Die 21 Todsünden bei Bewerbungsschreiben

15.09.2003
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Tommy Harrer
www.philognosie.net

Es gibt sicher unzählige Fehler, die jeder bei der Jobsuche in der Bewerbungsphase machen kann. Es dürfte schwierig sein, alle K.O.-Kriterien zu erfassen, da hier die Kreativität (oder Unkenntnis) der Bewerber kaum Grenzen kennt. Im Folgenden habe ich eine Liste von typischen Fehlern zusammengestellt, auf die Personalleiter besonders allergisch reagieren. Gehen Sie Ihr Bewerbungsschreiben durch und streichen Sie alle Punkte, die hier in der Liste auftauchen, bzw. gestalten Sie Ihre Bewerbung neu.

Es gibt keinen effektiveren Weg sich seinen Wunschberuf zu verbauen, als einem oder mehreren dieser Kriterien zu genügen. Lassen Sie sich nicht von meinen flapsigen Formulierungen blenden - auch wenn Sie teils scherzhaft geschrieben sind, so stellen sie doch viele der bekannten Todsünden für eine erfolgreiche Bewerbung dar.

Die Todsünden bei Bewerbungsschreiben:

  • Flecken auf dem Papier (Kaffee, Fett), Eselsohren, Knitterfalten
  • Achten Sie nicht auf Rechtschribfähler!
  • Korrekturen im Anschreiben schön mit Tipp-Ex, Filzstift oder Kugelschreiber ausbessern
  • veraltete Unterlagen absenden - etwa ein Lebenslauf mit mehrere Monate (oder gar Jahre) altem Datum
  • statt eines professionellen Porträts, ein Urlaubs- oder Partybild oder ein selbst gemaltes Porträt.
  • Beim Anschreiben nicht (spezifisch) auf die Firma eingehen, bei der Sie sich bewerben
  • Unterfrankierung, sodass dem Empfänger Kosten entstehen
  • Unangemessene Gehaltsforderungen
  • Formulieren Sie in Ihrem Anschreiben, was Sie von der Firma haben wollen oder erwarten. Gehen Sie mit keinem Wort darauf ein, was die Firma durch Ihre Mitarbeit gewinnen könnte.
  • Formatieren Sie Ihr Bewerbungsschreiben diletantisch d.h. verwenden Sie möglichst viele verschiedene Schriftarten, machen Sie die Einzüge möglichst uneinheitlich (sodass Tabellen schlecht im Überblick zu lesen sind)
  • Übertreiben Sie mit Ihren Fähigkeiten und prahlen Sie mit Ihrem genialen Urteilsvermögen.
  • Legen Sie Ihre Schul- und Arbeitszeugnisse etwas schräg in den Kopierer, sodass sie nicht gut zu lesen sind. Abschreckend sind ebenso zu dunkle oder viel zu helle Kopien.
  • Stellen Sie Ihre Unkenntnis dar, was die Ziele und Produkte der Firma angeht.
  • Geben Sie unter "Religionszugehörigkeit" den Namen einer Sekte an.
  • Fragen Sie beim Personalchef an, ob es in dieser Firma ein Raucherzimmer gibt.
  • Geben Sie beim Personalchef an, dass Sie momentan noch keine Ahnung haben, wie Sie zur Arbeitsstelle gelangen können.
  • Stellen Sie in Ihrem Schreiben dar, dass Ihr Berufsberater vom Arbeitsamt Sie gedrängt hat, diese Bewerbung zu formulieren. Alternativ können Sie einfach erwähnen, dass Sie arbeitslos sind und über das Arbeitsamt von der Stellenausschreibung erfahren haben.
  • Verwenden Sie kariertes Papier und zeichnen Sie alle Übersichten selbst mit Lineal und Kugelschreiber.
  • Bieten Sie dem Personalchef das 'Du' an und verwenden Sie zur Selbstbeschreibung einen Spitznamen.
  • Erwähnen Sie Ihre chronischen Krankheiten, eine bevorstehende Mutterschaft oder ähnliche Einschränkungen Ihrer Arbeitsfähigkeit. Bitten Sie um Verständnis für Ihre Erfolglosigkeit.
  • Beschreiben Sie Probleme und Streitigkeiten, die Sie am letzten Arbeitsplatz beschäftigt hatten.

Wenn Sie bei Ihren Bewerbungen darauf achten diese "Todsünden" zu vermeiden, sollten Ihre Chancen auf Erfolg steigen. Manchmal machen eben schon Kleinigkeiten einen schlechten Eindruck auf den Personalchef. Bedenken Sie einfach - er kennt Sie noch nicht persönlich und kann somit nur aus den Bewerbungsunterlagen auf Ihre Person schließen!

Viel Erfolg beim Bewerben!

Weiterführende Literatur zu diesem Thema

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