Essen & Psyche: Wie Obst und Gemüse Gefühle beeinflussen

Teaser: Haben Sie jemals daran gedacht, dass alltägliche Lebensmittel - wie Obst und Gemüse - unsere Stimmung und unsere Gefühle beeinflussen? Kennen Sie die Wirkung auf Ihr Wohlbefinden? In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Obst und Gemüse als Nahrung für die Seele einsetzen können.

Der Mensch ist, was er isst. Sicher haben Sie diese Redewendung schon einmal gehört, denn sie macht deutlich, wie die Wahl der Nahrungsmittel unseren Organismus beeinflusst. Wir können aufgrund falscher Ernährung krank werden. Viele Wohlstandskrankheiten unserer Zeit resultieren aus einer fehlgeleiteten Ernährung.

Essen und PsycheZuviel Fastfood, Alkohol, Fette und Zucker können nicht nur dick und krank machen, sie haben auch entscheidenden Einfluss auf unser Wohlbefinden. So fühlen wir uns nach einer fetten oder reichhaltigen Mahlzeit nicht nur übersättigt, sondern auch unwohl. Stattdessen kann uns ein Salat erfrischen und beleben.

Wichtig ist auch die Zusammensetzung der Nahrungsmittel, so sollten fettreiche Nahrungsmittel eher mit „leichten“ Beilagen wie Reis, Gemüse oder Salat kombiniert werden.

Und auch hier gilt: „Weniger ist Mehr“. Hören Sie auf zu essen, sobald sich das erste Sättigungsgefühl einstellt. So werden Sie sich nach jeder Mahlzeit nicht nur rundum wohl fühlen, sondern auch Ihr Normalgewicht halten. Es gibt Zeiten, da haben wir einen Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel, geben Sie diesem Verlangen ruhig nach, denn der Körper und die Seele signalisieren damit, dass sie bestimmte Stoffe benötigen, die in diesem Nahrungsmittel enthalten sind.

Nicht angesprochen ist ein regelmäßiger Heißhunger auf ein- und dieselben Nahrungsmittel, wie etwa Schokolade. Dieser Heißhunger resultiert meistens aus einer bestimmten Laune heraus, wie einem seelischen Tief etwa oder einem Gefühl des Mangels, das man mit Essen beheben will. Achten Sie auf Ernährungsstörungen, sie können Hinweise auf eine Störung im Seelenleben sein. Regelmäßige Essenszeiten und die Muße, in Ruhe sein Essen zu genießen, ist nicht nur gesund, sondern trägt zu Ihrem Wohlbefinden bei.

Essen Sie im Rhythmus mit der Natur: Unser Organismus stellt sich mit den Jahreszeiten um, so essen wir im Sommer eher leichte und kühlende Kost, während wir im Winter eher Appetit auf deftige und wärmende Kost haben. Der Körper passt sich so optimal den jahreszeitlichen Bedingungen an und zieht sich durch die Jahreszeit bedingte fehlende Energie aus der Nahrung heraus.

Aber auch Alter, klimatische Bedingungen und Mentalität haben Einfluss auf unsere Essgewohnheiten. So sind in heißen Ländern leicht verdauliche bis scharfe Kost üblich, während in überwiegend kalten Regionen, Schweres und Deftiges zur Esskultur gehören. Klima, Essen und Sonneneinwirkung haben unmittelbar mit unserem Energiehaushalt zu tun und wenn sich eine dieser Bedingungen ändert, müssen wir uns entsprechend anpassen und unsere Gewohnheiten umstellen, so wie die Ernährung.

Die Natur unterliegt dem Wandel der Jahreszeiten und saisonales Gemüse und Obst weisen durch die direkte Sonnenbestrahlung mehr an positiver Energie auf und sind für unseren Organismus dementsprechend besser zu verwerten, als Obst und Gemüse aus dem Gewächshaus. Für unseren Organismus und unser Wohlbefinden ist es gesünder, sich dieser jahreszeitlichen Saison natürlich anzupassen, denn die Natur liefert zu jeder Jahreszeit genau die Art von Gemüse und Obst, die unser Körper in dieser Zeit benötigt.

Vertrauen Sie also dem Rhythmus der Natur, der Sie für jede Zeit mit genau der Energie ausstattet, die Sie benötigen. Es gibt viele Obst- und Gemüsesorten, die auf unseren seelischen Rhythmus einen direkten Einfluss haben. Das liegt an der Art der Zusammensetzung von Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und den Eiweißen, die in Aminosäuren aufgespaltet werden.

Oder um es anders auszudrücken: Wir nehmen mit der Nahrung auch die Lichtenergie der Sonne in uns auf. Lassen Sie uns dazu eine kleine Exkursion machen: Ohne Sonne, Wärme und Wasser gäbe es kein Leben auf der Erde. Diese drei Grundbedingungen sind die Voraussetzung unserer Nahrungskette.

Was passiert, wenn wir, z.B. einen Samen von einer Gurke in einem fruchtbaren Boden setzen? Er keimt, d.h., seine im Gen liegende Information „eine Gurke zu werden“ breitet sich aus, um es salopp auszudrücken. Mit Hilfe der drei Bedingungen und einem guten Boden, zieht die Gurke die Nährstoffe aus der Umgebung. Das Sonnenlicht benutzt das Gemüse um Photosynthese zu betreiben, es wandelt dadurch das aufgenommene Sonnenlicht in Zucker und Stärke um.

Ernährung und GefühleJe dunkler das Gemüse ist, desto besser können Obst und Gemüse die Lichtenergie von der Sonne auffangen, was besonders am Herbst- und Wintergemüse zu beobachten ist, wo weniger Sonnenlicht vorhanden ist. Besonders Getreide und Champions speichern viel Sonnenenergie. Zucker und Stärke, die Kohlenhydrate im Gemüse und Obst, dienen als Brennstoff für unseren Organismus.

Die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate werden während der Verdauung in Glukose zerlegt. Diese Glukose wird durch die Darmwand mit dem Blut als Blutzucker in jede einzelne Zelle unseres Körpers transportiert und liefert dort die benötigte Energie ab. Es geht also um Energie, die wir mit der Nahrung aufnehmen.

Kommt es zu ungenügender Energieaufnahme, oder ist die Energie an irgendwelchen Stellen blockiert, kommt es zu einer Vielzahl an Fehlfunktionen, die auch das seelische Gleichgewicht mit beeinflussen. Eine Stoffwechselstörung kann ebenso eine Depression auslösen, wie ein Mangel an Sonnenlicht im Winter.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass wir im Winter, wo die Sonnenintensität am schwächsten ist, verstärkt kohlenhydratreiche Nahrung, wie zum Beispiel Kartoffeln und Süßes, zu uns nehmen, weil unser Körper versucht den Mangel an Energie auszugleichen. Kohlenhydrate steigern den Blutzuckerspiegel, der u. a. für die Bildung von Serotonin verantwortlich ist. Serotonin wirkt beruhigend und entspannend. Wir können uns also eine gute Stimmung regelrecht „anessen“.

06.08.2019 © seit 06.2009 Jamina Diley
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