Malschwünge - geniale Übung zur Auflockerung der Augen

Teaser: In den letzten Jahren hat sich im Bereich alternativer Medizin immer mehr die Überzeugung durchgesetzt, dass Fehlsichtigkeit – und da insbesondere Kurzsichtigkeit – in vielen Fällen einiges bzw. viel mit psychisch bedingten Verspannungen der Augenmuskulat ...

In den letzten Jahren hat sich im Bereich alternativer Medizin immer mehr die Überzeugung durchgesetzt, dass Fehlsichtigkeit – und da insbesondere Kurzsichtigkeit – in vielen Fällen einiges bzw. viel mit psychisch bedingten Verspannungen der Augenmuskulatur zu tun hat.

Diesbezüglich existiert mittlerweile ein breites Feld an Übungen und Praktiken – um eben diese Verspannungen zu lockern bzw. zu lösen, was eine Verbesserung der Sehkraft zur Folge haben soll und in vielen Fällen auch hat!

Eine der meiner Ansicht (und Erfahrung!) nach wirksamsten, gleichzeitig aber auch einfachsten Übungen sind die vom legendären Augenarzt und Pionier auf dem Gebiet des Augentrainings, William Bates, entwickelten sog. „Malschwünge“, welche ich im Folgenden beschreiben will.

Augenübung "Malschwünge":

  • Stellen Sie sich aufrecht in einen (eher größeren) Raum und betrachten Sie die Wand vor sich und evt. noch die Wände links und rechts. Versuchen Sie, möglichst viele Details wahr- und aufzunehmen, sodass Sie bei geschlossenen Augen ein möglichst klares und plastisches Bild vor sich haben.
  • Schließen Sie nun die Augen, und stellen Sie sich vor, an Ihrer Nase wäre ein in der Länge verstellbarer Pinsel (so wie die Antenne eines Zimmerfernsehers) angebracht, mit welchem Sie nun beginnen, die Wände zu übermalen! Ja, Sie haben richtig gelesen – Sie übermalen die vorgestellten Wände mit dem imaginären Pinsel! Tun Sie dies mit möglichst kräftigen, leuchtenden Farben, ein „Durchgang“ sollte mindestens vier Farben (die Sie also übereinander „aufbringen“) umfassen.
  • Führen Sie die Pinselstriche kraft- und schwungvoll durch, bewegen Sie dabei den Kopf, und wenn Ihnen danach ist, dann geben Sie ruhig Seufzer oder (befreiendes) Stöhnen von sich.

Nach dem Konzept, welches hinter dieser bemerkenswerten Übung steht, ermutigt das unaufhörliche, rhythmische Hin- und Herbewegen des Kopfes sowie das innere Schauen die Augen, sich frei vibrierend zu bewegen, die Dinge wieder Stück für Stück aufzunehmen und zu umwandern, ohne dabei von der äußeren Welt in irgendeiner Weise gestört zu werden. Laut Lisette Scholl, der Autorin des Standardwerkes „Das Augenübungsbuch“, kann „eine solche entspannte Seherfahrung wahre Wunder für eine Lockerung der verkrampften Augenmuskulatur tun“.

Dies kann ich nur bestätigen, weshalb ich empfehle: Probieren Sie es selbst aus!

13.12.2013 © seit 11.2003 G.H.
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Für tiefergehende Informationen möchte ich Ihnen das nebenstehende, und bereits erwähnte, Buch "Das Augenübungsbuch" von Lisette Scholl (wärmstens) empfehlen.