Ernährung: Hypertonie oder Bluthochdruck vermeiden

29.05.2007
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Renate Reimer
naturheilpraxis-reimer.de
  

In diesem Artikel behandle ich das Thema Hypertonie bzw. Bluthochdruck. Es werden Möglichkeiten beschrieben, mit Ernährung auf den Blutdruck Einfluss zu nehmen, um ihn zu senken. Sie werden im Folgenden eine kleine Ausarbeitung finden, die sich mit den Ursachen und Wirkungen beschäftigt.

HerzproblemeWeiterhin werde ich beschreiben, welchen positiven Einfluss die Ernährung bei diesem Thema haben kann.

Bitte beachten Sie, dass ein Artikel niemals den kompetenten Rat eines Arztes ersetzt. Er ist nur als allgemeiner Überblick gedacht, der die grundlegenden Zusammenhänge verständlich erläutern soll.

Wenn Sie medikamentös eingestellt sind, setzen Sie niemals die Medikamente ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt einfach ab, nur weil Sie Ihre Ernährung ändern oder Ergänzungen gekauft haben. Eine Ernährungsumstellung sollte immer begleitet sein von jemand, der sich auskennt und immer mit Wissen des Arztes.

Beginnen wir zuerst mit einigen Erklärungen - eine essentielle Hypertonie kann folgende Ursachen haben:

  • Übergewicht
  • Hoher Salzkonsum
  • Rauchen
  • Stress
  • Alkohol
  • Fettstoffwechselstörung
  • Erbliche Anlagen
  • Seelische Belastung

Meistens ist die Ursache unbekannt, man kann nur Vermutungen anstellen, bzw. die Erfahrungen und die Wahrscheinlichkeiten zusammen addieren.

Eine sekundäre Hypertonie kann folgende Ursachen haben:

  • Schwangerschaft,
  • Nierenerkrankungen,
  • Herzerkrankungen
  • Hormonstörungen z.B: Erkrankungen der Nebenniere oder Diabetes
  • Bestimmte Medikamente z.B. Pille oder Kortison

Es geht also eine andere Ursache voraus und bedingt dadurch den Bluthochdruck. Sehen wir uns die Bedeutung des Herzbegriffs an, um uns klar zu machen, wie wichtig uns das Herz ist:

Nach Herzenslust, herzhaft, herzzerreißend, herzlichst, herzensgut, herzerwärmend, Herzschmerz, es bricht mir das Herz, mach aus deinem Herzen keine Mördergrube, das Herz auf dem richtigen Fleck, uns kocht das Blut, wir stehen enorm unter Druck usw. usw.

Unser Herz ist nicht nur ein zentrales Organ, sondern wir verbinden mit ihm auch viele Gefühle, schöne wie auch schmerzliche. Ohne Herz können wir nicht überleben. Das macht uns Angst, wenn es wie verrückt schlägt und wir keine Kontrolle darüber haben.

PulsmesserUnser Herz schlägt im Allgemeinen 70-mal in der Minute und transportiert mit jedem Schlag ca. 70ml Blut. Das sind in einer Minute ca. 4,9 l Blut. Insgesamt hat der Mensch 5-7 l Blut im Körper. Sie brauchen ca. 20 Minuten um diesen Artikel zu lesen, das bedeutet ohne dass Sie darauf achten, schlägt Ihr Herz in dieser Zeit ca. 1400-mal.

In dieser Zeit wird ca. 98 l Blut von Ihrem Herzen aus in den Kreislauf gebracht. Ist das nicht unglaublich und faszinierend?

Wenn wir uns das hochrechnen auf 60, 70 oder 80 Jahre Lebenszeit, würde eine unvorstellbare Summe dabei rauskommen. Wir neigen dazu, gar nicht über dieses Wunder nachzudenken, solange alles reibungslos funktioniert. Das Herz schlägt zu schnell. Man hört bzw. fühlt es. Das macht Angst. Schauen wir als nächstes, wie wir etwas ändern können.

Was kann man hier an allgemeinen Hinweisen geben?

  • Änderung der Lebensgewohnheiten
  • Abbau von Übergewicht
  • Gesunde Ernährung – natriumarm – kaliumreich
  • Salzreduktion
  • Rauchen einschränken bzw. aufgeben
  • Kaffee reduzieren, Alkohol meiden, Stress abbauen
  • Regelmäßig Vorsorgekontrollen wahrnehmen
  • Wenn Medikamente verordnet sind, regelmäßig einnehmen und auf keinem Fall eigenmächtig absetzen
  • Anschaffung eines Blutdruckmessgerätes und regelmäßige Kontrolle mit Notizen

Im ersten Moment hört es sich an, als wenn alles, was Spaß macht oder wir gewöhnt sind, jetzt verändert werden muss. Nehmen Sie kleine Veränderungen und gehen Sie schrittweise vor, dann werden Sie sich leichter umgewöhnen.

