Sauna Tipps: Gesund Saunen zu jeder Jahreszeit

Während des gesamten Jahres ist der regelmäßige Saunagang eine Wohltat für Körper und Seele. Was regelmäßige Saunagänge für unsere Gesundheit bewirken und welche Regeln und Tipps Sie beim Saunen beachten sollten, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Sauna

Viele Menschen lieben die Wärme. Deshalb ist der Saunagang in den Herbst- oder Wintermonaten sehr beliebt. Um jedoch in den Genuss der damit verbundenen gesundheitlichen Wirkungen zu kommen, wird empfohlen regelmäßig (auch im Hochsommer!) in die Sauna zu gehen.

Welche Varianten von Saunen gibt es?

Das Wort "Sauna" kommt aus dem finnischen und bedeutet so viel wie "Raum aus Holz" bzw. lässt sich auch mit "Schwitzbad" übersetzen. Es gibt unterschiedliche Varianten von Saunen:

1. Finnische Blockhaussauna: Die Temperaturen sind hier unterschiedlich. Meist stehen mehrere Blocksaunen mit Temperaturen zwischen 80 und 100 Grad zur Verfügung.

2. Finnische Rauchsauna (in Deutschland nahezu unbekannt): Hier wird der Raum mit einem offenen Feuer beheizt.

3. Biosauna: Hier herrschen niedrigere Temperaturen, als in der klassischen (finnischen) Sauna. Sie beträgt etwa 45-60 Grad - die Luftfeuchtigkeit etwa 45-55%. Biosaunen gelten als kreislaufschonender und sind auch gut für vorsichtige Saunaanfänger geeignet. Sie werden gerne mit einer besonderen Beleuchtung (die auch farblich wechseln kann) kombiniert (Lichttherapie). In Biosaunen können die einzelnen Gänge länger als in der klassischen Sauna dauern: 15-30 Minuten.

4. Dampfbäder (verschiedenster Art): Hier ist die Luftfeuchtigkeit um ein Vielfaches höher als in der klassischen Sauna - die Temperaturen sind insgesamt niedriger.

Es gibt auch Saunen, die nach einem bestimmten Motto benannt werden. Das hat aber mehr mit ihrer Lage und Gestaltung zu tun.

Wie wirkt sich Saunen auf die Gesundheit aus?

Durch das Schwitzen in der Sauna steigt die Hauttemperatur (je nach Hitze) um ca. zehn Grad an - die eigene Körpertemperatur, ca. um ein Grad. Der Körper ist also damit beschäftigt, die erhöhte Temperatur wieder zu senken: Die Gefäße der Haut werden geweitet - ihre Durchblutung angeregt - Millionen von Schweißdrüsen produzieren Schweiß.

Durch dessen Verdunstung wird die Haut gekühlt - so hält der Körper seine Temperatur. Insgesamt wird der Kreislauf und gesamte Stoffwechsel angeregt, was dem Körper natürlich Energie entzieht. Deshalb sollte man gewisse Regeln - z.B. Ruhephasen - berücksichtigen.

  • Mit dem Schweiß verlassen Schlacken und Giftstoffe unseren Körper. Er wird entgiftet, was sich auf unser Wohlbefinden und Aktivität positiv auswirkt. Es wird der gesamte Körper gereinigt.
  • Durch die starke Durchblutung der Haut und die Öffnung der Poren wird sie wieder weich und erhält eine gesunde Farbe - ihre Alterung wird verlangsamt. Die Haut produziert mehr Feuchtigkeit, was vor allem für Menschen mit trockener Haut wichtig ist. Gesunde Haut sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch für die Aufnahme wichtiger Nährstoffe verantwortlich. Unser "Schutzschild" und hält schädliche Einflüsse fern, denn der Säureschutz der Haut wird erhöht. Schädliche Keime können nicht mehr so leicht durch die Haut in den Körper gelangen. Regelmäßiges Schwitzen hilft damit auch gegen Hautkrankheiten.
  • Die Erweiterung der Atemwege wirkt sich positiv auf unser Lungenvolumen aus.
  • Regelmäßige Saunagänge stabilisieren den Kreislauf und regen den Stoffwechsel und das Immunsystem an.
  • Körpereigene Abwehrkräfte werden gestärkt - wer häufig saunt, wird seltener krank (Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten).
  • Saunagänge lindern Schmerzen, z.B. bei Gicht oder Gelenkproblemen.
  • Der Körper kann sich wunderbar - durch die gute Durchblutung der Muskeln - entspannen und erholen.
  • Die Durchblutung der Venen und Arterien wird angeregt.
  • Wer häufig an kalten Händen oder Füßen leidet, wird diese Symptome lindern.
  • Die Erhöhung der Körpertemperatur (bis zu 39 Grad) wirkt ähnlich wie echtes Fieber: Krankheitserreger werden zerstört.
  • Last but not least: Saunen macht Spaß!

