Tipps & Mittel gegen Schimmel & Feuchtigkeit in Haus und Wohnung

Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnungen sind nicht nur optische Ärgernisse. Sie sind auch schädlich und können Atemwegsbeschwerden, Allergien, Infektionen oder sogar Krebs hervorrufen.

Das sind viele gute Gründe, bewusst und sachgerecht mit diesem Phänomen umzugehen.

In folgendem Artikel stellen wir Ihnen zahlreiche einfache Tipps vor, die gegen unerwünschte Feuchtigkeit und Schimmelbildung in der Wohnung helfen. So können Sie schon mit relativ einfachen Maßnahmen einer Schimmelbildung in der eigenen Wohnung vorbeugen.

Tipps & Mittel gegen Schimmel in Haus und Wohnung

Wie kann ich Schimmel in der Wohnung bekämpfen?

    Tipps gegen Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnung und Haus
  1. Verringern Sie die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen, indem Sie mehrfach täglich eine kurze (ca. 10 Minuten lange) Stoßlüftung vornehmen.
  2. In Kellerräumen muss anders gelüftet werden. Was Sie hier genau beachten müssen, ist im Artikel "Schimmel im Keller: Feuchtigkeit durch falsches Lüftungsverhalten" beschrieben.
  3. Lüften Sie vor allem, wenn gerade Wasserdampf entstanden ist: nach dem Duschen, Baden, Kochen oder Bügeln. Wenn Sie Kondenswasser sehen - beispielsweise auf den Fliesen im Bad - sollte so lange gelüftet werden, bis das Kondenswasser vollständig weg ist.
  4. Ein Hygrometer ist ein Messgrät, welches die relative Luftfeuchtigkeit anzeigt. Damit können Sie besser erkennen, wann die Zeit zum Lüften gekommen ist. Steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum über 70% gilt er als "zu feucht" bzw. bildet ein Klima, in welchem der Schimmel erst so richtig gedeihen kann. Bleibt die Luftfeuchtigkeit jedoch dauerhaft unter 65%, wird es dem Schimmel zu trocken - er stirbt ab oder kann zumindest nicht mehr neu ausblühen.

  1. Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen sollten immer geschlossen sein. Immer wenn aufgeheizte Raumluft in einen kühlen Raum gelangt, gibt es einen Kondensatoreffekt, d. h. die Feuchtigkeit sammelt sich an den kältesten Stellen. Solche Zimmer sind dann meist vom Schimmelbefall besonders betroffen.
  2. Lüften Sie im Winter nicht stetig mit gekipptem Fenster - das Lüften dauert zu lange und die Lufttemperatur kühlt zu stark ab bzw. auch die Heizkosten können stark ansteigen. Besser: Sie öffnen die Fenster nur für kurze Zeit vollständig (Stoßlüften ca. 5 bis 10 Minuten) und stellen einen leichten Durchzug her.

  1. Je kälter und windiger es draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden.
  2. Lüften ist auch sinnvoll, wenn es draußen regnet.
  3. Je mehr Personen sich in einem Haushalt befinden, d. h. je mehr gekocht, gewaschen etc. wird, desto öfter muss gelüftet werden. Als Faustregel gilt, dass jeder bewohnte Raum am Tag mindestens 1 bis 2 Mal komplett gelüftet werden sollte.
  4. Möbel nicht direkt an die Außenwand / Wand stellen, damit die Luft hinter den Möbeln zirkulieren kann. Am besten sie haben einen Abstand zur Wand von mindestens 10 Zentimetern.
  5. Tritt Schimmel an Tapeten auf, so müssen die Tapeten bis hin zum Putz entfernt werden. Eine rein oberflächliche Reinigung reicht nicht mehr aus, da der Schimmel bereits in der Wand sitzt und immer wieder ausblühen wird. Den Schimmel auf dem Putz zunächst gründlich abwaschen und die Stellen über Nacht trocknen lassen. Dann mehrfach mit hochprozentigem Alkohol (z.B. Brennspiritus mit über 90% Alkoholgehalt) einsprühen und wieder trocken lassen. Die Wand muss richtig satt eingesprüht werden, damit der Brennspiritus einige Millimeter einziehen und so auch die Myzele in der Wand zerstören kann. Die Wand sollte anschließend mit einer Anti-Schimmel-Farbe bestrichen und danach tapeziert werden.
  6. Vorsicht vor Chemikalien, Schimmel-Ex, Antischimmel-Produkten usw. - sie enthalten starke hoch dosierte Herbizide, die nicht nur den Pilzen bzw. dem Schimmel gefährlich werden können. Eine Beratung durch einen Fachmann ist hier unbedingt zu empfehlen.
  7. Hat sich der Schimmel bereits großflächig auf der Wand verteilt, hilft kein Überstreichen oder Tapezieren mehr. Die Sporen des Schimmelpilzes können dadurch nicht mehr abgetötet werden. Es hilft nur noch, die Stellen zu trocknen und grundlegend neu zu verputzen.

Diese Informationen sind Empfehlungen, die in ähnlicher Form auch vom Deutschen Mieterbund gegeben wurden.

Falls Sie in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus Probleme mit Schimmelbildung haben, können Sie sich auch noch unsere Rubrik "Schimmel entfernen" (unterhalb des Artikels verlinkt) ansehen.

Dort gehen wir auf speziellere Probleme - z. B. Schimmel im Keller, Schimmel an Fenstern und Fugen, Schimmel in der Wand etc. - ein und zeigen geeignete Maßnahmen, wie Sie die Schimmelbildung verhindern oder ganz beseitigen können.

Viel Erfolg beim Bekämpfen des Schimmels!

27.02.2018 © seit 12.2003 Heiko Wahn
Kommentar schreiben