diesen Brillen nicht erlaubt. |
Auf was sollte ich zusätzlich achten?
Bis zu 60 Prozent der schädlichen UV-Strahlung kommen seitlich oder von oben ins Auge. Daher ist auch die Größe der Gläser ein wichtiger Faktor, die bestimmen wie viel Licht abgedunkelt wird. Auch breite Seitenbügel können den seitlichen Lichteinfall gut abschirmen.
Wer - wegen der Optik - auf große Gläser / Seitenbügel verzichten will, kann zum Schutz auch einen breitkrempigen Hut oder eine Kappe tragen.
Kinder brauchen besonders guten Schutz
Beachten Sie bitte, dass Kinderaugen wesentlich empfindlicher sind, als die Augen von Erwachsenen. Hier wird oft empfohlen, dass bereits kleine Kinder eine gute Sonnebrille tragen sollen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten Sie den Kleinen noch zusätzlich einen Hut aufsetzen.
Solche Sonnenbrillen für Kinder gibt es ca. ab 2 Jahren. Diese Spezialmodelle haben einen guten Halt und weisen oft eine hohe Sonnenschutzkategorie auf.
Damit bin ich mit meinen Tipps am Ende und hoffe Ihnen genügend brauchbare Informationen gegeben zu haben, wie Sie eine gute Sonnebrille finden können.
Viel Spaß beim Sonnen!
Wert 4.5 |
Thema: 4.5 | Information: 4.5 | Verständlichkeit: 4.5 |
| Stimmen: 2 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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