Damit Sie jedoch in den Genuss obiger Vorteile kommen, ist es wichtig nicht nur regelmäßig, sondern auch richtig zu saunen. Folgende Regeln und Tipps sollten Sie unbedingt beachten.

Regeln und Tipps für das richtige Saunen

1. Grundsätzliches zum Saunen

Sauna innen Saunagänge bestehen immer aus zwei bzw. drei Phasen - Aufheizen, Abkühlen, Ruhen. Ein richtiger Saunagang ist immer ein Wechsel zwischen Hitze und Kälte. Die Hitzezufuhr sollte intensiv sein, d.h. es wird empfohlen, sich auf die mittlere oder obere Ebene der Bänke zu setzen.

Je weiter oben man sitzt, desto heißer ist es, denn warme Luft steigt nach oben. Die Orientierung geht in folgende Richtung: Lieber kurz und heftig, also zu lang und "lau". Dennoch sollten Sie immer auf Ihre Empfindungen und Gefühle achten.

Saunaanfänger bevorzugen am Anfang die unterste Ebene. Das ist völlig in Ordnung! Eine anschließende Ruhephase - die dritte Phase - wird dringend empfohlen, denn immerhin wird der Körper einer Belastung ausgesetzt.

Für die drei Phasen gibt es folgende zeitliche Orientierungen:

  • 8-15 Minuten Schwitzphase
  • ca. 15 Minuten Abkühlphase (Luft- und Wasserkühlung)
  • ca. 15 Minuten Ruhephase

Für die meisten Saunen gilt: Sie sollten die Saunakabine unbekleidet (ohne Badehose oder Bikini) betreten. Kleidung stört das Atmen der Haut. Wenn Sie damit Probleme haben - es gibt auch extra Saunazeiten nur für Frauen oder Männer.

Die Saunabetreiber sind sehr stark darauf bedacht, dass keine Anzüglichkeiten laufen. Wer sich in dieser Richtung ungebührlich benimmt, muss mit einem Hausverbot rechnen. Es gilt beispielsweise als "anzüglich", andere Menschen anzustarren. Es gibt Saunen, in denen eine Kontaktaufnahme erwünscht ist. Solche Saunen werden beispielsweise als "Kontaktsauna" betitelt.

Einige Saunen können mit Badehose oder Bikini betreten werden. Dabei handelt es sich meist um Dampfbäder mit niedrigeren Temperaturen. Sie werden als "Textilsauna" bezeichnet und sind oft in öffentlichen Schwimmbädern integriert.

In der deutschen Saunakabine herrscht meistens eine angenehme Ruhe. Immerhin soll ein Saunagang erholen und entspannen. Äußere Ruhe unterstützt die innerliche Ruhe. Konzentrieren Sie sich auf den Körper und die Empfindungen und bleiben Sie bei sich. Vor allem bei der finnischen Sauna sollten Sie Uhren und Schmuck vor dem Saunagang abnehmen. Diese können sehr heiß auf der Haut werden. Auch Brillen haben beim Saunen nichts verloren.

2. Wie viel Zeit braucht das Saunen?

In der Regel werden 2-3 Saunagänge durchgeführt - mehr als 3 Gänge bringen jedoch keine gesundheitlichen Vorteile. Die Dauer der einzelnen Durchgänge beläuft sich in der Regel auf 8-15 Minuten. Wenn Sie sich nicht wohlfühlen, können Sie die Sauna natürlich früher verlassen. Länger als 15 Minuten pro Gang sollten Sie jedoch nicht in der Sauna bleiben. Das belastet Ihren Körper (Kreislauf und Herz) zu sehr.

Wer zweimal in der Woche zum Saunen geht, sollte pro Besuch etwa 2 Saunagänge durchführen. Wer einmal die Woche zum Saunen geht, dem werden 2-3 Saunagänge empfohlen. Behandeln Sie diese Empfehlungen als grobe Orientierung. Nehmen Sie sich zum Saunen mindestens 2 Stunden Zeit.

3. Mahlzeiten vor der Sauna

Vermeiden Sie es, mit vollem oder leerem Magen in die Sauna zu gehen. Ihre letzte Mahlzeit sollte mindestens 1 Stunde zurückliegen.

31.05.2016 © seit 05.2009 Cassandra B.  

Gesamtstatistik der Bewertungen

  4.5 Gesamtbewertung

  4.5 Thema
  4.5 Information
  4.5 Verständlichkeit

Stimmen: 2

Legende

5 Sterne: super!
4 Sterne: gut gelungen!
3 Sterne: O.K.
2 Sterne: geht so
1 Stern: erträglich

diesen Ratgeber: Bewerten

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.