Spirituelle Weltbilder: Götter im Wandel der Zeit

„Die Moral kommt von Gott und ist überall gleich.
Die Theologie stammt von den Menschen, sie ist überall verschieden.“
(Voltaire)

Die alleinige Gottheit oder „der Absturz der Religionen vom Gotterleben“

Gott Wir stehen heute in einer über viele Jahrtausende zurückführenden Geistestradition, in der Menschen aller Völker darum gerungen haben, den Urgrund der Schöpfung und ihres menschlichen Daseins darin zu finden. Immer wieder haben sie das all-einende, letztlich alleinige Göttliche umsonnen und zu umschreiben versucht. Erhabene Weisheit entstand, wurde aber wieder vermischt mit Irrtum, Aberglauben und Magie und der Plattheit kleinlicher Wunschvorstellungen, die alle jenseitige Weisheit ins alltägliche Vordergründige zerrt.

Weisheit verlor an Einfluß und mußte – je massenhafter sich die Menschen vermehrten – desto mehr das Feld menschlichen Handelns selbstsüchtigen, machtgierigen, von Religionen geleiteten Herrschern überlassen, die ihre Vernichtungskriege gegen Konkurrenten nicht nur nach außen, sondern auch nach innen gegen ihre eigenen Völker führten.

Nichts scheint stärker zu Fanatismus und Gewaltverbrechen zu verführen als die Religionen, namentlich die monotheistischen, alleinseligmachenden abrahamitischen Ein-Gott-Lehren. Nichts aber ist wohl stärker auch von Gewaltfantasien und Herrschgier diktiert worden als die „heiligen“ Bücher dieser Religionen, die bis heute zu Gewalt gegen Andersdenkende und als „niedriger“ eingestufte Menschengruppen verführen.

Da sind die freimaurerischen Ideen eines säkularen Völkerlebens, von Toleranz und Vernunft und die Ablehnung jeglichen Fanatismus erlösend, mit denen Voltaire und Friedrich der Große das Zeitalter der Aufklärung einläuteten. Im Jahre 1717 hatte sich die Freimaurerei in der Großloge von London erneuert. Sie hatte 20 Jahre später mit Gründung der Hamburger Loge den Sprung auf das europäische Festland geschafft. Bereits 2 Jahre später trat Friedrich der Große der Freimaurerei bei, von der er sich so viel erhofft hatte wie von der Freundschaft zu Voltaire. Von beiden wurde er enttäuscht.

Was er nicht mehr miterlebt hat, ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10.12.1948. „Die Menschrechte“ – deren erster Satz im ersten Artikel lautet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren…“ – diese Menschenrechte „wurden von Freimaurern formuliert“, berichtet die Frauen-loge „Mehr Licht!“ aus Freiburg i.Br. nicht ohne Stolz.

Würden sich alle Menschen dieser Erde an die Menschenrechte halten, das Zeitalter der Kulturkämpfe und der Glaubenskriege wäre Vergangenheit. Weil Frauen jetzt in der Politik stark im Kommen sind, habe ich mich im Weltnetz nach Frauenlogen umgesehen. Und siehe da: Durchgehend auf nachtblauem Hintergrund sind in Goldschrift etliche Werbetexte der verschiedenen Frauenlogen in Deutschland zu lesen.

Was man erfährt, ist wunderschön: Die Freimaurerinnen und Freimaurer streben nach Selbsterkenntnis und Höherentwicklung, wollen sich in Selbstbeherrschung üben und suchen nach Erkenntnis der „Wahrheit“ und nach Weisheit. Dazu passen sehr gut, finden sie, die Symbole der Steinmetze wie Zirkel und rechter Winkel, aber auch Dreieck, Quadrat, Rechteck, Kubus, Fünfstern, Sonne, Mond und der Regenbogen, das G – angeblich für Granatapfel, dem Symbol für weibliche Weisheit (aber es steht auch für Gematria, die kabbalistische Zahlenmystik) –, und weiterhin passen nach Meinung der Schwestern und Brüder zu ihren Idealen der rauhe Stein, die Säulen, der Tempel, die Kette.

„Es gibt aber … keine Lehrmeinung, welche sagt, der rechte Winkel bedeutet dies, Punkt. Jeder Freimaurer ist frei, für sich selbst jedes Symbol mit den für ihn gültigen Inhalten zu ergänzen“, schreibt die Meisterin vom Stuhl der Freimaurerinnen-Loge von Hannover mit dem schönen Namen „Im Kreise des Granatapfels“. Von den Ritualen und Erkennungszeichen läßt sie uns nichts wissen, nur ein einziger Satz weist auf die Eindrücklichkeit der Einweihungs-Zeremonie hin:

„Die Suchende“ – das ist die, die aufgenommen werden möchte und dafür nach Überprüfung ihrer Persönlichkeit und ihrer Lebensverhältnisse für geeignet befunden wurde, sie muß frei und gebildet sein und über genügend Geldmittel verfügen, um ihre wohl nicht geringen Mitgliederbeiträge und zusätzliche Entgelte für die Eintritts-Einweihung und alle folgenden Stufen-Einweihungen bezahlen zu können, die Suchende also – „wird bei ihrer Einweihung mittels einer sehr komplexen Symbol- und Bilderwelt imprägniert (= ausgerüstet, gestärkt). Dieser Vorgang bleibt für ihr Unbewußtes unvergeßlich. Freimaurerin bleibt sie damit bis an das Ende ihres Lebens. Auch dann, falls sie aus der Loge austritt.“

Das hört sich ja nicht recht nach Freiheit und Menschenrecht an. Da scheint die Schwesternkette doch mehr an eine Fessel als an ein Band der Freundschaft zu erinnern. Dennoch versichert der freimaurerische Arbeitskreis Bielefeld: „In unserem Bund gibt es kein: „Du sollst“, „du mußt“, „du darfst nicht“ … Es gibt keine Dogmen.“

Das wäre ja wirklich die Lösung aller religiösen Zwistigkeiten, aller Trennung zwischen den Menschen dieser Erde. Endlich könnten sich alle zusammenfinden in der Erkenntnis, daß die Religionen das Eine Göttliche nur mit verschiedenen Riten und Symbolen verehren und es nur mit verschiedenen Namen benennen, und über allem stünden Geistesfreiheit und Toleranz.

Wie die Symbole der Freimaurerei sind ja die Sinnbilder aller Religionen uralt. Sie stammen teilweise aus der Altsteinzeit. Da ist zum Einen die Dreiheit. Marie König (Quellennachweis 1) hat sie in den eiszeitlichen Höhlen vorgefunden und fotografiert. Wir finden die Dreiheit immer wieder in Märchen und Mythen, so auch in der Freimaurerei u. a. im Dreieck, bei den 3 Hammerschlägen, die wir auch in der Musik des Freimaurers Mozart immer wieder hören.

Auffallend ist die Dreiheit, die auf Figuren und Zeichnungen männlicher Tiere dargestellt ist. In der antiken Vorstellungswelt vieler Völker galt der Stier bzw. der Widder oder der Bock jeder Hörner tragenden Tierart als Sinnbild der Fruchtbarkeit und des Zeitmaßes, versinnbildlicht mit der Darstellung der Mondphasen.