Übergewicht

Klar ist, wenn ich 30 kg mehr wiege als für meine Größe sinnvoll wäre, hat mein Herz mehr zu tun. Das normale Gewicht liegt bei Körpergröße minus 100 = Gewicht. Dieses Gewicht lässt sich anstreben, wobei 5 Kilo mehr nicht unbedingt problematisch sein müssen.

SalzSalzkonsum

Wir salzen gerne und viel. Bei einigen Patienten konnte man einen Zusammenhang zwischen hohem Salzkonsum und Blutdruckanstieg feststellen. Das trifft aber nicht immer auf alle zu. Steigen Sie auf Steinsalz bzw. Himalajasalz um. Das ist natürlich, enthält alle Ursprungselemente und ist in jedem Reformhaus erhältlich.

Würzen Sie mit Kräutern und entdecken Sie, wie abwechslungsreich man viele Gerichte gestalten kann, wenn man weniger Salz, dafür aber mehr Gewürze verwendet.

Meiden Sie kochsalzreiche Lebensmittel:

  • gepökelte, gesalzene, geräucherte Fleisch- und Fischwaren
  • Suppen, Soßen, Fertiggerichte, Brezeln, Salzgebäck
  • Beim Kochen auf Kräuter und Gewürze zugreifen

Der Bedarf an Salz ist täglich mit 5-7 g gedeckt. Wir übersteigen im Durchschnitt mit mehr als 13 g.

Prüfen Sie den Natriumgehalt des Mineralwassers. Es sollte max. 20mg pro Liter nicht überschreiten. Wechseln Sie das Wasser von Zeit zu Zeit und trinken Sie auch mal eine andere Sorte. Täglich 1 ½ l trinken, sollte Ihnen zur lieben Gewohnheit werden. Der Körper braucht die Flüssigkeit, um den Stoffwechsel (Aufnehmen und Ausscheiden) aufrechterhalten zu können.

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Bluthochdruck: Selbstbehandlung am sinnvollsten Richard Friedel 29.05.2007 10:03
Sehr geehrte Frau Reimer,

ich habe mich lange Zeit für die Hypertonie interessiert und bei der Lektüre Ihrer Philognosie-Seite fiel mir folgendes auf.

1) Bei der Anwendung des Resperate-Atemtrainers ist eine Senkung des unteren Druckwerts um 9 Punkte möglich, weil die Atemfrequenz gesenkt wird. Man soll dem Erfinder (Benjamin Gavish) dankbar sein, weil er durch Forschung diese Wirkung dokumentiert, d. h. für Schulmediziner glaubhafte gemacht hat. Wegen dem hohen Preis des Geräts würden aber die meisten betroffenen Qigongübungen den Vorzug geben, um die Atemfrequenz unter 10 in der Minute zu senken.

2) Bei Taichi, das Sie empfehlen, und Qigong wird die echte Wirkung - das Wecken des Qi - normalerweise hier in Europa verfehlt. Es wird zu wenig Gewicht auf das "daoistische" (in der Medizinersprache "paradoxe") Atmen gelegt, weil für Viele gesundes Atmen Bauch- oder Zwerchfellatmen bedeutet. Wie mir ein bekannter chinesischer Spezialist mit MD in der Theatinerstr. bestätigen konnte, machen seine Landsleute diese Übungen mit "kosmischer Energie" (d. h. qi, chi, ki bzw. prana). Die kosmische Energie ist zigmal im Westen (siehe z. B. "Hara, Erdmitte des Menschen" von Dürckheim) verbal beschreiben aber, so meine Überzeugung, nicht wirklich effektiv vermittelt worden. Monate des täglichen Übens mit dem Video von Qiigshan Liu habe ich ohne qi absolviert. Das qi (prana) kam erst nach Bhastrikapraxis (einstündiges Internetvideo mit Ramdev) mit deutlicher Betonung der Atmung nach oben und nicht nach unten in den Bauch hinein. Die Bauchatmung beruhigt zwar, das echte und überaus köstliche Gefühl der fließenden Energie kommt jedoch so nicht.

3) Nach neuerer Forschung soll ausgerechnet Nitrat für die herzschützende Wirkung von Blattgemüse verantwortlich sein! (Googlesuche mit Wörtern Cardioprotective effect vegetables nitrate Feelisch).

4) Ärztliche Betreuung braucht jeder mit Bluthochdruck, aber muß diese Vorsorge auch "Einstellung" mit Medis wirklich bedeuten? In der modernen Gesellschaft wird so viel an Disziplin verlangt, daß die Bereitschaft zur notwendigen Bekämpfung des inneren Schweinehundes für das Sporteln (z. B. täglich 20 Minuten Cardiofitness), Qigong od. dergl. überall potentiell vorhanden ist. Also besser wäre es, mit einem vergammelten Auto zu fahren und genug zu sporteln als letzteres zu vernachlässigen.

Mit dem besten Dank für Ihren Beitrag, Richard Friedel, Starnberg