Anleitung: Elevator Pitch selbst erstellen und optimieren

Eine neue Geschäftsidee, ein innovatives Produkt oder eine nützliche Dienstleistung muss nicht nur erfunden, sondern auch verkauft werden. Hier eignet sich der Elevator Pitch, um neue Ideen kurz und interessant zu präsentieren.

Da Zeit heutzutage knapp ist und ganz allgemein: die Aufmerksamkeit nicht lange beim Thema bleibt, braucht man eine kurze und knackige Präsentation - den Elevator Pitch.

Elevator Pitch selbst erstellen Anleitung BeispielDa ich in meinem Artikel "Einführung: Elevator Pitch als Marketinginstrument nutzen" die Grundlagen des Elevator Pitch bereits ausführlich besprochen habe, widme ich mich in diesem Artikel mehr der Praxis, dem Erstellen, der Optimierung und Anwendung des Elevator Pitch.

Der Elevator Pitch ist eine komprimierte Methode des Marketings, die in den 80er Jahren in den USA entstanden ist. Übersetzen lässt sich dieser Begriff mit "Aufzugspräsentation" oder "Verkaufsgespräch im Aufzug". Clevere Angestellte nutzten die Fahrt im Aufzug dazu, ihren Vorgesetzten eine innovative Geschäftsidee zu präsentieren und entwickelten diese Methode.

Da die Fahrt nur etwa 60 Sekunden dauert, mussten sie eine knackige Präsentation erfinden, die innerhalb kurzer Zeit überzeugt bzw. neugierig macht. Wie sich im Laufe der Zeit herausstellte, ist diese Art der Präsentation nicht nur für Aufzüge geeignet, sondern lässt sich in vielen Gebieten des Marketings erfolgreich einsetzen. Soweit zur Theorie - kommen wir nun zur Praxis.

Wie erstelle ich einen Elevator Pitch?

Im Weiteren zeige ich eine mögliche Vorgehensweise, wie Sie zu einem guten Elevator Pitch für eine bestimmte Zielgruppe kommen können. Lassen Sie sich von der vorgeschlagenen Vorgehensweise anregen, um eine eigene Technik zu entwickeln. Niemand erstellt einen Elevator Pitch genau auf dieselbe Weise, aber einige Eckpunkte sollten dennoch stets beachtet werden.

Vorarbeit: Bestimmung der Zielgruppe

Bevor man sich an einen Elevator Pitch wagen kann, sollte zuerst eine vollständige Zielgruppenanalyse vorliegen. Denn bei der Zielgruppenanalyse wird:

  • die Zielgruppe festgelegt - oder wen man ansprechen will ...
  • WBP (Wunsch, Problem, Bedürfnis) der Zielgruppe erkannt - oder auf was die Zielgruppe ansprechbar ist und ...
  • die Lösung (Produkt / Dienstleistung) entworfen - oder der Kundennutzen herausgearbeitet.

Zu diesen Themen gibt es bereits eine Reihe guter Artikel auf Philognosie, die Ihnen diese Vorarbeit leichter machen:

Wählen Sie einen Artikel aus dieser Reihe, der Ihnen für Ihre Geschäftsverhältnisse passend erscheint. Erstellen Sie anhand der dort gegebenen Anleitungen eine komplette Zielgruppenanalyse und fahren Sie anschließend mit dem Elevator Pitch fort. Im Weiteren setze ich voraus, dass Sie ein konkretes Bild von Ihren Kunden, deren Wünschen, Problemen und Bedürfnissen und eine darauf zugeschnittene Problemlösung haben.

Brainstorm mit Begriffen und Stichpunkten für den Elevator Pitch erstellen

Als Nächstes überlegen Sie, welche Begriffe oder Stichpunkte, "Werbeargumente" für die obige Zielgruppe bzw. das Produkt sein könnten. Notieren Sie diese Ideen in Stichworten - als Keywords oder kurze Keyword-Phrasen - auf einen Zettel.

Brainstorm Elevator PitchHilfreiche Fragen beim Brainstorm sind:

  • Was ist wichtig zu erwähnen, um die Zielgruppe (ZG) anzusprechen?
  • Welche Wünsche, Bedürfnisse oder Probleme (WBP) löse ich mit meiner Geschäftsidee?
  • Welche Daten/ Kennzahlen muss die ZG kennen, damit sie das Angebot nachvollziehen kann?
  • Welche Lösung will ich präsentieren?
  • Was ist der Nutzen der Lösung für den Kunden?
  • Wie kann ich Daten und Fakten auf ein kurzes Keyword oder kurze Keyword-Phrase komprimieren?
  • Was muss der Kunde wissen, um mein Angebot schnell nachvollziehen zu können? Sind die Fakten vollständig?

Wichtig ist, dass Sie beim Brainstorm keine langen Bandwurmsätze oder seitenweise Ausarbeitungen zu Ihren Ideen schreiben. Solche Dinge könnte man sich in der Praxis ohnehin nicht merken.

Versuchen Sie bei der Suche nach der Beschreibung des Kerngeschäfts möglichst kurze Keywords bzw. Keywordphrasen zu finden. Komprimieren Sie die Elemente Ihrer Geschäftsidee zu einer aussagekräftigen Quintessenz. Falls Ihnen dies nicht auf Anhieb gelingt, notieren Sie zunächst die Ideen als vollständige Sätze, damit nichts verloren geht. Streichen oder Ideen komprimieren, kann man später immer noch.

Am Ende sollten Sie eine Liste aller wichtigen Keywords und Keywordphrasen vor sich haben, mit denen sich die komplette Geschäftsidee formulieren lässt. Wenn Sie so weit sind, können Sie zum nächsten Punkt übergehen ...

24.05.2016 © seit 12.2008 Tony Kühn  

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