Eier Kochzeit: Perfekte weiche und harte Eier kochen

Viele Menschen lieben eine bestimmte Konsistenz bei ihrem Frühstücksei und haben sich die Länge der Kochzeit gemerkt, um ein weiches, wachsweiches oder hartes Ei zu bekommen. Manchmal funktioniert es – ein anderes Mal nicht – warum?

Videoanleitung: Eier perfekt kochen

Wie man weiche, wachsweiche oder hartgekochte Eier perfekt kocht, können Sie sich auch in der folgenden Videoanleitung von uns ansehen.

Eier Kochzeit: Eier weich, hart oder wachsweich kochen

Wer die Anleitung nachmachen will, findet alle wichtige Tabellen im folgenden Text. Drucken Sie sich hierzu einfach diesem Artikel aus, dann haben Sie ihn beim Kochen der Eier in der Küche zur Hand.

Wovon hängt die Kochzeit bei Eiern ab?

Der Grund ist, dass Eier je nach Größe und Temperatur recht unterschiedliche Kochzeiten brauchen, um eine bestimmte Konsistenz zu erhalten. Daher verrate ich in diesem Artikel ein paar einfache Tricks, wie Sie ein Frühstücksei genau nach Wunsch kochen können.

Kochzeiten Eier weiche und harte Eier richtig kochen

Die beiden wesentlichen Punkte sind hier die Größe der Eier (die man in 4 verschiedene Gewichtsklassen einteilt) und deren Temperatur vor dem Kochen. Die Größe der Eier bestimmt, wie schnell sich ein Ei von außen nach innen erwärmen kann. Je größer das Ei ist, desto länger braucht es, bis die Wärme des Wassers das Innere des Eis erreicht.

Außerdem macht es einen großen Unterschied, ob man Eier aus dem Kühlschrank (ca. 7 °C) oder mit Zimmertemperatur (ca. 20 °C) erwärmen will. Ein kaltes Ei braucht fast eine Minute länger als ein Ei mit Zimmertemperatur.

Daher funktionieren Faustregeln zum Kochen von Eiern, die diese Punkte nicht berücksichtigen nur mit Glück. Um nichts dem Zufall zu überlassen, zeige ich Ihnen im Folgenden eine einfache Methode, wie man sein Frühstücksei immer auf den gewünschten Garpunkt kochen kann.

Kochzeit und die Größe der Eier

Um die genaue Kochzeit von weichen, wachsweichen oder harten Eier zu bestimmen, sollte man sich zuerst deren Größe ansehen. Diese wird üblicherweise in vier Gewichtsklassen unterteilt.

GewichtsklasseGrößeGramm
Skleinbis 53g
Mmittel53 bis 63g
Lgroß63 bis 73g
XLsehr großmehr als 73g

Geschulte Köche werden schon optisch erkennen, welche Eiergröße (oder Gewichtsklasse) ein Ei in einem Karton hat. Falls Sie noch unerfahren sind, können Sie ein Ei aber auch einfach auf eine Küchenwaage legen, um zu bestimmen, zu welcher Gewichtsklasse es gehört.

Sobald Sie das wissen, müssen Sie nur noch in eine der beiden folgenden Tabellen nachsehen, wie lange Ihr Ei kochen muss.

Kochzeiten für weiche & harte Eier aus dem Kühlschrank

Falls Eier aus dem Kühlschrank (bei ca. 7 °C) genommen werden, um sie zu kochen, zeigt die Tabelle, wie viele Minuten sie bei welcher Größe kochen müssen, um genau auf den Punkt zu sein.

KonsistenzSMLXL
weiches Ei4,004,304,565,30
wachsweiches Ei6,006,387,228,13
hartes Ei8,159,0510,0611,06

Die Zeitangaben in dieser Tabelle bedeuten Minuten – d. h., ein kleines Ei (Gewichtsklasse S) muss demnach 4 Minuten kochen, bis man ein weich gekochtes Ei bekommt. Ein sehr großes Ei (XL) braucht aber schon 5 Minuten und 30 Sekunden – also über 1,5 Minuten länger – bis es weichgekocht ist.

Kochzeiten für weiche & harte Eier auf Zimmertemperatur

Die folgende Tabelle gibt die Kochzeiten für Eier an, die bei Zimmertemperatur (hier 20 °C) gelagert wurden.

KonsistenzSMLXL
weiches Ei3,033,223,454,11
wachsweiches Ei5,035,346,126,54
hartes Ei7,168,018,559,57

Wie Sie sehen, verkürzen sich die Kochzeiten für Eier sehr stark, wenn man dasselbe Ergebnis erreichen will. Ein kleines weiches Ei (Gewichtsklasse S) braucht nur noch 3 Minuten Kochzeit – also fast eine Minute weniger, als ein Ei aus dem Kühlschrank.

