Autopflege im Winter: 7 Tipps zur Reinigung und Wartung

11.01.2010
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Heiko Diadesopulus
www.philognosie.net
  

Autopflege im WinterDer Winter hält wieder Einzug ins Land und damit auch die Frage vieler Autofahrer, wie sie das Auto bei Schnee und Eis pflegen sollen.

Dazu habe ich einige Tipps gesammelt, damit Sie kontrollieren können, ob Sie an alles gedacht haben.

Wer seinem Auto vorbeugende Maßnahmen und eine angemessene Pflege angedeihen lässt, wird dessen Lebenszeit und Optik spürbar verlängern.

1. Winterreifen sind Pflicht

Wer bis jetzt noch Sommerreifen aufgezogen hat, sollte schnellsten daran denken auf Winterreifen umzusteigen. Neben dem Wechsel der Reifen sollte man darauf achten, die Sommerreifen fachgerecht einzumotten. Worauf Sie hierbei achten sollten, habe ich bereits in dem Tipp "Reifenwechsel: Fachgerechte Lagerung verlängert die Lebensdauer" ausführlich beschrieben.

2. Frostschutzmittel kontrollieren

Sobald die Außentemperatur wieder Minusgrade hat, besteht bei Flüssigkeiten die Gefahr einzufrieren. Lassen Sie daher das Kühlerwasser und das Wasser der Scheibenwischanlage bei Ihrem Autohändler - oder an einer Tankstelle - spindeln. So lässt sich leicht herausfinden, bis zu welchen Minustemperaturen der Frostschutz im Kühler bzw. in der Scheibenwischanlage hält. Füllen Sie gegebenenfalls genug Frostschutzmittel nach, damit das Wasser nicht einfrieren kann.

3. Weicher Schneebesen verhindert Lackschäden

Benutzen Sie zum Entfernen von Schnee auf dem Fahrzeug unbedingt einen weichen Schneebesen oder einen weichen Handfeger, um Kratzer im Lack zu vermeiden. Gekratzt wird - wenn überhaupt - nur auf den Scheiben. Klappen Sie bei Frostgefahr die Scheibenwischer hoch, damit der Gummi nicht anfrieren kann. Wenn diese festfrieren und gefroren betätigt werden, zerstören Sie die empfindlichen Gummilippen. Lesen Sie hierzu auch den Philognosie-Tipp "Eisfreie Scheiben: Tipps gegen vereiste Autoscheiben im Winter".

4. Vorbereitung der Winterwäsche für die Waschstraße

Da auf Privatgrundstücken die Autowäsche - mit Ausnahme der Scheiben- und Lichtreinigung - verboten ist, kann man die Rundumreinigung am einfachsten in einer Waschstraße erledigen. Doch bevor man das Auto in die Waschstraße fährt, sollte man vorher unbedingt ein paar Vorbereitungen treffen, damit der Lack nicht beschädigt wird.

Zuerst sollte man Schnee, Dreck und Salzreste mit dem warmen Wasser eines Hochdruckreinigers abspritzen. Denn Salz und Dreck können wie Schmiergelpapier in der Waschstraße wirken und unschöne Kratzer hinterlassen. Außerdem können Sie folgende Vorbereitungen treffen ...:

  • Türschlösser mit einem Klebeband abdichten
  • Türgummis mit Hirschtalg, Glyzerin, Silikonspray oder Vaseline einschmieren
  • Türschweller mit klarem Wasser säubern
  • mit dem nassen Auto in die Waschstraße fahren
  • nach der Wäsche gegebenenfalls Heißwachs von der Frontscheibe entfernen

Dann frieren die beweglichen Teile (Türen, Kofferraum etc.) nicht mehr zu und die Türschlösser bleiben ebenfalls eisfrei.

5. Wie oft sollte man im Winter das Auto reinigen?

Das ist davon abhängig, wie oft Sie das Auto im Winter bewegen. Fachleute raten "Vielfahrern", das Auto etwa zweimal pro Woche zu waschen, während "Wenigfahrer" sich auf ein- bis zweimal im Monat beschränken können. So wird das aggressive Salz entfernt und die Korrosion gehemmt. Außerdem muss man im Winter nicht unbedingt das teuerste Waschprogramm wählen.

Autobild empfiehlt bei Frost und Schnee beispielsweise eine Basisreinigung für ca. 4,95 Euro, bei der man das Auto zweimal waschen und trocknen lässt. Oft reicht auch eine kurze "Schnellpflege", wenn das Auto stark mit Salz verkrustet ist, indem man es einfach mit einem Dampfstrahler entfernt.

6. Nachbehandlung des Autos nach der Waschstraße

Auch nach der Trocknung verbleibt in Ritzen, Ecken und Falzen noch Nässe, die man mit einem weichen Tuch entfernen kann. Problematisch sind auch oft Einstiegsleisten und Türschweller, an die keine Waschbürste herangekommen ist. Hier reicht klares Wasser, um die Teile zu reinigen.

7. Innenreinigung des Fahrzeugs im Winter

Reinigen Sie mindestens die Front- und Heckscheibe, da sich durch den Einsatz des Gebläses oft ein Schmutzfilm auf den Scheiben ablagert, der die Sicht behindern kann. Halten Sie die Innenräume möglichst trocken und schütteln Sie nasse Fußmatten regelmäßig aus.

Legen Sie nasse Gegenstände (z.B. Regenschirm, Schneebesen, Antifrost-Folie oder einen schneebedeckten Mantel etc.) in eine kleine Plastikwanne, die sich in Ihrem Kofferraum befindet. Wenn diese Gegenstände dann tauen bzw. Wasser verlieren, versickert es nicht im Teppichboden, sondern sammelt sich ich der Wanne. Diese lässt sich dann bei Bedarf leicht ausleeren oder säubern.

Nach längeren Fahrten kann man die Türen eine zeitlang offen stehen lassen, damit die feuchte Innenluft entweichen kann. So beugen Sie unerwünschter Feuchtigkeitsbildung und Schimmel im Auto vor.

Dies ist auch ein Trick vor dem Saugen des Innenraums: Ist dieser vorher warm gewesen, nimmt die warme Luft besonders viel Feuchtigkeit auf. Wenn dann beim Saugen die Türen offenstehen, kann die nasse Luft ganz "natürlich" entweichen.

Soweit zu meinen Tipps zur Reinigung und Wartung Ihres Autos im Winter. Falls Sie selbst noch gute Ratschläge haben, können Sie diese gerne in den Kommentar unterhalb des Artikels anfügen.

Viel Spaß beim Reinigen und Warten Ihres Autos im Winter!

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