Über Rassenwahn und Volksidentität

Teaser: Seit dem 2. Weltkrieg sind Themen wie Rassenzugehörigkeit oder gar ein völkisches Denken sehr stark negativ belegt. Ich will in diesem Artikel aufzeigen, daß im "völkischen Denken" die Wurzeln für Toleranz und Anerkennung liegen - denn nur wer sich selbst versteht, kann auch andere in ihrer Andersartigkeit anerkennen.

Berliner MauerDurch die menschliche Geschichte zieht sich eine grausame Kette von Massenmord und Unterdrückung, deren Ursprung auf "Rassenwahn" basiert. Um dieses Thema behandeln zu können, müssen wir uns zunächst fragen - Gibt es überhaupt menschliche Rassen? Die Antwort kann nur ein eindeutiges Ja sein.

Einige Zeitgenossen versuchen alle erdenkliche paradoxe Hypothesen an den Haaren herbeiziehen, um diese Tatsache abzustreiten. Auch wenn in vielen Fällen hinter diesem Unterfangen eine durchaus löbliche Absicht steckt, ist es blind und naiv zu glauben, man könne Rassenwahn, Rassendiskriminierung und Genozid verhindern, in dem man einfach die Existenz von menschlichen Rassen leugnet.

Man fragt sich, was an der Behauptung überhaupt so schlimm ist, einer bestimmten Rasse anzugehören? Die Natur ist nun einmal bunt und das ist gut so - wir müßten nur lernen, diese Analogie auf uns Menschen zu übertragen!

Nicht erst seit dem Dritten Reich wurden Rassen diskriminiert und es gab und es gibt immer noch Menschengruppen, welche sich für die "Herrenrasse" halten. Man kann es im Talmut nachlesen, die Umtriebe des Kukluksclan betrachten und man kann sich an die massenhafte Versklavung der Farbigen oder den Spruch "Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer" erinnern. Wer wach und mit offenen Augen durchs Leben schreitet, wird bemerken, daß diese Wahnidee kein verstaubtes Relikt der Geschichte ist, sondern immer noch erschreckend gegenwärtig unter uns weilt.

Geht man von den Grundrassen zu einer feineren Unterscheidung über, wird man sich der bunten Vielfalt der Völker bewußt. Von Vielen wird es als selbstverständlich erachtet, Völker und Nationen gleichzusetzen. Dies ist eine grobe Fahrlässigkeit und führt zwangsläufig zu Mißverständnissen.

Während Völker über Tausende von Jahren gewachsen sind und eine eigenständige Mentalität, Sprache und Kultur hervorgebracht haben, sind im Gegensatz dazu Nationen willkürliche Machtgefüge, welche einem ständigen Wandlungsprozess unterliegen.

Einzelne Völker wurden schon oft durch die politischen Gegebenheiten in Gestalt der Nationalstaaten, zerrissen. Verschiedene Völker mit eigenständigen Kultur wurden durch das gewaltsame Machwerk - namens Nation - gezwungen, ihre ureigene Kultur und Identität zu Gunsten einer Einheits-Pseudokultur zu verleugnen.

Das dies zwangsläufig zu Spannungen führen muß, ist deutlich an Jugoslawien zu beobachten. Aber auch in der ehemaligen UDSSR ist zu erkennen, wie einzelne Völkerschaften zu ihrer Identität und Kultur zurück streben. Spannungen sind vorprogrammiert wenn ein äußerer Machtfaktor die Vereinheitlichung aufrecht erhalten will.

DeutschlandSelbst im Westen ist diese oft verharmloste oder schlichtweg verleugnete Problematik gegeben. Auswüchse wie IRA und ETA sind, wenn auch deren Mittel nicht gutzuheißen sind, als Verzweiflungstaten in die Enge Getriebener zu verstehen, welche mehr oder minder auf die Unterdrückung der entsprechenden volksspezifischen Eigenarten zurückzuführen sind.

Auf der anderen Seite des Atlantiks ist die Situation ebenfalls nicht besser: Jeder USA-Kenner wird bestätigen, daß die amerikanischen Farbigen immer noch ein hartes Los aus Diskriminierung und Benachteiligung zu tragen haben. Weitere Beispiele können leicht gefunden werden, wenn man die Einstellung der meisten weißen US-Amerikaner zu den eigentlichen Ureinwohnern - den Indianern - bedenkt.

