Hausaufgaben: Ein ruhiger Arbeitsplatz fördert die Konzentration Ihres Kindes

Immer mehr Eltern werden in Deutschland mit dem Problem konfrontiert, daß sich Ihre Kinder immer schlechter konzentrieren können. Die moderne Umwelt bietet unseren Sinnen immer mehr kurzweilige Ablenkungen an – vom Fernsehen über den Computer, dem Radio bis in die ganz normale Glitzerwelt in der Großstadt werden wir ständig mit Informationen berieselt. Die Aufmerksamkeitsspanne liegt beim deutschen Durchschnittsbürger zwischen 30 Sekunden bis einer Minute. Kein Wunder, wenn sich diese Zerstreutheit auch auf unsere Kinder überträgt.

Dabei liegt die Ursache auf der Hand – der größte Konzentrationskiller ist die ständige Berieselung mit Informationen – dabei lassen wir uns lieber „unterhalten“ – also die Aufmerksamkeit z.B. durch TV-Sendungen steuern – als selbst kreativ und aktiv zu werden. Vergessen wird dabei oft, daß unsere Verhaltensweisen Gewohnheiten erzeugen – in diesem Fall – das Bedürfnis von einer Sache zur nächsten zu springen – der Konsum und Zerstreuung wird auch im Denken zur Gewohnheit.

Hausaufgaben Viele Eltern fühlen sich dabei überfordert und denken, daß sie nur mit „aufwendigen Maßnahmen“ und „radikalen Umstellungen der Lebensumstände“ positive Ergebnisse in der Erziehung ihrer Kinder erzielen können. Das ist völliger Unsinn! Fangen Sie mit den kleinen Sachen an, die Sie und Ihr Kind auch umsetzen können. Denken Sie langfristig! Wer alles auf einmal umstellen will, wird langfristig gar nichts tun, aber wer immer wieder mit kleinen Verbesserungen – die wenig Umstände bereiten – anfängt, wird sich Schritt für Schritt dem großen Ziel nähern.

Eine Möglichkeit Ihrem Kind zu helfen konzentriert und mit Spaß seine Hausaufgaben zu absolvieren ist ein ruhiger Arbeitsplatz. Während der Hausaufgaben sollte das Kind die Möglichkeit haben sich voll und Ganz auf sein Tun zu konzentrieren. Sie können ihm dabei helfen, indem Sie beispielsweise alle Geräuschquellen wie TV, Radio oder Stereoanlage abschalten. Richten Sie mit dem Kind zusammen den Arbeitsplatz für die Hausaufgaben so ein, daß es sich wohl fühlt! Auch die Stimmung eines Raumes kann viel zum Erfolg beitragen – achten Sie beispielsweise darauf, daß der Arbeitsplatz Ihres Kindes hell und freundlich ist.

Der Schreibtisch und der Kinderstuhl sollten der Größe des Kindes entsprechen. Gestalten Sie den Ort an dem die Hausaufgaben gemacht werden so, daß dort alle wichtigen Utensilien ständig vorhanden sind – wie auf einem gut organisierten Schreibtisch einer Sekretärin. Der Arbeitsplatz muß zum Hausaufgaben machen einladen. Außerdem achten Sie selbst darauf keine Ablenkungen zu erzeugen wie Staubsaugen, Tratsch mit der Nachbarin oder sonstigen laute Koch- oder Putzgeräusche. Wenn schon Erwachsene damit Probleme haben, sich bei so einer zerfledderten Geräuschkulisse zu konzentrieren, so hat Ihr Kind es doppelt schwer.

Räumen Sie Spielsachen oder andere Gegenstände weg, die das Kind vom Hausaufgaben machen ablenken könnten. Wichtige Arbeitsmaterialien wie Stifte, Lexika, Taschenrechner usw.) sollten immer rasch verfügbar sein.

Kaufen Sie einen lustigen Kinderkalender, auf dem das Kind wichtige Termine wie Klassenarbeiten, Termine bei den bestimmte Hausaufgaben abgegeben werden müssen, Schulausflüge oder auch private Termine eingetragen werden. So können Sie Ihrem Kind schon recht früh spielerisch beibringen, wie man lernt seine Zeit zu organisieren und einen längerfristigen Zeitraum übersehen kann.

Sicher werden mit diesen kleinen Verbesserungen sich nicht alle Konzentrationsprobleme lösen lassen, aber es ist ein wichtiger und leicht umsetzbarer Schritt in die richtige Richtung.

Aris Rommel

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