Auf dem Bild sehen wir die Zeichnung eines Wisentbullen aus der Höhle La Grèze in Frankreich. Die geniale Linienführung beweist die hohe Kultur der Frauen und Männer von vor 10- bis 20000 Jahren. Einzig die Perspektive des Gehörns stimmt nicht. Das rechte Horn ist in die Ebene des linken herübergedreht gezeichnet. Das muß seine Bedeutung haben. Doch welche?

Marie König, weit ab von der üblichen Plattheit, die Wandmalereien der eiszeitlichen Höhlen allein mit Jagdzauber zu erklären, sieht in ihnen vielmehr Zeichen der Erkenntnis kosmischer Zusammenhänge und deutet die Zusammenstellung der Hörner mit dem Auge in ihrer Mitte als die drei Mondphasen: zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond.

Die Religionswissenschaftlerin Gerda Weiler (Quellennachweis 2) geht noch einen Schritt weiter, indem sie die Gesamtdarstellung der Hörner mit dem Auge in ihrer Mitte als Sinnbild der Schöpfung, der Erscheinungswelt mit ihren Lebewesen sieht, die geboren werden und aufgehen – wie der zunehmende Mond –, die Vollreife erlangen – wie der Vollmond – und altern – wie der abnehmende Mond –, um nach einem Aufenthalt in der Unterwelt – wie beim Neumond – wiedergeboren zu werden.

In den antiken matriarchalen Mythen wird die vom Männlichen verkörperte Erscheinungswelt, die Schöpfung, als von der Großen Muttergottheit jungfräulich, uranfänglich, also spontan aus sich heraus hervorgebracht angesehen. Die Schöpfung ist ihr Sohn, der Göttinsohn, der zugleich ihr Heros und Geliebter ist. In der Liebe zwischen göttlicher Schöpfungsmacht und ihrem Sohngeliebten zeigt sich tiefe Weisheit der Altvorderen von der Gottgeeintheit der Schöpfung.

Männliche Schöpfergötter wie die späteren Vatergötter gab es in der Frühzeit nicht. Das sollte sich später ändern. Nun konnte auch ein Vater gebären: Adam schuf Eva aus der Rippe und der zum obersten Gott aufgestiegene Zeus die Athene aus dem Kopf. Immerhin verwandelte Zeus sich wieder in einen Stier, als er um Europa warb. Da erinnerte er sich an sein ursprüngliches Dasein als Stier- und Wettergott.

Gehörnte Tiere, den Widder, weist auch Elisabeth Neumann-Gundrum nach, und zwar in den steinzeitlichen Skulpturen in Deutschland, wo demnach einst die gleiche matriarchale Kultur geherrscht haben wird. Neumann-Gundrum schreibt: „… längst ist es geschichtlich erwiesen und allgemein bekannt, daß die Menschheit den Ursprung sinnbildlich Jahrtausende früher ,Mutter’ als ,Vater’ nannte …“ (Quellennachweis 3)

Wie der Mond, wie die Sonne, wie die Vegetation, wie ein Menschenleben aufgeht, voll erblüht und wieder untergeht, so wurde dieser 3-phasige Lauf des Lebens in Festen zelebriert, in denen der Heilige König nach der Heiligen Hochzeit mit der Vertreterin der Großen Mutter, der Hohepriesterin, geopfert wurde. Sein Opfer wurde später ersetzt mit dem Opfer eines Stieres, Widders oder Ziegenbocks als sein Sinnbild.

Gerda Weiler erwähnt eine altägyptische Priesterschrift, in der der Gott Abrahams „El Šaddai“ als Berg- und Gewittergott auftritt. Er wird auch mit dem Teufel gleichgesetzt. Auch der Teufel trägt Hörner und den Bocksfuß. „Die Bibel setzt Šaddai in der Moses-Verkündigung mit JHWH gleich“, erklärt Weiler. „JHWH ist einst ein matriarchaler Gott des Berges gewesen wie andere Götter des Vorderen Orient. Auf dem Berge Karmel tritt er in Wettstreit mit Ba’al, wer von beiden der fähigere Wettergott sei.“ (Quellennachweis 4) Klar, daß in der Bibel (1. Kön. 18) JHWH der bessere Regenmacher ist!

Im 5. Buch Mose verkündet JHWH denn auch: „Werdet ihr meine Gebote hören … so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, daß du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein Öl.“ (Quellennachweis 5) „JHWH“, berichtet Weiler weiter, „begegnet uns in diesen Texten als der Jahreszeitengott, der seine Kraft im segensreichen Regen offenbart; er ist Fruchtbarkeitsgott wie Adon [Adonai], Ba’al oder Tammuz. Und er ist auf dem Berge zu Hause.

Dem Mose offenbart er sich auf dem Sinai, in eine Wetterwolke gehüllt. Er ist der Gott des tätigen Vulkans, der tags in einer Rauchwolke, nachts in einer Feuersäule erscheint. JHWH will auf dem Heiligen Berg Zion in Jerusalem angebetet werden, und bis in die Evangelien reichen die Offenbarungen des Gottes auf dem Berge. Es gibt den Berg der Bergpredigt, den Berg der Verklärung und Golgatha, den Berg, auf dem der Gott stirbt, um wiedergeboren zu werden.

Am dritten Tage wird er wieder auferstehen, ebenso wie JHWH, von dem im Kult gesagt wird: ,Er macht uns lebendig nach zwei Tagen und wird uns am dritten Tage wieder aufrichten; … denn er wird hervorbrechen wie die schöne Morgenröte und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Spätregen, der das Land feuchtet.’ …“ (Quellennachweis 6)

Auch Jesus wurde geopfert, und zwar als „Lamm Gottes“, also JHWHs. Hildegard von Bingen und noch Martin Luther schreiben „Christi Bocksblut“ die welterlösende Kraft zu. Drei Tage nach seiner Grablegung sei er wiederauferstanden, berichten die Evangelien. Drei Tage bleibt auch der Mond unsichtbar (bei Neumond), ehe er sich mit schmaler Sichel wieder am Himmel zeigt. Und beim Abendmahl ißt die Gemeinde den Leib Jesu sinnbildlich auf und trinkt sein Blut.

Neu bei der Jesuslegende ist unter anderem, daß er als Unschuldslamm wie der alttestamentarische Sündenbock alle Schuld der Welt auf sich abwälzen lassen mußte. Die Welt, so heißt es, sei durch Jesu Opfertod nun erlöst, so als ob der schreckliche Dämon JHWH durch das Schlachtopfer milde gestimmt worden sei. Tatsächlich lesen wir in 1. Mose 8:

„20. Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allerlei reinem Vieh und von allerlei reinem Gevögel und opferte Brandopfer auf dem Altar. 21. Und der Herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen … und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebet, wie ich getan habe.“

Ansonsten stimmen die Darstellungen des Jesus auffallend mit denen des Buddha des späteren Mahâyâna überein, das eine ganz neue Form des Buddhismus widerspiegelt und mit dem älteren Buddhismus bricht, wie der dänische Gelehrte Christian Lindtner in seinem Buch zeigt.

