Eier werden nicht nur zu Ostern gerne gegessen. Sie kommen in Speisen, vor allem in Nachspeisen, Soßen, als Rührei oder Spiegelei häufig zur Anwendung. Immer wieder stellt sich daher die Frage, wie man ein frisches Ei von einem alten bzw. schlecht gewordenen Ei unterscheidet. Lesen Sie im folgenden Tipp einige einfache Methoden, um festzustellen, ob sich das Ei noch für den Verzehr eignet.
Die Schale eines Eis ist luftdurchlässig, d.h. je älter ein Ei wird, desto mehr Luft gelangt durch die Poren der Schale in das Innere des Eis. Die Folge davon: Das Ei verdunstet bzw. trocknet im Laufe der Zeit quasi von innen her aus. Die Folge davon: Die Luftblase im Ei vergrößert sich.
Schwimmmethode: Legen Sie das rohe Ei in ein Glas mit kaltem Wasser. Sinkt es nach unten auf den Boden, ist es noch sehr frisch. Ist es etwa 7 Tage alt, stellt es sich im Wasser etwas schräg. Wenn das Ei auf der Wasseroberfläche schwimmt, ist es mindestens 21 Tage alt. Das hängt mit der Luftkammer zusammen, die einem älteren Ei Auftrieb gibt.
Legedatum: Anhand des Legedatums lässt sich die Frische des Eis rechnerisch feststellen. Hier gilt: Mindesthaltbarkeitsdatum abzüglich 28 Tage = Legedatum. D.h. wiederum nicht, dass ein Ei, welches das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat, schlecht und für den Verzehr nicht mehr geeignet ist. Doch man sollte es über längere Zeit auf mindestens 70 Grad erhitzen.
Schüttelmethode: Wenn Sie ein rohes Ei schütteln und kein Glucksen hören, handelt es sich um ein noch sehr frisches Ei. Je älter ein Ei, desto deutlicher hören bzw. spüren Sie ein Schwappen. Wenn Sie ein Schwappen hören oder spüren, ist das Ei nicht mehr ganz frisch, denn das Eiweiß (Eiklar) ist dünnflüssiger geworden.
Lichtmethode: Wenn Sie das rohe Ei vor eine starke Lichtquelle halten, können Sie den Eidotter sehen, denn frische Eier sind lichtdurchlässig. Wenn der Eidotter beim Drehen des Eis immer in zentraler Lage bleibt, ist das Ei frisch. Fängt der Dotter beim Drehen des Eis an zu wandern, handelt es sich um ein älteres Exemplar.
Aufschlagmethode: Ein aufgeschlagenes Ei, das frisch ist, erkennen Sie an seinem nach oben gewölbten Dotter, der das Eiweiß (Eiklar) ringförmig zusammenhält. Bei älteren Eiern ist der Dotter flach und hält das Eiweiß (Eiklar) nicht mehr so fest zusammen.
Handelt es sich um ein älteres Ei, muss es aber noch lange nicht schlecht sein. Werfen Sie also ein älteres Ei nicht einfach weg!
Wenn sich das Ei bei der Schwimmmethode aufstellt, also ganz oben schwimmt, empfehlen viele Ratgeber es nicht mehr zu verwenden. Es ist nicht ganz einfach ein altes Ei, das gerade noch für den Verzehr geeignet ist, zu erkennen.
Ein solches Ei sollten Sie lieber nicht mehr für Speisen verwenden, wo es roh zur Anwendung kommt, z.B. für Eiersüßspeisen sondern in Speisen, wo es gut durchgegart wird, z.B. für einen Kuchen.
Machen Sie den Aufschlagtest, doch reinigen Sie die Schale des Eis, bevor Sie es aufschlagen. Denn meistens sind im Fall von Salmonellen, die Bakterien auf der Schale vorhanden, nicht im Inneren des Eis. Wenn Sie das Ei waschen, laufen Sie nicht Gefahr, dass beim Aufschlagen des Eis, sein Inneres mit den Erregern auf der Schale in Berührung kommt.
Wenn das Ei verdorben ist, werden Sie es sofort an dem typischen fauligen Schwefelgeruch riechen und an der veränderten Farbe erkennen können. Wenn Sie also mehrere Eier testen wollen, schlagen Sie sie getrennt und separat voneinander auf (z.B. wenn ein Kuchen gebacken werden soll). Wenn Sie sich unsicher sind, dann werfen Sie das Ei sicherheitshalber weg.
Es gibt einige Faustregeln, die hier zu beachten sind. Im Zweifelsfalle können Sie immer noch obige Methoden anwenden, um die Frische des Eis zu überprüfen. Generell gilt, dass Eier gekühlt und lichtgeschützt gelagert werden sollen. Im Kühlschrank halten sie länger, als in der Speisekammer, nämlich:
Da Eier luftdurchlässig sind, empfiehlt es sich sie getrennt von stark riechenden Lebensmitteln aufzubewahren. Verwenden Sie einfach den Eierkarton, wobei die Eier mit der Spitze nach unten hineingestellt werden sollten. Auch das Eierfach im Kühlschrank eignet sich gut, wenn es sich mit einer Klappe verschließen lässt.
Sie können aber auch die Luftdurchlässigkeit des Eis nutzen, wenn diese einen bestimmten Geruch annehmen sollen, z.B. den Geruch von Trüffeln. Verwahren Sie die Eier dann gemeinsam mit den Trüffeln auf.
Sie haben auch die Möglichkeit Eier einzufrieren (bei mindestens minus 18 Grad Celsius). Allerdings sollten sie dann für Speisen verwendet werden, die gut durchgegart werden. Hier gelten folgende Faustregeln:
Wer keinen Kühlschrank hat, kann von der Faustregel ausgehen, dass Eier etwa 20 Tage nach dem Legedatum ungekühlt gelagert werden können. Sicherer ist aber die gekühlte Variante.
Zum Schluss noch zwei Regeln:
Je frischer ein Ei ist, desto schlechter lässt es sich nach dem Kochen pellen. Das hängt mit dem fehlenden Lufteinschluss zusammen, der die feine Eierhaut von der Schale löst. Bei älteren gekochten Eiern lässt sich die Schale daher wesentlich leichter pellen.
Ein gekochtes Ei, dessen Eigelb sich äußerlich blaugrün verfärbt hat, ist nicht schlecht. Es wurde lediglich zu lange gekocht.
Viel Erfolg beim Frischetest Ihrer Eier!
Wert 4.7 |
Thema: 4.6 | Information: 4.8 | Verständlichkeit: 4.6 |
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