Media Player: Userdaten-Spionage von Microsoft verhindern

Teaser: Viele große Anbieter wie Microsoft oder Google speichern gerne möglichst viele Daten über das Nutzungsverhalten ihrer Programm-Benutzer. So ist auch beim Windows Media-Player 11 in der Standard-Einstellung festgelegt, dass er Informationen ...

Viele große Anbieter wie Microsoft oder Google speichern gerne möglichst viele Daten über das Nutzungsverhalten ihrer Programm-Benutzer. So ist auch beim Windows Media-Player 11 in der Standard-Einstellung festgelegt, dass er Informationen über Ihr Nutzungsverhalten an Microsoft per Internet versendet. Dabei kümmert es Microsoft recht wenig, ob der Benutzer des Media Players mit dieser Übertragung explizit einverstanden ist oder nicht.

Man kann dies zwar in den AGBs nachlesen, aber wer mag schon bei dem seitenlangen Kauderwelsch alles haarklein studieren? Es ist jedoch nicht schwer, die Übertragung des Nutzerverhaltens zu unterbinden. In diesem Tipp will ich Ihnen zeigen, wie Sie diese Übertragung vom Media Player an Microsoft abschalten können.

Wie kann ich die Übertragung meines Nutzerverhaltens an Microsoft verhindern?

1. Starten Sie den Windows Media Player auf dem PC. Sobald das Programm fertig geladen ist, machen Sie in der Menüzeile (oben) an einer freien Stelle einen Rechtsklick.

2. Wählen Sie dann in der angegebenen Reihenfolge folgende Optionen: "Extras" -> "Optionen" -> "Datenschutz".

3. In diesem Fenster entfernen Sie die grünen Häkchen vor folgenden Einträgen ...

  • "Eindeutige Player-ID an den Inhaltsanbieter senden" und
  • "Daten zur Player-Verwendung an Microsoft schicken, um Microsoft-Software und Dienste zu verbessern."

(Anmerkung: Durch das Entfernen der grünen Häkchen wird die jeweilige Option deaktiviert.)

4. Klicken Sie am Ende auf "Übernehmen" und "OK", um die geänderten Voreinstellungen zu speichern.

Sobald Sie diese Änderungen durchgeführt haben, ist Schluss mit der Übertragung Ihres Nutzerverhaltens. Verständlicherweise wollen heute viele Menschen - im Zeitalter der Datensammelwut - nicht mehr, dass eigene Aktivitäten allen möglichen Diensten und Anbietern bekannt sind. Letztlich weiß man nie, wer wie solche Daten verwendet. Da das Abschalten dieser Optionen keinerlei Einbußen bezüglich der Funktionalität bedeutet, ist diese Änderung aus Sicht des Datenschutzes sehr zu empfehlen.

Viel Erfolg beim Abstellen der Spionage-Funktion des Media-Players!

28.06.2012 © seit 01.2010 Aris Rommel  
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