Urlaubsplanung: Stressfreier Urlaub mit Kindern

Eine entspannte Atmosphäre im Urlaub trägt wesentlich dazu bei, den Zusammenhalt in der Familie zu stärken. Die Erholung von der Alltagshektik ist für Eltern und Kinder gleichermaßen notwendig. Neue Erfahrungen im Urlaub bereichern das Familienleben im Alltag. Damit das gelingt, sollte Sie sich optimal vorbereiten, um vorhersehbare Stressfaktoren zu vermeiden.

Eine gute Vorbereitung

Reisen mit Kinder und FamilieEine gute Vorbereitung verringert unnötigen Stress, denn vieles ist schlicht vorhersehbar. Dabei ist es unerheblich, wie lange die Reise dauert und wie weit das Reiseziel entfernt ist. Ein längerer Jahresurlaub oder Kurzreisen sind neben den Familienfesten, Höhepunkte in der Familie und werden nicht mehr so leicht vergessen.

Bleiben sie in guter Erinnerung, lässt sich noch sehr lange Kraft aus ihnen schöpfen. Damit das gelingt, ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig.

Die Wahl des Urlaubsortes

Die Wahl des Urlaubsortes hängt nicht nur mit Ihren finanziellen Möglichkeiten zusammen, sondern auch mit dem Alter und Bedürfnissen der Kinder. Entscheiden Sie sich für ein Reiseziel, wo Kinder willkommen sind. Das ist in unserer heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich. Erkundigen Sie sich, ob eine gute medizinische Versorgung gewährleistet ist.

Gibt es am Urlaubsort auch angemessene Freizeitaktivitäten für Kinder (je nach Alter)? Denn Angebote wie Stadtrundfahrten, Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten oder Einkaufsmarathons usw. werden Ihr Kind kaum überzeugen. Hier ist Stress vorprogrammiert. Erkundigen Sie sich, ob es am Urlaubsort einen guten Service für Kinderbetreuung oder Babysitting gibt.

Übernachten Sie in einer Pension oder einem Hotel, so empfiehlt es sich neben finanziellen und hygienischen Kriterien, eine Unterkunft zu wählen, wo Kinder (zumindest bis ca. dem 12. Lebensjahr) ohne Zuschläge im Elternzimmer übernachten können. Auch sollten die Mahlzeiten für kleine Kinder nicht zusätzlich berechnet werden.

Spätestens einen Monat vor Reisebeginn sollten der Kinderarzt aufgesucht werden, um ausstehende Impfungen vorzunehmen. Das hängt unter anderem vom Reiseziel ab. Der Kinderarzt gibt auch Tipps, welche Medikamente für den Urlaub mitzunehmen sind.

Art der Reise

Auch die Reiseart, ob mit Auto, Flugzeug oder Zug spielt für die Urlaubsplanung eine wichtige Rolle.

Wenn Sie mit dem Auto fahren wollen, sollten Sie nicht nur die Sicherheit des Autos, sondern auch die Sicherheitsnormen der Kindersitze prüfen.

Eine längere Reise führt bei Kindern schnell zu Langeweile. Kinder haben ein völlig anderes Zeitempfinden als Erwachsene. Auch der Platzmangel in Auto oder Flugzeug macht Kindern schnell zu schaffen. Kinder brauchen öfter Bewegung. Das lässt sich im Auto besser planen, als im Flugzeug.

Familienreisen mit dem AutoFahren Sie mit dem Auto, planen Sie ausreichende Pausen mitein. Nachtfahrten können die Reisezeit erheblich verkürzen, aber auch Reisen außerhalb der Hauptsaison. Nachts vergeht für Kinder die Zeit schneller, wenn sie zeitweise schlafen. Außerdem machen ihnen die Temperaturen im Sommer weniger zu schaffen.

Ihr Kind sollte vor der Sonne im Auto geschützt werden. Bringen Sie Schattenspender mit Saugnäpfen an die Fensterscheiben an. Denken Sie daran, für genügend Flüssigkeit während der Fahrt zu sorgen, auch wenn Ihr Kind öfter eine Toilette braucht. Bieten Sie Ihrem Kind zwischendurch leichte Snacks an. Verzichten Sie auf übermäßige Süßigkeiten, denn der Zucker wird die Aktivität und den Bewegungsdrang Ihres Kindes noch fördern.

Beschäftigungen auf einer langen Reise sind wichtig. Bereiten Sie entsprechende Spiele vor, die während der Fahrt gespielt werden können. Anregungen dazu finden Sie hier: „Spiele während der Autofahrt„. Achten Sie darauf, dass der Fahrer nicht – wegen des Unfallrisikos – abgelenkt wird.

Wenn Sie mit dem Flugzeug zu Ihrem Urlaubsort fliegen, bereiten Sie Ihr Kind darauf vor. Fliegen hat für Kinder immer etwas Aufregendes an sich. Angst erzeugende Äußerungen sollten Sie unbedingt vermeiden. Das Fliegen sollte eher wie ein kleines Abenteuer kommuniziert werden.

Sagen Sie dem Kind, wie lange der Flug dauert, es im Flugzeug eng werden kann und es kaum Bewegungspausen geben wird. Wenn Ihr Kind darauf vorbereitet wurde, ist es eher bereit, Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen.

