Hausmittel gegen Sonnenbrand

Über die Gefahr von Sonnenbränden und deren langfristigen negativen Auswirkungen auf die Haut werden in den Medien häufig gewarnt. Dennoch kommt ein Sonnenbrand immer wieder vor, trotz aller schützenden und vorbeugenden Maßnahmen.

Lesen Sie im folgenden Tipp, was mit Ihrer Haut beim Sonnenbrand geschieht und was Sie schnell dagegen tun können.

Was geschieht bei einem Sonnenbrand?

Medizinisch gesehen, handelt es sich um eine Entzündung der Haut, die durch kurzwellige UV-Strahlen hervorgerufen wird. Ein Sonnenbrand äußert sich darin, dass die Haut druckempfindlich reagiert. Die Haut wird vermehrt durchblutet und sieht mehr oder weniger rot aus, was von ihrem Verbrennungsgrad abhängt. Bei einem starken Sonnenbrand treten Fieber und Blasenbildung auf.

Bestimmte Partien unseres Körpers sind besonders gefährdet: die Füße und das Gesicht. Im Gesicht trifft es häufig die Nase und Ohren. Auch an Schultern und am Oberkörper holt man sich schnell einen Sonnenbrand. Das liegt zum einen an der Stellung der Körperpartien (z.B. der Nase), zum anderen an der Beschaffenheit der Haut (dünne Haut) bzw. dem Winkel, mit dem die Sonnenstrahlen auf der Haut auftreffen. Je steiler der Winkel, desto gefährdeter die betroffenen Körperpartien. Deshalb brennt die Sonne dann am meisten, wenn sie hoch am Himmel steht (zur Mittagszeit).

Wenn es Sie erwischt hat, dann werden Ihnen folgende Tipps schnelle Erleichterung bringen. Haben Sie Kopfschmerzen oder starke Verbrennungsschmerzen, beobachten Sie Übelkeit, Versteifungen im Nacken oder gar Blasen (bitte nie aufstechen - die Infektionsgefahr ist zu groß), gehen Sie bitte sofort zum Arzt.

Welche Hausmittel helfen gegen leichten Sonnenbrand?

Zuerst geht es darum die überhitzte, brennende Haut zu kühlen und die Schmerzen zu lindern. Dazu ist ein Gang in die Küche nötig. Es gibt sehr verschiedene Methoden der Kühlung.

Allgemein gilt: Wasserhaltige Produkte kühlen die Haut besser als fetthaltige Produkte. Fetthaltige Produkte haben jedoch den Vorteil, die Haut einzufetten. Sie können also auch nach den wasserkühlenden Maßnahmen eingesetzt werden.

Reiben Sie Ihre Haut mit frischem Zitronen-, Limettensaft, kaltem schwarzen Tee oder Essig ein. Sie können aber auch Tücher verwenden, die mit isotonischer Salzlösung oder kalter Milch getränkt wurden. Wickeln Sie die Tücher um die betroffenen Stellen, bzw. legen sie darauf. Eiswürfel sind nur dann zu empfehlen, wenn es sich um einen leichten Sonnenbrand handelt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Hautzellen erfrieren.

Wenn Sie einen aufgekochten (und abgekühlten) schwarzen Teebeutel zur Hand haben, können Sie auch diesen auflegen (er eignet sich hervorragend für gewisse Stellen am Körper, z.B. einem Sonnenbrand auf der Nase). Eine weitere Möglichkeit sind Gurken-, Kartoffel- oder Zwiebelscheiben, die auf die verbrannten Stellen aufgelegt und ggf. ausgewechselt werden.

Wenn mehrere oder große Stellen Ihres Körpers betroffen sind, können Sie sich auch in die Badewanne mit kühlem Wasser legen. Geben Sie Buttermilch (1 Liter) und zwei Esslöffel Honig hinzu. Auch eine kühle Dusche ist möglich.

Zur Kühlung der Haut können Sie Joghurt oder Buttermilch verwenden. Auch Speisequark (mit etwas Wasser gemischt) eignet sich dazu sehr gut. Sie können den Speisequark so lange auf der Haut lassen, bis der Kühleffekt nachlässt, bzw. bevor dieser antrocknet. Waschen Sie Ihre Haut nach dieser Behandlung sehr gut ab (mit lauwarmem Wasser), denn ein angetrockneter Quark (Joghurt oder Buttermilch) verstopft die Poren Ihrer Haut, die sie dringend zum Atmen benötigt.

Trinken Sie viel Wasser (Mineralwasser) oder Wasser mit Fruchtsäften gemischt. Ihr Körper benötigt jetzt dringend Flüssigkeit.

Tragen Sie Aloe-vera-Gel auf, jedoch ohne beigefügte Duftstoffe. Manche Menschen haben diese Pflanze als Zimmerpflanze im Haus oder Garten. Sie hilft hervorragend, kühlt die Haut, versorgt sie mit Feuchtigkeit und wirkt pflegend. Schneiden Sie das fleischige Blatt dieser Pflanze der Länge nach auf, und geben Sie das Gel auf Ihre Haut.

Cremen Sie Ihre Haut zur Pflege mit einer After-Sun-Lotion ein. Öle z.B. Leinsamenöl eignen sich gut zur Pflege der Haut, nicht aber zur Linderung eines akuten Sonnenbrands.

Je schneller Sie Ihren Sonnenbrand behandeln, desto besser. Bei den oben beschriebenen Hausmitteln sind mit Sicherheit einige davon in Ihrer Griffweite.

Kühlen Sie Ihre Haut so lange, bis eine Besserung eintritt, d.h. das Brennen nachlässt. Dazu dürften einige Wiederholungen der entsprechenden Kühlungsmethode nötig sein. Versorgen Sie Ihre Haut auch mit genügend Feuchtigkeit, damit sie sich schnell wieder erholt und nicht austrocknet.

Meiden Sie in den nächsten Tagen direkte Sonneneinstrahlung! Ihre Haut braucht einige Zeit, um sich wieder zu regenerieren. Und denken Sie daran: Wenn im Radio oder in der Zeitung vor erhöhter Ozonkonzentration in der Luft gesprochen bzw. gewarnt wird, steigt auch das Risiko eines Sonnenbrandes.

Falls Ihnen diese Informationen nicht genügen sollten, empfehle ich Ihnen, unsere ausführlicheren Ratgeber und Tipps auf Philognosie anzusehen. Hier finden Sie unter anderem weitere kostenlose Infos und Tipps zu den Themen ...:

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Viel Erfolg bei der Behandlung Ihres Sonnenbrands mit bewährten Hausmitteln!

15.06.2016 © seit 02.2002 Cassandra B.  
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