Matthäus, der erste Evangelist, hat offensichtlich tüchtig abgeschrieben. Viele Stellen seines Evangeliums sind überhaupt erst verständlich, wenn man die Zahlenwerte der Wörter aus dem Sanskrit mit den entsprechenden griechischen vergleicht, die oftmals dem Ursprungswort aus dem Sanskrit nur rein lautlich, nicht aber vom Inhalt her übereinstimmen.

Doch zurück zum Alten Testament! Dort heißt es von Moses: „Als aber Moses vom Berge Sinai herabstieg, da wußte Moses nicht, daß die Haut seines Gesichtes bei seinem Reden mit JHWH Hörner trug.“ (Quellennachweis 7) JHWH als gehörnter Wettergott färbt auf Moses ab bzw. Moses ist JHWH. JHWH ist zum Herrn der Welt geworden, so wie der griechische Zeus und der römische Jupiter zu Herren des Kosmos geworden sind. Marie König betont: „Jupiter kommt vom Idagebirge; ihm sind alle Vollmondtage heilig, und der Stier ist ihm beigeordnet.“ (Quellennachweis 8) Auch hier also eine Gottheit, nur mit verschiedenen Namen.

„Der Wettergott mit Blitz und Hammer in der Hand ist zum mächtigsten Gott geworden. Er ist unabhängig von der Großen kosmischen Göttin und verkörpert selbst den Himmel“ (Quellennachweis 9), schreibt Weiler. Aber anders als die geheimnisvoll unsichtbar in allem waltende Schöpfergöttin inszeniert dieser neue Gott seinen Auftritt selbstherrlich und megapotent.

Vor dem archaischen Hintergrund wird auch die schreckliche Geschichte von Abraham verständlich, der bereit ist, für JHWH, seinen Herrn, seinen und seiner Ehefrau Sarah Sohn Isaak zu schlachten. Der Engel des Herrn aber konnte gerade noch eingreifen:

„Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, daß du JHWH fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen. Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hörnern hängen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt.“ (Quellennachweis 10)

Nun hatte Abraham aber mit seiner Konkubine Hagar schon 13 Jahre vor Isaak einen Sohn, den Ismael, auf dessen Erstgeburt die Muslime stolz hinweisen, ist Ismael ihnen doch von JHWH/Allah als Stammvater ausersehen worden. Der Koran erzählt nun seine Geschichte vom Schlachtopfer Abrahams, die Moslems nennen ihn Ibrahim:

Danach sagte Ibraham auf einer Wanderung zu Ismael: „Mein Sohn! Ich sah im Traum, daß ich dich schlachten werde. Überleg jetzt und sag, was du meinst! Er sagte: Vater! Tu, was dir befohlen wird! Du wirst, so Gott will, finden, daß ich einer von denen bin, die viel aushalten können. Als nun die beiden sich in Gottes Willen ergeben hatten und Ibraham seinen Sohn auf die Stirn niedergeworfen hatte, riefen wir (Allah) ihn an: Ibraham! Du hast durch die Bereitschaft zur Schlachtung deines Sohnes den Traum wahr gemacht. Damit soll es sein Bewenden haben. So vergelten wir denen, die fromm sind. Das ist die offensichtliche Prüfung, die wir Ibraham auferlegt haben. Und wir lösten ihn mit einem gewaltigen Schlachtopfer aus.“ (Quellennachweis 11)

So findet in den muslimischen Ländern bis heute alljährlich das Schlachtopferfest statt. Die türkische Schriftstellerin und Soziologin Dr. Necla Kelek berichtet:

„… sehr konkret werden überall in der Welt anschließend [an die Fastenzeit Ramadan wie auf der Pilgerfahrt nach Mekka] Millionen Tiere – Schafe, Ziegen, Rinder und Kamele – in Schlachthäusern und auf Straßen, in Badezimmern und auf Balkonen nach muslimischem Ritus geschlachtet. Juden und Muslime bevorzugen das Schächten, das Töten des unbetäubten Tieres mit einem einzigen Messerschnitt quer über die Halsunterseite … Das Tier muß anschließend völlig ausbluten, damit es … sauber ist.“ (Quellennachweis 12) Die Juden sagen koscher.

Necla Kelek hat Opferfeste noch in ihrer Kindheit in Istanbul miterlebt, ehe sie mit 11 Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland auswanderte. Damals, schreibt sie, wäre „keiner der Familien, die bei uns im Viertel wohnten, in den Sinn gekommen“, ein Tier zu schlachten. „Das Schlachten war eine Sache der Dörfler in Anatolien, moderne Istanbuler gaben Geld für Armenspeisungen oder drückten an diesem Tag den Bettlern auf der Straße ein paar Münzen mehr in die ausgestreckte Hand.“ (Quellennachweis 13) Denn das Teilen mit den Armen gehört bei den Moslems zum Opferfest dazu.

„Als ich dreißig Jahre später wieder zum Opferfest in Istanbul war, hatte sich das Bild völlig verändert. Die große grüne Stadt am Meer ist ein Moloch geworden, in dem es von Menschen nur so wimmelt … Attatürks Republik hat eine westlich orientierte bürgerliche Schicht und ein Industrieproletariat entstehen lassen – die verarmende Landbevölkerung hat sie nicht erreicht. Dort sind die alten Stammesbräuche Gesetz geblieben.“ (Quellennachweis 14)

Und dann beschreibt Kelek „ein grausiges Spektakel“. Die anatolischen Neubürger in der 12-Millionen-Stadt begingen ihr Opferfest. Sie zitiert dazu die Zeitung Hürriyet vom 21. Januar 2005:

„ … viele Bürger … wollten es eigenhändig bei sich zu Hause, im Garten oder auf der Straße erledigen. Sie gingen in Parks, auf die Straße, auf den Balkon, sogar auf Kinderspielplätze. Sie banden die Tiere an Bäume und an Laternenpfähle, auf Spielplätzen an die Kinderschaukeln und an die Basketballkörbe … Innereien, Pansen, abgeschlagene Köpfe ließ man zurück. Ganz Istanbul war ein Blutbad. Dieses Land will nach Europa …“ (Quellennachweis 15)

Da bei diesen Leuten auch vom Teilen nicht mehr die Rede ist, sie statt dessen lieber alles allein behalten wollen, hat dieses Opferfest auch den letzten Rest des ursprünglichen kosmischen Sinnes verloren. Mit dem sinnentleerten, grausamen Abschlachten von Tieren wollen diese Menschen Allah Vorteile für sich abpressen.
Tierquälerei ist in der heutigen monotheistischen Welt an der Tagesordnung. Tiere haben keine Seele.

