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Zum Thema Paraphrasieren können Sie auf Philognosie schon einige gute Artikel nachlesen. Dieser Artikel soll eine Anleitung sein, wie Sie diese Gesprächsform "auf die Spitze treiben können" und in kurzer Zeit wieder eine beiderseits wohlwollende Verbindung zu Ihren Streitgegnern herstellen können.
Es gibt nur eine einzige Voraussetzung: Sie verzichten für genau fünf Minuten darauf, Recht zu bekommen, sondern investieren diese Zeit darin, Ihren Streitgegner zu verstehen.
Der konkrete Vorteil für Sie wird darin bestehen, daß Sie anschließend mehr Chancen als jemals zuvor haben, von Ihrem Streitgegner ebenfalls verstanden zu werden.
Mein Tipp: Probieren Sie es wenigstens einmal, besser noch zwei- bis dreimal mit einer Person aus, der Sie freundschaftlich verbunden sind und lassen Sie sich ein detailliertes Feedback dazu geben. Ihr freundschaftlicher Gesprächspartner sollte auch Ihnen mindestens einmal für Ihre Ansichten 5 Minuten Feedback geben, damit Sie eine Erfahrung damit machen, wie unglaublich wohltuend und entspannend – und symapthieerzeugend! – es ist, von jemand anderen"angesprochen" zu werden. Mit diesen rückenstärkenden Erfahrungen - und erst dann! - gehen Sie in das Gespräch mit einem Streitgegner. Das kann jedermann sein: Partner, Kind, Elternteil, Nachbar, Beamter, Chef, Kollege, Ex...
Bitten Sie ihn auch in diesem Fall, ihnen erst die kompletten fünf
Minuten zuzuhören, bevor er das Wort ergreift.Desweiteren gebe ich Ihnen hier als Inspiration eine Liste von möglichen Satzanfängen, die Sie für ein verständigungsorientiertes Gespräch nutzen können.
Liste der Satz-Anfänge:
Folgender Satzanfang sollte immer zum Schluß kommen, d.h. wenn Sie Ihr Verständnis dessen, was er Ihnen sagen wollte, bereits formuliert haben:
Ergänzen Sie vor dem Ausdruck, die Liste um Satzanfänge, die Ihnen noch einfallen. Wichtig dabei ist, daß Sie Ihre Rolle nicht betonen, sondern bei Ihrem Gegenüber bleiben, sonst stilisieren Sie sich als „der Feind„. Also nicht „...weil ich...„, sondern „…weil Du…„
Ein Beispiel dazu:
„Du bist enttäuscht, weil Du davon ausgegangen bist, daß wir diesen Film zusammen anschauen.„
Und nicht:
„Du bist enttäuscht, weil ich Dir versprochen hatte, den Film zusammen anzuschauen.„
Machen Sie eine kurze Aussage. Fangen Sie dann einen neuen kurzen Satz mit einem der Satzanfänge an. Kurze Aussagen haben den Vorteil vom Gesprächspartner leichter und genauer erinnert zu werden, als lange und komplizierte Schachtelsätze!
Nach Ihren fünf Minuten Sprechzeit wird voraussichtlich Ihr Gegenüber darauf brennen, das eine oder andere noch zu ergänzen oder richtig zu stellen. Bitte fühlen Sie sich davon nicht angegriffen! Sie können gar nicht alles genau richtig paraphrasieren, und das ist auch nicht nötig. Sie zeigen Ihr echtes Interesse und Ihr Bemühen um Verständnis und das zählt. Also hören Sie Ihrem Gegenüber interessiert zu, wenn er jetzt richtig stellt oder ergänzt. Bleiben Sie im Zuhör-Modus, bis Ihr Gegenüber von selbst ruhig wird, also bis „das Schwungrad zur Ruhe kommt„. Was er sagt, können Sie mit Nicken oder „Mhm„ – Lauten bestätigen. Nicht unterbrechen!Sie machen jedem Gesprächspartner oder Streitgegner mit diesen fünf Minuten ein großes Geschenk. Denn jemand, der sich aktiv um Verständnis bemüht und sich die Mühe macht, seine Vermutungen auszusprechen, ist absolute Mangelware!
Sie können sich also vorher, währenddessen und hinterher als der wertvolle, generöse, großzügige und souveräne Mensch fühlen, der Sie ja in Ihrem Herzen auch sind. Diesen Lohn nehmen Sie auf jedem Fall mit! Ich wünsche Ihnen von Herzen, daß Sie anrührende und Verbindung schaffende Erfahrungen mit diesem „Extrem-Paraphrasieren„ machen!
Auf Ihre Bewertungen und Kommentare freue ich mich schon sehr. Auch auf Ihre Erfahrungen mit dem "Extrem-Paraphrasieren" bin ich schon sehr gespannt!
Vielen Dank und gutes Gelingen!
Wert 4.7 |
Thema: 4.7 | Information: 4.7 | Verständlichkeit: 4.7 |
| Stimmen: 3 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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