Die Luft im Flugzeug ist trocken und klimatisiert. Bieten Sie Ihrem Kind genug zu trinken an und sorgen Sie für warme Kleidung.

Beschäftigungen und Spiele sind wichtig für die Reise, unabhängig davon, welches Transportmittel Sie wählen. Nehmen Sie die wichtigsten Spielsachen mit. Lassen Sie Ihrem Kind vor dem Urlaub genug Zeit, damit es sich seine wichtigsten Spielsachen auswählen kann. Das ist nicht immer einfach und braucht manchmal Zeit. Wichtige Spielsachen sollten immer zur Hand sein und nicht im Kofferraum oder Gepäckraum eines Flugzeuges liegen.

Checklisten

Beginnen Sie früh mit dem Erstellen einer Urlaubscheckliste. Auf Philognosie finden Sie zwei Checklisten zum Thema Reisen, die hier hilfreich sein können …

Denken Sie auch an wichtige Sicherheitsvorkehrungen. Wenn Sie z. B. noch sehr kleine Kinder haben, dann empfiehlt es sich Kindersicherungen, Babyfone, Türstopper, etc. mitzunehmen.

Erwartungen und Vorfreude

Die Vorfreude auf den Urlaub gehört dazu. Sprechen Sie gerade deshalb mit Ihrem Kind auch über spannende Möglichkeiten, die die Reise bietet. Das verstärkt die Vorfreude erheblich.

Sprechen Sie über den Urlaubsort, aber auch über die Reise. Geben Sie Ihrem Kind alle Informationen darüber: wie lange die Reise dauert, dass es eventuell zu Staus kommen kann (wenn Sie mit dem Auto fahren), dass es nicht alle Spielsachen / Kleidung mitnehmen kann.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über das „fremdartige“ Essen. Manche Kinder reagieren sehr sensibel auf ungewöhnliche Gewürze im Essen. Wenn Sie sehr wählerische Esser haben, berücksichtigen Sie diesen Umstand bei Ihrer Urlaubsplanung. Denn es gibt auch Unterkünfte, die abwechslungsreiche Buffets anbieten. So ist meist also auch etwas für wählerische Esser dabei.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass Sie je nach Reiseziel ein entsprechendes Restaurant mit der Familie zum „Testessen“ aufsuchen.So vorbereitet kommen die Kinder oft besser mit Veränderungen zurecht. Das kann Ihnen viel Stress ersparen.

Zu hohe Erwartungen an den Urlaub prägen die Vorfreude. Bleiben Sie aber bei allen Erwartungen und Planungen realistisch, sonst sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Manche Urlaube werden so geplant, dass dies eher einem Abarbeiten ähnelt, als einer Erholung. Setzen Sie sich nicht unter Zeitdruck.

Es ist z. B. auch unrealistisch alles im Alltag Versäumte, im Urlaub nachzuholen. Bleiben Sie locker und planen Sie flexibel. Sorgen Sie im Vorfeld für Alternativen, auch wenn Sie sie nicht verwirklichen. Folgendes Motto hat sich sehr bewährt: „Was wir diesen Urlaub nicht schaffen, nehmen wir uns für den nächsten Urlaub vor“.

Gönnen Sie sich auch mal ein paar Stunden alleine oder zu zweit. Das kann im Urlaub sehr wichtig sein. Denn auch im Alltag ist es unrealistisch, alles immer zusammen zu machen. Freuen Sie sich auf die gemeinsame Zeit und die Zeit, die Sie ganz für sich haben.

Vor allem etwas ältere Kinder schließen gerne im Urlaub Kontakt zu Gleichaltrigen. Sie wollen vielleicht selbstständig ihre neue Umgebung erkunden und brauchen dazu Freiraum. Planen Sie auch Erholungsmöglichkeiten für sich und den Partner ein, damit auch Ihre Bedürfnisse nicht zu kurz kommen.

Kurz vor der Abfahrt

Wenn die Reise direkt vor der Tür steht, geht in vielen Familien der selbst gemachte Stress los. Das ist völlig normal. Es muss gepackt werden, letzte Erledigungen, Telefonate sind noch zu tun. Man will nichts Wichtiges vergessen und eine gewisse Anspannung und Aufregung nimmt zu. Daher ist es völlig normal, dass es schnell zu Streits und Nervereien kommt.


Google Certified Publishing Partner

Vermeiden Sie es, Ihre Kinder in die Urlaubsvorbereitungen vollständig miteinzubeziehen. Das geht meistens schief, vor allem, wenn die Kinder noch recht klein sind. Beziehen Sie Ihre Kinder ihrem Alter gemäß in geeignete Urlaubsvorbereitungen ein. Bei allem anderen ist es besser einen Babysitter zu engagieren oder die Kinder anderweitig sinnvoll zu beschäftigen, damit Sie mehr Zeit und Ruhe für die Vorbereitungen haben.

Wenn es Streit gab, klären Sie die Angelegenheit am besten noch vor der Abfahrt.

Wenn Sie dies berücksichtigen, steht einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Weg. Je entspannter Sie losfahren, desto entspannter werden Sie ankommen.

Viel Spaß im Urlaub mit Ihren Kindern!

Cassandra B.

Scroll to Top