Clinton war der erste US-Präsident war, der den Indianern überhaupt Rechte zugestand. Aber dieses Zugeständnis wird relativiert durch die Art der Rechte, denn es handelt sich dabei um Rechte, die jedem Ausländer zugestanden werden! Wer will sich schon noch daran erinnern, daß es sich bei dem weißen US-Amerikaner, ursprünglich um Einwanderer handelte. Einen zusammengewürfelten Haufen von Abenteurern, Flüchtlingen und Verbrechern aus Europa, der sich nun erdreistet, den eigentlichen Einheimischen Ausländerrechte zu erteilen.

Gleichzeitig schwingen die ehemaligen Einwanderer - mit ihrer imperialistischen Agressionspolitik - eifrig das Richtschwert über Völker und andere Nationen. Ob man die US-Amerikaner selbst als Volk einstufen kann erscheint zudem als äußerst fraglich.

Eine weitere Gefahr für die Eigenart und Kultur der Völker, ist der derzeit üblich Trend zur Globalisierung. Diese Entwicklung wird von skrupellosen Machthabern aus Politik und Wirtschaft genutzt wird um ein Orwelsches "Big Brother is watching you"- Szenario zu kreieren. Das dabei Kultur und Eigenart der Völker auf der Strecke bleiben, ist vorprogrammiert und schon jetzt deutlich erkennbar. Keiner bedenkt, daß dies ein großer und unwiederbringlicher Verlust für die gesamte Menschheit ist - aber leider sind die meisten Zeitgenossen bemüht, diesen Umstand zu übersehen.

Das diese rabiate Vorgangsweise - die Kulturen der Völker auszuradieren - auch Gegenreaktionen auslöst, ist nur natürlich. Zu leichtfertig wird heute derjenige, der für die Erhaltung von Kultur und Eigenart seines Volkes kämpft, also "völkisch" ist, mit dem Stempel des Faschistoiden gebrandmarkt. Dabei geht es gar nicht um Faschismus, sondern darum, sich der eigenen Wurzeln bewußt zu bleiben. Diese Selbstverleugnung ist gerade in Deutschland weit verbreitet.

Einigen fällen dieses Urteil durchaus mit Kalkül, aber die Meisten plappern es einfach aus Unüberlegtheit nach. Sicher - auf den, der andere Völker nicht achtet oder sie sogar als minderwertig einstuft, mag dieser Vorwurf zutreffen. Doch kann man ebenso - gerade weil man völkisch denkt - auch die andere Völker schätzen und achten. Nur weil man sich einer Seite zurechnet, muß man noch lange nicht intolerant werden - im Gegenteil - erst wenn man lernt die eigenen Wurzeln zu achten, kann man auch die Andersartigkeit des Nachbar verstehen.

GlobusWer sein eigenes Volk und die eigene Kultur nicht schätzen kann, kann auch kein anderes Volk wahrhaft schätzen. Und umgekehrt - nur wer ein wirkliches Interesse an anderen Lebensweisen hat - und damit andere Völker verstehen lernt - kann selbst auch Achtung vor Eigenart und Kultur des eigenen Volkes empfinden.

Bemerkenswert ist, daß fast alle Auswüchse von Dekadenz, Charakterlosigkeit und Untugend, bis hin zur Perversion, welche dem einen oder andern "Volk" angelastet werden müssen, auf dem Vergessen der eigenen Werte und damit der eignen Wurzeln beruhen.

Das, was in derartigen " Anhäufungen von humanoiden Widerwärtigkeiten" als "Kultur" bezeichnet wird, ist in der Regel, keine natürlich gewachsene Kultur. Wir sehen uns heutzutage vielmehr durch Medienpropaganda aufgepfropfte Pseudo-(Un-)Kultur gegenüber, die sich darüber wundert, daß niemand mehr an die überlieferten Werte glaubt.

Volk und Kultur haben eben auch etwas mit Charakter zu tun. Der Verlust von Charakter, Identität, Eigenart und Kultur eines Volkes bedingen sich gegenseitig und im gleichen Maße schwindet dessen Kraft und Vitalität.

Dieser Umstand mag von jenen begrüßt werden, deren Betätigungsfeld die Unterdrückung Anderer ist. Wir sollten jedoch im Gedächtnis behalten, daß die Eigenart und Kultur jedes Volkes viel zu wertvoll ist, um ausgelöscht zu werden. Leider ist dies in der menschlichen Geschichte schon zu oft geschehen. Die Menschheit muß lernen, daß gerade diese Vielfalt eine der wertvollsten Güter ist, die sie besitzt.

Der Wahrheit ist es völlig gleichgültig ob man ihr glaubt.

Arto

13.04.2006 © seit 09.2005 Arto F.J. Lutz
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