So bestimmen es die patriarchalen Texte seit 3000 Jahren bis hin zu Philosophen der europäischen Aufklärung. Tiere wurden zu beweglicher Habe, über die der Mensch frei verfügen kann nach dem Gebot JHWHs: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan und herrschet … über alles Tier, das auf Erden kreucht.“ (Quellennachweis 16)

„Der Absturz der Religionen vom Gotterleben“, den Mathilde Ludendorff in ihren Werken benennt, könnte uns nicht deutlicher vor Augen geführt werden, und wir haben gesehen, wie das sogenannte niedere Volk die Sinnbilder seiner uralten Mythen nicht mehr versteht und glaubt, mit Äußerlichkeiten seine Götzen beeinflussen bzw. Punkte sammeln zu können für ein Leben nach dem Tode.

Dieses Abstürzen von der ursprünglichen Weisheit ist eine gleichmäßig über alle Erdteile ausgebreitete Erscheinung. So ist erklärlich, daß die Sinnenden aller Zeiten und Völker versuchten, sich von der Menge zurückzuziehen. Ihre eingeweihten Anhänger und Priester – nun ausschließlich Männer wie ihre männlichen Götter – machten dann aber den gleichen Fehler wie das von ihnen verachtete verständnislose „niedere“ Volk: Sie zerrten die Weisheit vom Unendlichen herab in die Begrenztheit der Erscheinungswelt und bildeten das Kastenwesen.

Indien In Indien waren z. B. die Brahmanen die Erfinder des Kastenwesens. Nach ihrer Ansicht wird man in seine Kaste hineingeboren, je nach dem, wie man im vorherigen Leben Punkte gesammelt hat. Man hat sich also seine Zugehörigkeit zu einer Kaste selbst zuzuschreiben. Und ein Entrinnen gibt es daraus nicht.
Frauen sind in solchen Verhältnissen völlig rechtlos, auch wenn sie der höchsten Kaste der Brahmanen angehören. Sie leben in jeder Kaste auf Gnade und Barmherzigkeit ihrer Ehemänner und müssen jederzeit mit unvorstellbaren Grausamkeiten rechnen.

Frauen gelten in dieser sogenannten Kultur als unrein. Deshalb dürfen sie z. B. auch das Essen nicht richten. In der Küche kocht der Mann. Denn wer berührt, was eine Frau berührt hat, wird selbst unrein.

Soweit kann es Menschenwahn kommen lassen. So mag vielleicht der ägyptische Pharao Amenophis IV., der sich Echnaton nannte, von den religiösen Unsitten angewidert gewesen sein, wahrscheinlich beeinflußt von seiner Mutter und von seiner Gattin Nofretete, als er bei Regierungsantritt 1365 v. u. Z. mit der Vielgötterei aufräumte und dem Volk den Sonnengott Re, auch Aton genannt, als alleinige, das All und vor allem sein Reich einende Gottheit vorschrieb. Er ließ die Altäre und Tempel und die Bildnisse der Vielgötterei zerstören und untersagte dem Volk seine altüberkommenen Feste.

Das ägyptische Volk litt, und als Echnaton nach 16 Amtsjahren gestorben war, holte es sich das Verlorene zurück und vernichtete das Andenken an Echnaton und seine Gemahlin Nofretete beinahe restlos. Zurück blieb das Trauma einer religiösen Radikalität, wie sie bis dahin unbekannt gewesen war.

Von einigen Forschern wird nun vermutet, daß Moses Echnaton sei. Aber der Monotheismus Echnatons unterscheidet sich grundlegend von dem mosaischen. Denn JHWH blieb ein persönlicher Gott mit ausgesprochen menschlichen Zügen. Der Sonnengott Aton jedoch hatte die Gestalt der Sonne, war aber ansonsten eine eher abstrakte Idee. Dennoch galten beide als männlich. Die Weiblichkeit der all-einigen, all-einenden Gottheit war verleugnet.

Der große Zionistenführer Nahum Goldmann hat sich einmal sehr stolz über den Monotheismus als „Erfindung“ des Judentums und Geschenk an die Menschheit geäußert. Somit komme den Juden das Verdienst zu, die Vielgötterei durch die „überlegene“ Lehre von dem Einen Gott abgelöst zu haben. Denn der Hebräer Moses sei es gewesen, der die Gesetzestafeln von dem Eingott JHWH empfangen habe, deren zwei ersten Gebote lauten:

1. Du sollst keine Götter haben neben mir.
2. Du sollst dir kein Bildnis machen.

Diese Gebote hat auch Allah seinen Anhängern, den Moslems, gegeben. Auch sie sollen sich kein Bildnis von ihm machen. So habe Ibrahim mit Ismael in Mekka die schwarzflächige Kaaba errichtet, einen Ort der Gottesanbetung ohne Kultbildnis. „Die bedeutendste Kaaba (ist) das Herz-Haus des gläubigen Menschen“, habe Ibn Arabi, der arabische Mystiker im 13. Jahrhundert in seinen Mekkanischen Offenbarungen geschrieben. Selbst Himmel und Erde seien „zu begrenzt, ihn [Allah] zu halten.“ Der wahre Gläubige erfahre Gott nicht mit seinen Sinnen, sondern nur durch sein Herz. (Quellennachweis 17)

Der Ägyptologe Jan Assmann behauptet nun in seinem Buch „Moses der Ägypter“, gestützt auf eine Reihe von Geschichtsforschern der Vergangenheit – angefangen von Rabbi Moses ben Maimon, genannt Maimonides, bis hin zu Friedrich Schiller –, Moses habe sich Echnaton zum Vorbild genommen, denn er sei ja in Ägypten aufgewachsen und erzogen worden.

Assmann zeigt, daß mit dem mosaischen JHWH gleichzeitig etwas völlig Neuartiges in den Bereich der Religion eingeführt wurde, nämlich die „Unterscheidung in wahr und unwahr“. „Der Raum, der durch diese Unterscheidung zuallererst geschaffen wird, ist der Raum des jüdisch-christlich-islamischen Monotheismus“, schreibt Assmann. Daher nennt er diese Konstruktion die „mosaische Unterscheidung“. (Quellennachweis 18)

Die so sehr verabscheute Vielgötterei der „Heiden“, „Primitiven“, „Unreinen“ dagegen hatten eine solche Unterscheidung in wahr und unwahr bis dahin nicht gekannt. Ihre Gottheiten trugen zwar verschiedene Namen, die die jeweiligen Stämme und Völker ihnen verliehen hatten, aber in ihrem Wesen unterschieden sie sich von Volk zu Volk nicht. Ihre Gottheiten waren, wie Assmann in Übereinstimmung mit den Matriarchatforscherinnen unserer Zeit betont, „international, weil sie kosmisch waren … niemand bestritt die Wirklichkeit fremder Götter und die Legitimität fremder Formen ihrer Verehrung. Den antiken Polytheismen war der Begriff einer unwahren Religion vollkommen fremd.“ (Quellennachweis 19)

