Gesund Essen: 10 goldene Regeln für die Ernährung mit Vollwertkost
Die
Frage - wie wir uns gesund ernähren können - ist in der Fachpresse
immer wieder ein beliebtes Dauerthema. Doch welche Ernährung ist wirklich
die Beste für uns? Da selbst Experten immer wieder in ihren Empfehlungen
zu schwanken scheinen, hat man den Eindruck, dass es im Grunde keine "richtigen"
Grundregeln gibt, an denen man sich dauerhaft orientieren kann. Doch anstatt
die Suche nach brauchbaren Regeln zu verwerfen, sollten wir uns die Fragestellungen
in den Diskussionen einmal näher ansehen. Eine typische Fragestellung ist,
ob man beispielsweise eher Soja oder Dinkel essen sollte. Dabei wissen
wir, dass beide Lebensmittel einer gesunden Vollwerternährung zuträglich
sind. Es geht als nicht darum das Eine oder das Andere zu essen, sondern
vielmehr sind Soja und Dinkel beide in einem gesunden Ernährungsplan
für uns förderlich.
Damit steht im Grunde nicht in Frage "welche Lebensmittel"
zu einer gesunden Ernährung gehören, sondern die Gewichtung
oder die Relationen werden kontrovers diskutiert. Über Relationen
kann man sich ewig streiten, doch dass Vollwertkost an sich zu jeder guten
Ernährung gehören sollte, wird von niemandem bezweifelt.
Daher will ich Ihnen in diesem Artikel keine speziellen Lebensmittel anpreisen,
sondern Grundregeln für die richtige Zusammenstellung von Lebensmitteln
vorstellen, die zur gesunden Ernährung mit Vollwertkost gehören. Diese
Regeln wurden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wissenschaftlich
getestet und empfohlen.
Die 10 goldenen Regeln für die Ernährung mit Vollwertkost
- Alle 7 Lebensmittelgruppen sind für eine gesunde Ernährung
wichtig - zu diesen gehören:
- Getreide, Erzeugnisse aus Getreiden und Kartoffeln
- Öle und Fette
- Gemüse und Obst
- Fisch, Eier, Fleisch und Wurst
- Gemüse und Salat
- Milch und Milchprodukte
- Getränke
Erst eine ausgewogene Zusammenstellung all dieser Lebensmittelgruppen,
macht eine gesunde Vollwert-Ernährung aus!
- Fünf Portionen Obst und Gemüse als Mini-Snacks pro Tag.
Beispiele dafür sind:
- Säfte
- Nüsse, "Studentenfutter" oder Trockenfrüchte
- Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Erdbeeren, Himbeeren,
Stachelbeeren etc.
Hier reichen oft schon kleine Portionen für eine kleine Mahlzeit aus.
So kann man anstatt Kuchen zu essen, Trockenfrüchte oder fruchtige
Beeren als Snack-Alternative wählen.
- Reichlich Kartoffeln und Vollkornprodukte essen
Essen Sie lieber Vollkornbrot als Weiß- oder Graubrot. Bei der Kartoffelzubereitung
sind vor allem Pellkartoffeln, Salzkartoffeln oder Folienkartoffeln besonders
empfehlenswert.
Genießen Sie Milchprodukte - Fleisch und Fisch in Maßen
Hier werden bestimmte Mengenempfehlungen (Gramm pro Tag) von den Experten
gegeben, an denen man sich grob orientieren kann:
- Joghurt, Kefir, Milch, Buttermilch oder Quark - ca. 250 Gramm
- Käse - ca. 60 Gramm
- Wurst und Fleisch - 90 Gramm
- Seefisch - bis 200 Gramm
- 3 Eier - wobei Eier in Eiernudeln oder Gebäck etc. mitgezählt
werden
- Gebrauchen Sie Zucker und Salz in Maßen
Gebrauchen Sie Zucker und Salz nur in kleinen Mengen - wählen Sie lieber
eine bessere Qualität. Als Richtwert genügen beispielsweise schon
5 Gramm Salz um den täglichen Salzbedarf des Körpers zu decken.
- Fett und fetthaltige Lebensmittel möglichst reduzieren
Wenn Sie Fette und Öle benutzen, sollten Sie hochwertige Pflanzenöle
(z.B. Raps-, Soja-, Walnussöl) bevorzugen. Insgesamt sollte man
90 Gramm pro Tag nicht überschreiten. Bedenken Sie dabei, dass auch
Süßwaren, Fleisch, Gebäck oder Milchprodukte Fett enthalten.
- Genießen Sie Ihr Essen langsam und bewusst
Der Körper braucht einige Zeit (ca. 15 bis 20 Minuten), bevor sich das
Sättigungsgefühl einstellt. Wer zu schnell isst, isst auch leicht
zu viel, da er dem Körper nicht genug Zeit gibt zu melden, dass er
bereits "satt" ist.
- Bereiten Sie Ihr Essen möglichst schonend zu
Besonders schonende Gar-Verfahren sind Dämpfen und Dünsten. Ansonsten
kann man darauf achten, die hochwertigen Lebensmittel möglichst kurz
zu garen. Obst und Gemüse sollte erst direkt vor dem Verarbeiten gewässert
und geschnitten werden.
- Reichlich Trinken
Empfohlen wird hier eine Flüssigkeitsmenge - bei energiearmen Getränken
- von ca. 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Geeignet ist normales Wasser, stark verdünnte
Säfte oder ungezuckerte Tees. Zu wenig Flüssigkeit kann auch eine
Ursache für Müdigkeit und Konzentrationsstörungen sein. Besonders
"Kopfarbeiter" haben einen hohen Verbrauch an Flüssigkeit.
- Sorgen Sie für körperliche Bewegung und achten Sie auf Ihr
Gewicht
Treiben Sie Sport, gehen Sie spazieren, spielen Sie mit Ihren Kinder - oder
grundsätzlich - nutzen Sie jeden Gelegenheit Ihrem Körper etwas
Bewegung zu gönnen. Behalten Sie zudem Ihr Gewicht im Auge - ein guter
Index dafür ist der Bodymass-Index. Um den Bodymass-Index auszurechnen
müssen Sie Ihr Gewicht (Kilo) durch die Körpergröße (Meter)
im Quadrat teilen. Als Normalgewicht gilt ein BMI von 18.5 bis 24,9. Ein BMI
von 30 bis 39,9 zählt bereits als leicht über gewichtig und ein BMI
über 40 wird als schweres Übergewicht gewertet.
Damit bin ich mit meinen Tipps am Ende und hoffe es waren Anregungen
dabei, die Ihnen bislang noch nicht bekannt waren und Ihnen helfen werden, sich
optimal mit Vollwertkost zu ernähren.
Viel Erfolg!
Link-Tip: Hier finden Sie mehr zum Thema: "Ernährungs-Tipps".
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