Vorgehensweise und Tipps: Harte und weiche Eier richtig kochen

Die Zeiten in den Tabellen gelten nur dann, wenn das Wasser im Topf bereits kocht. Bringen Sie also zuerst das Wasser zum Kochen und stoppen dann die entsprechende Zeit (oder stellen einen Countdown) aus der Tabelle ein.

Es ist dabei nicht wichtig genau auf die Sekunde zu achten, aber die Minuten sollten Sie schon genau im Blick behalten, wenn das Ergebnis stimmen soll.

Eier Kochzeit weiche und harte Eier kochen Abschrecken

Die fertig gekochten Eier sollten Sie mit kaltem Wasser abschrecken, bevor sie serviert werden. Denn Eier halten gut die Wärme, d. h., wenn sie nicht abgeschreckt werden, sorgt die gespeicherte Wärme dafür, dass sie nachreifen bzw. immer fester werden.

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Tipp zum Kochen vieler Eier

Wenn Sie viele Eier (z. B. einen ganzen Karton) gleichzeitig auf den Punkt kochen wollen, ist es ratsam einen großen Topf mit viel Wasser zu nehmen. Der Grund dafür ist, dass die kalten Eier das Wasser stark abkühlen – je weniger Wasser, desto stärker – und sich damit die Kochzeiten drastisch verlängern können. Wenn Sie jedoch viel Wasser (z. B. 4 Liter für 10 Eier) verwenden, wird sich die Kochzeit kaum verändern.

Warum platzen Eier beim Kochen?

Je größer der Temperaturunterschied zwischen dem Ei und dem kochenden Wasser ist, desto eher kann es platzen. Grund dafür ist, dass sich die Schale beim Erwärmen nicht schnell genug ausdehnen kann und somit das Ausdehnen des Ei-Inneren die Schale zum Platzen bringt. Meist hilft hier schon das Ei mit lauwarmem Wasser auf Zimmertemperatur zu erwärmen, damit es ganz bleibt.

Wie kann ich gekochte Eier möglichst lange haltbar machen?

Wer Eier (z. B. Ostereier) möglichst lange haltbar machen will, sollte sie hart kochen und weder anstechen noch abschrecken. Denn beide Verfahren können Keime unter die Schale einbringen und damit der Haltbarkeit schaden.

Eier Kochzeit Haltbarkeit weiche harte Eier

Eier beim Kochen anstechen?

Wer Eier direkt nach dem Kochen verzehren will, kann sie an der flachen Seite mit einem Piekser anstechen. So kann die Luft aus dem Hohlraum entweichen und vermindert die Spannung im Inneren des Eis.

Wer Eier aber hart kochen will (z. B. Ostereier, die über Monate halten sollen), sollte die Schale nicht verletzen. Denn diese bildet eine natürliche Schutzschicht gegen Keime, die die Haltbarkeit stark verlängert. Hält sich ein angestochenes Ei nur wenige Tage, so kann man ein unverletztes, hart gekochtes Ei durchaus 1 bis 2 Monate aufbewahren.

Warum pellen sich manche Eier schlecht?

Ob sich die Schale eines Eis gut oder schlecht ablöst, hat nichts mit Ihrer Kochkunst zu tun. Je frischer ein Ei ist, desto fester sitzt die Haut an der Schale. Je älter es wird, desto leichter lässt sich die Schale von der Haut trennen.

Damit bin ich mit meinen Tipps am Ende und hoffe, dass Sie mit dieser einfachen Methode künftig jederzeit Ihr perfektes Frühstücksei kochen können.

Wieso heißt die Eieruhr Eieruhr?

Die Eieruhr heißt auch Kurzzeitwecker oder Küchenwecker und gibt ein Signal, wenn die Zeit abgelaufen ist. Und mit einer Sanduhr hat sie nichts mehr gemein. Und Sand ist für gewöhnlich als Füllung für Sanduhren sowieso ungeeignet. Aber was hat die Eieruhr mit Sand zu tun?

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Im Mittelalter kannten die Menschen noch keine Uhrzeiten. Der Tag begann für sie bei Sonnenaufgang und dauerte bis Sonnenuntergang. Und der Tag hatte 12 Stunden, die somit unterschiedlich lang waren. Im Winter dauerte 1 Stunde ungefähr 40 Minuten.

Die Zeit wurde mit Sonnenuhren am Tag und Wasseruhren in der Nacht bestimmt. Zu Zeiten der Visionärin und Naturwissenschaftlerin Hildegard von Bingen wurde das Stundenglas erfunden. Es wurde unterschiedlich gefüllt, auch mit gemahlenen Eierschalen. Und daher stammt der Name Eieruhr.

Quelle Eieruhr: zdf Dokumentation: Die Deutschen – Hildegard von Bingen
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Deutschen#Teil_3:_Hildegard_von_Bingen_und_die_Macht_der_Frauen

Viel Erfolg beim Kochen Ihres perfekten Eis!

Andrea Munich

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