„Die abendländische Kunst – wenn sie dem Weiblichen theologisch auch längst alle kosmischen Kräfte abgesprochen hat – bildet Maria noch immer als Große Göttin im Vollbesitz ihrer schöpferischen universalen Kräfte ab“, schreibt Weiler, „mit Symbolen ihres die gesamte Schöpfung umfassenden himmlischen Königinnentums ausgestattet: Sie trägt den Weltenmantel, das himmlische Kleid … Sie leuchtet im Strahlenkranz der Sonne, sie erhebt sich über den Mond …“ (Quellennachweis 20)

Als männlich galt die Schöpfung als Göttinsohn, dargestellt auch als Wetter- und Fruchtbarkeitsgott in Stiergestalt, beheimatet auf einem Berg, mit Bezug zum Mond und damit zur Zeit. Seit aber „… bekannt ist“, schreibt Weiler, „daß der Mond sein Licht von der Sonne empfängt, wird die“ – bisher weibliche – „Sonne für das Prinzip des Männlichen in Anspruch genommen. Der Mondgott wird zur Mondgöttin …“ (Quellennachweis 21)

Im Deutschen und auch bei den nordeuropäischen Völkern blieb die Sonne weiblich und der Mond männlich. Denn – erklärt Weiler:

Greichen Tempel „Erst das Griechentum hat den Mond feminisiert. Das Christentum hat diese Ideologie übernommen. Aber in Deutschland kam es zu spät, um noch Einfluß auf die Sprache nehmen zu können. Das gotische Wort mena, schwedisch mane aus der Verbalwurzel med, die für ,wandern, abschreiten, abstecken, messen’ steht, legt für den Mond die Bedeutung Wanderer am Himmelszelt nahe. Die germanische Sprache ist in diesen Landen gesprochen worden, bevor die Römer nach Norden gezogen sind, und es ist den Eroberern nicht gelungen, den germanischen Mondgott-Kult durch Luna, die Mondgöttin, zu verdrängen.

Frankreich ist von der Christianisierung zuerst erfaßt worden. In den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung war die französische Sprache aufgeschlossener gegenüber dem Einfluß aus Rom, so daß es gelang, den Mond zu feminisieren. Über den französischen Himmel gleitet la lune Nacht für Nacht. In Deutschland wehrten Frauen und Männer sich noch am Ende des ersten christlichen Jahrtausends gegen die kulturelle Kolonisierung aus Rom. Hier gab die Sprache dem Druck der Überfremdung nicht mehr nach. Der Mond blieb männlich.“ (Quellennachweis 22)

Und Gerda Weiler hält wie Jan Assmann fest, daß bis in die Jungsteinzeit hinein „die Religion der Himmelsgöttin tatsächlich eine Weltreligion der frühen Menschen gewesen ist“, (Quellennachweis 23) eine Religion der alleinigen und alleinenden Gottheit, die aber verschiedene Namen trägt.

So trägt die Gottheit mit ägyptischem Namen Ma’at „nicht nur eine Straußenfeder auf dem Kopf – die Straußenfeder ist ihre Hieroglyphe, das heilige Erkennungszeichen ihrer ordnenden Macht. Ma’at ist das Hauptprinzip der Welt, dem der Pharao zeitlebens verpflichtet ist. In der Ma’at ist die prähistorische Vogelgöttin zur menschengestaltigen Göttin geworden …“ (Quellennachweis 24)

Das Zeichen für die Gottheit mit dem Namen Isis ist der Thron. Oft ist die Gottheit mit dem Anch-Zeichen für Leben abgebildet. Das gleiche Sinnbild meint die Venus und das Weibliche schlechthin. Bei den Tuareg wurden Figürchen gefunden, denen das Anch-Zeichen zu Grunde liegt.

„Die Himmelsgöttinnen breiten ihre Flügel aus und hüllen die Menschen, welche sie schützen wollen, wie in einen Mantel ein“, lesen wir bei Weiler und weiter: „In der ägyptischen Hochkultur sind es die Pharaonen, die von den Flügeln der Göttin beschattet werden.“ (Quellennachweis 25) Im Christentum erinnert der Schutzengel an sie.

Noch Marc Aurel läßt seinen Lucius von der Gottheit träumen:

„Da bin ich, Lucius, durch dein Gebet gerührt, die Mutter der Natur, die Herrin aller Elemente, erstgeborenes Kind der Zeit, die Höchste der Gottheiten, Königin der Toten, Erste der Himmlischen, die alle Götter und Göttinnen in einer Erscheinung vereinigt … die alleinige Gottheit, welche unter mannigfacher Gestalt, verschiedenartigen Riten und vielerlei Namen der ganze Erdkreis verehrt, so nennen die Phrygier … mich Pessinuntia …, die Athener … nennen mich kekropische Athena, die Kyprier nennen mich paphische Venus, die Kreter Diktyna, die Sizilianer ortygische Proserpina; die Eleusinier nennen mich Demeter, andere Hera, wieder andere Bellona und Hekate und Rhamnusia. Aber die Äthiopier und die Ägypter, die die ursprüngliche Lehre besitzen, ehren mich mit eigenen Bräuchen und nennen mich mit meinem wahren Namen Königin Isis.“ (Quellennachweis 26)

Die Germanen nannten die uranfängliche Gottheit Kleito, Jörd, Freia. Wir wissen nur so wenig von ihr, weil Ludwig der Fromme uns unsere Wurzeln gekappt hat.

„Isis wird die ,zehntausendnamige’ genannt“, hebt auch Assmann hervor, „sie ist der letztinstanzliche Referent aller Gottesnamen … Gott (hat) entweder alle oder gar keinen Namen …, da er Eines und Alles ist.“ (Quellennachweis 27) Hier ist Isis zwar flugs zum „Er“ geworden. Das „Sie“, kaum aufgetaucht, ist schon wieder verschwunden, aber sonst stimmt Assmann mit Weiler und anderen Autoren überein.

Isis und Horus Doch was trieb nun Moses dazu, den grausam blutrünstigen, rachsüchtigen Herrschergott JHWH für seine Juden zu kreieren? Hatten sich die Israeliten doch „angesichts des höheren Alters und fortgeschritteneren Niveaus der ägyptischen Kultur … so vollständig den ägyptischen Riten und Sitten (angepaßt), daß es nicht möglich war, einen einzigen Unterschied in der Lebensform beider Völker herauszufinden“, schreibt Assmann und führt seinen Gewährsmann Spencer an, der die rabbinische Quelle zitiert, „die besagt, daß, wo immer die Israeliten in der Wüste haltmachten, sie damit anfingen, sich Götzen zu machen.“ Die Götzen, die sie sich machten, waren ägyptisch. Der klarste Beweis ist das Goldene Kalb, das schon die alten Autoren … als Apis-Stier identifiziert hatten. Sie beteten zu dem Gott, den sie kannten, und nicht zu Mosis ,unbekanntem Gott.’“ (Quellennachweis 28)

Diesen Rückfall in die verbotene „Idolatrie“, die sog. Götzenanbetung, wollte JHWH unnachsichtig bestrafen, ließ sich aber durch Moses mit dem Hinweis auf „Abraham, Isaak und Israel“ davon abbringen, das „halsstarrig Volk“ zu „vertilgen“. „Also gereuete den Herrn das Übel, das er dräuete seinem Volk zu tun.“ (Qullennachweis 29)
„Begriff und Verabscheuung der Idolatrie wurden immer stärker im Lauf der jüdischen Geschichte“, fährt Assmann fort. Je später die Texte, desto stärker herausgearbeitet seien Abscheu und Spott, mit denen die Hebräer die Götzendiener überschütten.

