Blähungen: Warum wir Menschen pupsen (furzen) müssen

Haben Sie sich schon mal die Frage gestellt, warum wir Menschen pupsen müssen? Peinlich aber menschlich mögen Sie sagen – aber sehen wir uns mal genauer an, um welches Phänomen es sich handelt!

Pupsen ist gesund

Erst einmal: Pupsen ist gesund! Auch, wenn er feinen Nasen nicht immer zuträglich erscheint oder es schlicht nicht mit gesellschaftlichen Konventionen kompatibel ist.

Blähungen: Warum wir Menschen pupsen (furzen) müssen

Denn beim Pupsen können die überschüssigen Gase entweichen, die auf zwei Wege in den Dickdarm gelangt sind.

Wie entstehen die Gase beim Pupsen?

Sehen wir uns näher an, woher die Gase kommen …

  • Zum einen schlucken wir Luft, z. B. beim hastigen Essen. Der Anteil an Luftsauerstoff und Stickstoff in einem Pups verraten, ob wir unsere Blähungen selbst erzeugen und durch mehr Disziplin beim Essen verhindern können.
  • Zum anderen: Bakterien zersetzen unverdaute Nahrung im Dickdarm. Dabei entstehen Gase.

Wie viel Gase entstehen im Bauch?

In jedem Fall müssen wir mit rund einem Liter Pups am Tag rechnen. Denn so viel Gas bilden die Bakterien in unserem Dickdarm. Insgesamt über 400 verschiedene Arten. Ihre Funktion: Recycling unserer Nahrung.

Warum pupsen Menschen?

Aus den unverdauten Resten, die im Dickdarm ankommen, gewinnen sie noch wertvolle Mineralstoffe und Energie. Dabei entstehen Gase.

Können wir unsere „Gasproduktion“ beeinflussen?

In bestimmten Grenzen schon … – mag der Mediziner sagen. Denn: Gut gekaut ist halb verdaut! Je größer die Nahrungsbrocken, desto schlechter werden sie verdaut. Und je mehr Nahrung unverdaut im Dickdarm ankommt, desto mehr Gas bilden die Bakterien.

Unangenehm wird es, wenn man länger Blähungen hat oder es zum Grummeln im Bauch kommt. Hier gibt es einige Tipps, die wir hier zusammengefasst haben: Gegen Blähungen: Tipps gegen das Grummeln im Bauch.

Übrigens: 8-10-mal pupsen am Tag ist normal, erst ab 20 mal wird’s krankhaft. Männer und Frauen pupsen gleich oft, Männern ist es bloß nicht so peinlich. Bohnen und Schweinefleisch können die Pupsrate ums vielfache erhöhen.

Fazit zum Pupsen / Furzen

Sicher werden Sie mit diesen Informationen nicht vermeiden können selbst immer wieder etwas „Dampf ablassen zu müssen“. Aber vielleicht ist es ein kleiner Beitrag das eine oder andere Vorurteil etwas aufzuweichen – oder falls Sie Probleme mit dem Pupsen haben – sich bewusster zu ernähren.

Unsere Väter wussten noch, dass dieses Phänomen ganz normal ist. Selbst Luther sagte einmal zu einem Gast: „Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat euch das Essen nicht gemundet?“

Daran können Sie erkennen, dass unsere gesellschaftlichen Konventionen keine Naturgesetze sind. Wir haben die Wahl unser Verhalten angemessen zu reflektieren – denn manches „Allzumenschliche“ wird immer ein Teil von unserem Wesen bleiben.

„Ein Pups im Zimmer, den riechst du immer! Ein Pups im Freien, ist zu verzeihen!“

Übrigens: Alan Kligerman, Entwickler verdauungsbezogener Erlösung, Retter im Falle von Ausdünstungen und Erfinder von Beano wurde für seine pionierhafte Arbeit mit Antigas-Flüssigkeiten, welche Blähung, Übelkeit und Verärgerung vermeiden, mit dem Ig-Nobelpreis für Medizin 1991 (von engl.: ignoble: unwürdig, niedrig, schändlich) ausgezeichnet.

Andreas T.

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