Kraft des Wünschens: Wie Gedanken den Erfolg beeinflussen

Erlauben wir uns ein Gedankenspiel: Letzte Nacht hatte ich einen wunderschönen Traum. Als ich aufwachte, hätte ich sagen können: Ja, in dieser Welt, die ich gesehen habe, in der könnte ich leben.

Schön, wenn das alles Realität wird. Und während ich in der Wirklichkeit, im Hier und Jetzt ankomme, beginnt das Uhrwerk des Alltags zu laufen.

Kraft des Wünsches

Ich muss mich damit abfinden, dass alles so ist wie es ist. Muss ich das wirklich? Oder gibt es vielleicht Regeln, die mir helfen können, dass Wünsche wahr werden? Und warum gibt es dann viele unerfüllte Wünsche?

Unsere Wünsche entstehen in unseren Gedanken. Gedanken sind Kräfte. Wir erzeugen jeden Tag eine Unmenge an Gedanken. Wir können gar nicht anders, als diese unzähligen Gedanken ablaufen zu lassen, egal, wie alltäglich oder genial, wie abgedroschen oder originell, wie eintönig oder vital sie auch immer sein mögen. Sie begleiten uns durch den Tag und im Hintergrund auch im Schlaf durch die Nacht. Gedanken sind wie das Leben.

Wenn wir ein hektisches Leben führen, dann werden auch die Gedanken rastlos und eilen wie wild umher, wir sind mal da, mal dort. Wenn es uns gelingt zu entspannen, dann können wir auch spüren, was unsere eigentlichen Bedürfnisse sind, was wir wirklich brauchen und vielleicht sehen wir in solchen Momenten auch einen Weg, wie wir dorthin kommen.

Kraft des Wünschens

Unsere Gedanken folgen der Schwingung, in der wir sind. Manchen Menschen wird es genauso ergangen sein wie mir. Ich beschäftige mich mit einer Sache, die mir wichtig ist, denke darüber nach, lasse auch meinen advocatus diaboli zu Wort kommen, um zu prüfen, ob es möglicherweise vernünftige Einwände dagegen geben könnte.

Wenn das nicht mehr der Fall ist, erörtere ich meine Gedanken in Gesprächen, erfahre meist Zustimmung oder kleinere Ergänzungen oder Abänderungen. Und siehe da, nach geraumer Zeit setzt sich diese Idee durch und wird von anderer Seite aufgegriffen.

Ich fühle mich dann so wie ein Sender, der eine relativ ausgereifte Idee nicht nur an andere Menschen herangebracht hat, sondern der diese auch in ein morphogenetisches Feld hinausschickt, in dem ich auch die Gedanken anderer Menschen erreichen kann, wenn die Zeit dafür reif ist.

Werbung funktioniert, weil in uns Wünsche, Bedürfnisse und Begehrlichkeiten erzeugt werden. Es wird der „Ich will haben“- Trieb ebenso angesprochen wie das Gefühl, durch den Erwerb eines Produkts zu einer Gruppe mit einem bestimmten Image zu gehören. Aber können wir es als Beweis gelten lassen, wenn irgendetwas auf einem geheimen Wunschzettel für Weihnachten steht, und dann geht es in Erfüllung?

Wir senden im Alltag fortwährend so viele Signale aus, was wir mögen oder was wir ablehnen, dass es nahestehenden Menschen nicht schwer fallen wird, auch hinter unsere geheimen Wünsche zu kommen. Will ich es aber nicht dem Zufall oder der Menschenkenntnis meiner Umgebung überlassen, ob meine Wünsche in Erfüllung gehen, dann muss ich darüber reden.

Da mag bei manchen die Angst aufkommen, mein Gesprächspartner könnte meine Idee nicht super finden. Er wird mir das ausreden wollen. Soll ich deswegen schweigen? Wenn ich so denke, dann sind die Widersprüche nicht beim anderen, sondern bei mir. Denn ich fürchte, bei einem Gegenargument schwach zu werden.

Es könnte sich herausstellen, dass ich eigentlich selber nicht so recht daran glaube. Ich kann dann überzeugen, wenn ich von der vertretenen Sache selbst überzeugt bin. Dann kommt es nicht auf das Redetalent oder die Wortwahl an, sondern auf meine Ausstrahlung. Das Funkeln in meinen Augen verrät meine Begeisterung und sagt: Da steh‘ ich voll dahinter.

Wenn ich merke, dass meine Gedanken überspringen, auch in den Zuhörern etwas auslösen, nämlich das Verlangen, dass der Wunsch Wirklichkeit werden soll, dann entsteht eine solche Kraft, dass dann nur noch der Zeitpunkt der Verwirklichung offen bleibt. Bekanntlich gehen aber nicht alle gut gemeinten Wünsche in Erfüllung.

Schauen wir uns an, welche Ursache das haben kann! Zunächst einmal: es kommt darauf an, ob wir etwas nur wollen (es wäre gar nicht schlecht, wenn … ) oder ob wir etwas wirklich wollen (und dafür unsere gesamte Gedankenkraft mobilisieren). Wer etwas nur halbherzig wünscht, trägt den Zweifel in sich. Und der Zweifel ist dann immer stärker.

Wer zweifelt, weil er bisher im Leben immer Misserfolg hatte und sich insgeheim die Frage stellt, warum es denn diesmal anders sein soll, ist in dieser Energie gefangen. Es kommt fast sicher zu einer Bestätigung der tristen Annahme.

Zweifel und Wünsche

Wer bisher bei der Partnerwahl oft falsche Entscheidungen getroffen hat und nicht darauf kommt, warum das so war, warum zwei Leute nicht zusammenpassen oder miteinander auskommen können, könnte mit viel Angst behaftet in eine neue Situation des Kennenlernens gehen und damit auch schon ein vorzeitiges Ende herbeiführen.

Wenn wir etwas wirklich wollen, dann stellen wir uns darauf ein, dann gehen wir davon aus, als wäre der Wunsch bereits erfüllt. Und siehe da! Genau solche Wünsche gehen dann in der Regel auch in Erfüllung. Wenn wir die Sache beschleunigen wollen, dann sagen wir klipp und klar, was wir wollen. Auf unserem Bestellschein ist Platz für das, was wir wollen, aber nicht für eine endlos lange Begründung.

Bevor wir aber mit dem Wünschen richtig loslegen, empfiehlt es sich zu prüfen, ob wir im Keller unseres Unterbewusstseins noch eine Leiche liegen haben. Wie soll der Wunsch nach einem netten Partner in Erfüllung gehen, wenn da noch der Glaubenssatz „Mich mag ohnehin keiner!“ schlummert? Wie soll der Wunsch nach einer schönen Wohnung wahr werden, wenn da noch die Meinung im Kopf sitzt, dass schöne Wohnungen ohnehin alle unerschwinglich teuer sind?

Wie soll jemand eine Prüfung bestehen, wenn er beim Durcharbeiten des Lernstoffes denkt, er werde sich diese Dinge ohnehin nicht merken können? Aber wir haben es im Kopf, mit den richtigen Gedanken unsere Wünsche zu erfüllen.

Günter Wittek

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