Im 115. Psalm zum Beispiel heißt es:

3. Aber unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.
4. Jener Götzen aber sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht.
5. Sie haben Mäuler und reden nicht; sie haben Augen und sehen nicht;
6. sie haben Ohren und hören nicht; sie haben Nasen und riechen nicht;
7. sie haben Hände und greifen nicht; Füße haben sie und gehen nicht; sie reden nicht durch ihren Hals.
8. Die solche machen, sind ihnen gleich, und alle, die auf sie hoffen.
9. Aber Israel hoffe auf den Herrn! …
11-15 … Der Herr denkt an uns und segnet uns; er segnet das Haus Israel … Ihr seid die Gesegneten des Herrn …

Mosis Ein-Gott ist somit wie die sogenannten Götzen ein persönlicher Gott, nur unerreichbar weit außerhalb und keineswegs mehr liebend mit der irdischen Lebenswirklichkeit vereint, die nun zum Jammertal wird.

Das strenge Gebot „du sollst dir kein Bildnis machen!“ wird zwar später von der katholischen Kirche übertreten, ist aber ein Anklang an die Weisheit, die Menschen des Altertums aller Länder in ihren Mythen zum Ausdruck gebracht haben von der Schöpfungsmacht einer uranfänglichen Gottheit, die das Weltall mit seiner ganzen Mannigfaltigkeit der Lebensformen gebar, weiterhin durchdringt und in sich vereinigt, die dann aber in Bildnissen weiblicher Menschengestalten versinnbildlicht wurde.

pyramide „Der Absturz der Religionen vom ursprünglichen Gotterleben“ und der Absturz aus jener Kultur ist auch am Verlauf der ägyptischen Geschichte abzulesen, wie auch Weiler zeigt:

„… Hatschepsut, die große Pharaonin auf dem ägyptischen Thron, erkannte ihren göttlichen Auftrag darin, die ,Ma’at zu verwirklichen’.

Die Ordnung der matriarchalen Weisheitsgöttin zu erfüllen, war der Sinn ihres Lebens. Wenige Jahrhunderte später beansprucht Ramses II. die Ma’at als Schutz für seine Person …

In einer Inschrift sagt Ramses II. von sich:

Höret, ich spreche zu euch, ihr Menschen alle,
Meine Soldaten insgesamt,
Ich bin Re, der Herr des Himmels,
Der auf der Erde ist.

Ramses triumphiert, weil Ma’at seine Feinde zu Boden geworfen habe. Aus der Weisheitsgöttin ist eine Kriegsgöttin geworden, deren vordringliche Aufgabe es ist, den Königen zu dienen. Diesen Verfall ihres Charakters machen auch andere Weisheitsgöttinnen durch; am bekanntesten ist die griechische Athene, die eine Tochter der Weisheitsgöttin Metis gewesen ist, bevor sie vom patriarchalen Mythos als Tochter des Zeus und Kriegsgöttin der Griechen vereinnahmt wird.

Parallel mit dieser Entwicklung wählt nicht mehr die Priesterin den Geliebten in sein königliches Amt, sondern der siegreiche Krieger fordert sein Recht. Im Schatten dieser Macht verkommt die Heilige Hochzeit zur Tempelprostitution. Zwar verfügen die Tempelpriesterinnen im frühen Heldenzeitalter noch souverän über sich selbst und stellen dem männlichen Macht-Habertum die Seinsmacht des weiblichen Lebens entgegen.

Als aber Priester ihre Herrschaft über den Tempel durchsetzen, verkaufen sie die Liebe der Priesterinnen gegen Geld oder Geschenke. Später wird ganz allgemein von jeder Frau gefordert, daß sie sich einmal im Leben im Tempel zur Ehre des Gottes darbieten müsse. Die Tempelprostituierte der patriarchalen städtischen Zivilisation ist die Vorgängerin der säkularisierten Straßenhure im Zeitalter der patriarchalen Herrschaft …

Die Liebe als hohes Fest ist vergessen. Die Heilige Hochzeit findet nicht mehr statt. Gewalt ist zum Mittel der Machtdurchsetzung geworden. Der Krieg ist der Vater aller Dinge, dem die Liebe zum Leben geopfert wird.“ (Quellennachweis 30) Verliererin auf der ganzen Linie war und ist weltweit das weibliche Geschlecht.

Dieser religiösen Heruntergekommenheit entfliehen zu wollen, wie berechtigt ist dieser Wunsch! Israel trennt sich von Ägypten. Sein „Exodus“, der Auszug der Kinder Israels aus Ägypten, der geschichtlich nicht nachweisbar und daher nur als Sinnbild zu werten sei, sei der Ausdruck seiner Unterscheidung von den Andern, erklärt Assmann. Israel als das Eine nahm Abstand vom Andern, und „Ägypten“ galt ihm fortan als Name für das Andere, das Ausgegrenzte, Verworfene, Kranke, religiös Unwahre und wurde ihm zum Inbegriff des Heidnischen. (Quellennachweis 31)

Tora Ich zitiere hier nur zwei Stellen aus dem Talmud stellvertretend für viele andere auch in der Tora und im Schulchan Aruch: „Nur die Juden sind Menschen, die Nichtjuden sind keine Menschen.“ (Kerithuth 6b, Jebhammoth 61a) „Das große Gesindel sind die Völker der Erde, sie sind finster und werden Nichtjuden genannt.“ (Sohar III. 125a)

Ägyptens Bild-Kult wurde „zur furchtbarsten Sünde“ erklärt. Der Begriff „Idolatrie“, Götzendienst, wurde schon damals in der Antike eingeführt mit der Bedeutung des Verächtlichen, Unreinen, wie sie auch heute noch in unserem Begriff des „Götzendienstes“ weiterbesteht.

Wie der „Exodus“ eine symbolische Geschichte sei, schreibt Assmann, so sei „das Gesetz … eine symbolische Rechtsordnung, und Moses ist eine symbolische Gestalt. Die ganze Konstellation von Israel und Ägypten ist symbolisch und steht für eine ganze Reihe von Unterscheidungen und Gegensätzen.“ Denn, so Assmann, was Ägypten erlaubt ist, ist Israel verboten, und zwar nur deshalb, weil es bei den anderen erlaubt ist. Das Verbot dient der Abgrenzung, dem Bewußtsein des Anders-Seins. „Aber die leitende Unterscheidung ist die zwischen wahrer Religion und Götzendienst.“ (Quellennachweis 32)

So fordert JHWH die Unterwerfung unter sein kompliziertes Gesetzeswerk, das das Leben der Juden mit 613 Gesetzen pedantisch genau bis ins Kleinste regeln soll. Diese Gesetze sind teils absurd, wie Paul Spiegel das einmal bei Kerner deutlich werden ließ, und er teilte dann auch offen mit, daß man sich in der Führung der Judenheit vor noch nicht langer Zeit Gedanken darüber gemacht habe, ob es nun nicht an der Zeit sei, diese Gesetze abzuschaffen.

Man habe sich dann aber doch dazu entschlossen, die 613 Gesetze bestehen zu lassen, weil sie sich als das Mittel erwiesen hätten, das über die Erde verstreute Volk der Juden bis auf den heutigen Tag zusammenzuhalten, indem es sie von den anderen Völkern unterschied und absonderte.

Neu war bei Moses also nicht die Ein-Gott-Lehre. Neu war die „mosaische Unterscheidung“ in wahr und unwahr. Wie Echnaton ging es Moses nicht nur um den Monotheismus an sich, es ging um Machtpolitik. In seiner Berliner Dissertation von 1894 schreibt Breasted: „Es kann kein Zufall sein, daß der Gedanke eines Universalgottes in Ägypten in dem Augenblick entstand, als der Pharao von der gesamten Welt seiner Zeit Tribut empfing.“ (Quellennachweis 33)

Wie Echnaton hatte Moses auf die alten Kulturen zurückgegriffen. So war auch die Beschneidung, durch die JHWH die Seinen erkennt, nicht mosaische Erfindung:

„… Die klassischen Quellen stimmen darin überein“, schreibt Assmann, „daß die Beschneidung zuerst bei den Ägyptern und Äthiopiern aufkam und sich von dort in andere Gegenden des Vorderen Orients bis nach Kolches am Schwarzen Meer verbreitet habe … Völker, die die Beschneidung angenommen haben, sagt Freud, ,fühlen sich durch sie erhöht, wie geadelt, und schauen verächtlich auf die anderen herab, die ihnen als unrein gelten.’ … „Auf keinen Fall durften sie [die Juden] hinter diesen zurückstehen.“ (Quellennachweis 34)

Auch die Sprache dient der Betonung des Andersseins, sie ist die der Krankheit. Sowohl Ägypten wie Israel bezeichnen den jeweils Anderen als „Aussatz“, „Pest“, „Krätze“. Dem „auserwählten Volk“ nun ist von JHWH die Weltherrschaft verheißen. Viele Stellen in Tora und Talmud sprechen davon.

Dafür arbeiten auch unzählige Gojim rund um den Erdball, die Brüder Freimaurer und neuerdings auch die Schwestern Freimaurerinnen, indem sie – symbolisch gesprochen – am Tempel Salomos bauen. Das Bild zeigt den Jerusalemer Tempel, wie er in der Bibel beschrieben ist. Auch hier sehen wir den Stier wieder. Bei Ludendorff lesen wir:

„In der Festschrift des Bne-Briß-Ordens 1902 schreibt Dr. Gustav Karpeles: „Die Idee der Freimaurerei ist aus der Judenzeit hervorgegangen, als ihr Gründer gilt König Salomo, der Israels höchste Blüte gesehen hat. Worte und Bezeichnungen sind größtenteils dem Hebräischen entnommen.“

Die „Grundverfassung“ der großen Landesloge von Schweden schreibt: „Der weise König Salomo wird als Stifter und erster Großmeister des Ordens genannt; in der von demselben errichteten Fundamentalkonstitution ist verordnet, daß die großmeisterliche Würde in seinem“ – dem jüdischen – „Geschlecht bleiben soll.“ (Quellennachweis 35)

Die freimaurerische Hierarchie aber – Hierarchie heißt ja „Heilige Ordnung“ – ist nicht die matriarchale, der das demokratische Prinzip des „Runden Tisches“ entspricht, die „der kosmischen Ordnung abgelauscht und daher ursprünglich immer das Kreisen um eine Mitte (ist)…“, sondern die freimaurerische Hierarchie ist die des Patriarchats, für die Nicht-Eingeweihten mit demokratischen Einrichtungen verschleiert, aber in Wirklichkeit „eine künstliche vertikale Ordnung mit dem Machthaber an der Spitze einer Pyramide.“ (Quellennachweis 36)

Dorthin gelangen Geeignete über zahlreiche Einweihungsstufen. In der Dollar-Note ist die höchste Stufe dargestellt durch das eiszeitliche Dreieck mit dem Auge des „Größten Baumeisters aller Welten“ darin. Ist also der höchste Meister der Weltfreimaurerei Gott gleich?

In solcher Hierarchie wachsen Unfreiheit und Furcht der Untergebenen ebenso wie die Einsamkeit, je höher man auf der Karriere-Leiter aufsteigt. So lesen wir – wie Ludendorff schreibt – „mit Grauen … die nachfolgenden Worte Walter Rathenaus, des jüdischen ,Fürsten’, des ,roten Propheten’, in ,Briefe an eine Liebende’“:

„Ich gehöre ja nicht mir selbst, ich habe mich weggegeben, es bleibt mir nichts, kaum eine Stunde der Ruhe, kaum der Schlaf, ich bin nur noch ein Fremder, der gekommen ist, um sich auszugeben … Im eigenen Leben ertrüg ich die Zeit nicht … Ich ertrage es, weil ich keinen eigenen Willen, keine Heimstätte, kein eigenes Denken mehr habe, sondern da bin, wie ein Mensch in einem Panzerturm, der seinen Befehl hat und ein Geschütz bedient.“ (Quellennachweis 37)

Und Ludendorff zitiert den Br. Dr. Wilhelm Stapel, der „… sehr ,vorsichtig’ von bestimmten Schichten der Bevölkerung als Träger und Stütze des Staates (spricht): ,Man nenne sie die Gesellschaft.’ In ihr würden gewisse ungeschriebene Gesetze innegehalten, deren Beachtung die Zugehörigkeit, deren Außerachtlassung unweigerlich den Ausschluß zur Folge hätten. Und da sich die Inhaber der Regierungsgewalt aus dieser den Staat tragenden Gesellschaft rekrutieren, sei einem Außenseiter die Erringung der Staatsführung, abgesehen von seltenen Ausnahmefällen, unmöglich.“ (Quellennachweis 38)

In den „Schurkenstaaten“ Nazi-Deutschland und Sowjetunion war die Freimaurerei verboten, in den „Schurkenstaaten“ Irak, Iran, Syrien, Saudi Arabien ist sie verboten – für die Loge gleichsam ein Gütesiegel.

In „dreifache Nacht“ gehüllt sei das Geheimnis der Freimaurerei, heißt es mystifizierend, angelehnt an die alte „Höchste Gottheit“ Isis, die als unsichtbar, unfaßbar oder gar als „Unsichtbare Finsternis“ beschrieben wird. Assmann zitiert den englischen Ägyptologen Cudworth: „Sie faßten ihn“ – also Isis – „als unsichtbar und verborgen auf – vor, außerhalb und unabhängig von der Welt, zugleich aber auch als die Welt.“ (Quellennachweis 39)

Diese hohe Weisheit wird jedoch, je höher die Einweihungsgrade, in der Loge als eine desto plumpere Wahrheit enthüllt, die darin besteht, die „Neue Weltordnung“ zu verwirklichen, unter der Herrschaft der „Adelsrasse der Juden“, wie auch Br. Graf Coudenhove-Kalergi sich das als junger Mann vorstellte. (Quellennachweis 40) Das Motto scheint zu sein: „Ordo ab Chaos“, zu Deutsch: Aus dem Chaos entsteigt die (neue) Ordnung – das man der sog. profanen Welt verschweigt wie auch dem gesamten Fundament der unteren Logengrade. Die Geschichte Europas und die heutige Weltpolitik geben jedenfalls von dieser Wahrheit reichhaltiges Zeugnis.

Somit bleibt wahr, was Assmann feststellt: „In mancher Hinsicht ist Isis das genaue Gegenstück zur Gottesidee des gegenreligiösen Offenbarungsmonotheismus. Isis trifft oder fordert keine Unterscheidung, sie hebt alle vorhandenen Unterscheidungen auf.“ (Quellennachweis 41)

Die beiden Isis-Sprüche, die Schiller in seinem Werk „Die Sendung Moses“ zitiert, hatte Beethoven sich abgeschrieben und unter Glas gerahmt auf seinen Schreibtisch gestellt. Der Spruch auf einer alten Bildsäule der Isis lautet: „Ich bin, was da ist.“ Der Spruch auf einer Pyramide zu Saïs hieß: „Ich bin alles, was ist, was war und was sein wird. Kein Sterblicher hat meinen Schleier aufgehoben.“

Für Isis, die Eine Gottheit, gibt es auch keine Herren- oder Adelsrasse. Von ihr könnten die Menschenrechte stammen, die Freimaurer aus ihrem angeborenen, nicht erloschenen Gerechtigkeitssinn heraus formuliert haben.

Isis ist ein Name für das Göttliche, das die Erscheinungswelt geheimnisvoll durchdringt, sie ist die alleinige Gottheit, die das ganze Weltall, alle Menschen der Erde eingeschlossen, einigt, der die Naturwissenschaft vergeblich das letzte Geheimnis ausforschen will, aber nichts weiter vermag, als ihre Fußspuren zu lesen und zu vermessen, die sie auf ihrem kosmischen Gang hinterläßt.

Das Göttliche bleibt für das Auge der Vernunft unsichtbar, es ist das Geheimnis, von dem wir Menschen spontan mit dem nach innen schauenden Auge etwas erahnen und gar erkennen können, das sich aber nicht lauthals auf dem Marktplatz hervortut.

Und so ist es in gewisser Weise berechtigt, wenn Menschen ihre Weisheit von der Gottheit verschweigen, schon allein, weil die Worte dafür fehlen, aber auch, weil es – wie die Edda sagt – „Frevel ist, tauben Ohren zu predigen,“ oder wie die Bibel drastischer sagt, „Perlen vor die Säue zu werfen“. Auf dem Marktplatz verkünden wir daher die Gotterkenntnis Mathilde Ludendorffs auch nicht. Wer die Weisheit liebt, kommt in der Stille mit ihr ins Gespräch.

Dazu braucht es keine Meditationssitzungen, keinen Weihrauch, kein Winkelmaß und keine Logengrade, keine Priesterinnen und keine Priester. Die Weisheit erscheint wie Gott selbst ursachlos und kann sich jedem Menschen zeigen, wenn er sein Ich für sie bereithält.

Aber gerade das Ich in seinen unterschiedlichen Entwicklungsstufen ist es, das die Menschen unterscheidet und ihre Geisteswelten für einander fremd sein läßt. Für die Entfaltung seines Ichs zum Göttlichen hin oder für die Abkapselung vom Göttlichen ist jede Menschenseele selbst verantwortlich. Sie hat die Freiheit der Wahl.
Das „Ich der verschiedenen Menschen“, schreibt Mathilde Ludendorff, unterscheidet „sich so sehr, daß es uns ganz widersinnig erscheint, ihnen den gleichen Namen zu geben und zu wähnen, sie könnten einander verstehen.“ (Quellennachweis 42)

Daher wird es eine echte religiöse Welteinheit nie geben. Einzig die „mosaische Unterscheidung in wahr und unwahr“ hat zu entfallen, wenn wir endlich zum Weltfrieden gelangen wollen. Und nur zu berechtigt und dringend notwendig ist es, die gewalttätigen Weltherrscher und Überväter in ihre Schranken zu weisen und die Menschenrechte als Lebensgrundlage weltweit und ohne Krieg durchsetzen zu wollen, um dem Freiheitssehnen gerecht zu werden, das allen Menschen angeboren ist.

Quellennachweise:

1. Marie König, Am Anfang der Kultur, Berlin 1973
2. Gerda Weiler, Das Matriarchat im Alten Israel, Kohlhammer 1989
3. Elisabeth Neumann-Gundrum, Europas Kultur der Groß-Skulpturen, Gießen 1981, S. 21
4. Gerda Weiler, Der aufrechte Gang der Menschenfrau, Frankfurt am Main 1994, S. 83-84
5. 5. Mose 11, 14
6. ebd.
7. 2. Mose 34, 29
8. Marie König, Das Weltbild des eiszeitlichen Menschen, Marburg 1954, S.101
9. Gerda Weiler, a. a. O., S. 212-222
10.1. Mose 22, 12-13
11.Necla Kelek, Die verlorenen Söhne, Kiepenheuer und Witsch, S. 160-161
12. ebd., S. 164
13. ebd., S. 165
14. ebd., S. 166
15. ebd., S. 169
16. 1. Mose 1, 28
17. Otto Kallscheuer, Nur mit dem Herzen gut, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 13.3.2007, S. 14
18. Jan Assmann, Moses der Ägypter, Fischer Ffm. 2004, vgl. S. 17
19. ebd., S. 19
20. Gerda Weiler, a. a. O., S. 66
21. ebd., S. 212-222
22. ebd., S. 232
23. ebd., S. 258
24. ebd., S. 183-184
25. ebd.
26. Assmann, a. a. O., S. 77
27. ebd.
28. ebd., S. 107
29. 2. Mose, 32, 9-14
30. Weiler, a. a. O., S. 263-264
31. Assmann, a. a. O.., S. 20
32. ebd., S. 21
33. ebd., S. 223
34. ebd.
35. Erich Ludendorff, Vernichtung der Freimaurerei, 1. Auflage 1927, Pähl 1957, S. 63
36. Weiler, a. a. O., S. 247
37. Erich Ludendorff in der Einleitung zu Mathilde Ludendorff, Induciertes Irresein durch Oc-cultlehren, München o. J., S. 7
38. ebd.
39. Assmann, a. a. O., S. 127
40. Richard Graf Coudenhove-Kalergi, Adel, Leipzig 1922
41. ebd., S. 76
42. Mathilde Ludendorff, Des Menschen Seele, Erstauflage 1923, München 1941., S. 99

Heidrun Beißwenger

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