Schwedenfeuer / Schwedenfackel selber machen

Wer seiner Gartenparty eine romantische Note geben will, kann dies leicht mit einer besonders schönen Art von „offenem Feuer“ selbst machen – dem Schwedenfeuer. Das Schwedenfeuer – auch Finnenkerze oder Schwedenfackel genannt – wurde im Dreißigjährigen Krieg in Europa bekannt und ist heutzutage bei Partys und Gartenfesten sehr populär.

Beim Schwedenfeuer handelt es sich um einen präparierten Baumstamm, der im Garten als eine Art Fackel oder Lagerfeuerersatz genutzt wird.

Was ist ein Schwedenfeuer bzw. eine Schwedenfackel?

Das Prinzip des Schwedenfeuers ist denkbar einfach: Ein einzelner Baumstamm wird senkrecht eingeschnitten und von oben angezündet, so daß er als Licht- und Wärmequelle für die Gäste dient. So gibt er als eine Art Fackel, die beim Abbrennen ein besonders schönes Licht- und Farbenspiel der Flammen und Glut erzeugt – ein optisches Highlight für jede Gartenparty.

Wie kann ich ein Schwedenfeuer / Schwedefackel selbst machen?

Schwedenfeuer Schwedenackel selbst machen Bauanleitung 1 Sie brauchen einen entasteten Baumstamm mit einer Länge von 60 bis 150 cm, der einen Durchmesser von ca. 30 bis 60 Zentimetern hat. Die meisten empfehlen Nadelhölzer wie Kiefer, Tanne oder Fichte zu verwenden. Laubhölzer sind zwar auch geeignet, aber es kann sein, daß sie zu schnell aufhören zu brennen und anschließend nur noch durchglühen.

Wichtig ist vor allem, daß das Holz absolut trocken ist, damit es richtig abbrennen kann. Holz sollte etwa zwei Jahre lang an einem trockenen Ort gelagert werden, bevor es für ein Schwedenfeuer geeignet ist.

Der zweite Schritt besteht darin, das Holz senkrecht – am besten mit einer Kettensäge (oder Kreissäge) – von oben nach unten einzuschneiden. Dabei sägt man den Stamm nicht komplett durch, sondern läßt eine Bodenplatte von einer Höhe von ca. 10 cm unberührt, welche die Baumsegmente weiter zusammenhält.

Schwedenfeuer Schwedenfackel Bauanleitung 2 Schnitte Je nach Durchmesser des Baumstammes, kann man den Baumstamm in Viertel (bei dünneren Bäumen) oder in Achtel-Segmente (bei dicken Stämmen) sägen.

Grundsätzlich gilt – je mehr Schnitte gemacht werden, desto besser oder stärker wird das Schwedenfeuer später brennen, denn die Schnitte dienen als Luftzufuhr für das Feuer und erzeugen eine Art „Kamineffekt“. Es ist nicht empfehlenswert bereits „nasse“ Stämme vorzusägen und sie anschließend trocknen zu lassen, da sich das Holz beim Durchtrocknen noch erheblich verziehen kann.

Was sollte ich beim Aufstellen des Schwedenfeuers berücksichtigen?

Schwedenfeuer Schwedenfackel brennt Bedenken Sie, daß es sich beim Schwedenfeuer / Schwedenfackel um eine offene Feuerstelle handelt und offene Feuerstellen produzieren – je nach Wind und Wetterlage – mehr oder weniger Funkenflug. Achten Sie also darauf, daß ein möglicher Funkenflug des Schwedenfeuers keine Büsche, Bäume, Häuser, Gartenlauben etc. erreichen kann, d.h. ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten wird.

Als Faustregel kann man angeben, daß (an einem windstillen Tag) in einem Abstand von mindestens 5 Metern keinesfalls brennbare Materialien gelagert sein sollten. Also kalkulieren Sie hier lieber sehr großzügig als zu knapp!

Weiterhin sollte man den Baumstamm senkrecht auf einem nicht brennbaren Untergrund – beispielsweise einer Steinplatte – setzen. Diese darf ruhig etwas großzügiger dimensioniert sein, da gegen Ende die Baumsegmente sich von der Bodenplatte lösen können und zu Boden fallen.

Wie zünde ich das Schwedenfeuer / die Schwedenfackel an?

Eine besonders simple Methode ist die Verwendung von Grillanzündern (oder Ofenanzündern), den man oben in die Mitte und die Seitenschlitze steckt. Manche verwenden auch in Öl getränkte Lumpen zum Anbrennen. Falls ein Lagerfeuer in der Nähe sein sollte, können Sie dort auch etwas Glut entnehmen und auf die Schwedenfackel legen. Auch alte Wachsreste eigenen sich in Kombination mit einem Grillanzünder zum Anzünden des Schwedenfeuers.

Auf was sollte ich beim Abbrennen des Schwedenfeuers achten?

Die Glut in der Mitte des Baumstammes kann leicht eine Temperatur von 1000° Celsius bis 1200° Celsius erreichen. Achten Sie also darauf, daß sich keine Kinder in der unmittelbaren Nähe des Schwedenfeuers aufhalten.

Schwedenfeuer brennen zwischen 2 und 5 Stunden lang und gegen Ende können sich leicht einzelne Baumsegmente von der Bodenplatte lösen und jemanden verletzen. Wenn Sie die Party beenden wollen, bevor die gesamte Glut des Schwedenfeuers erloschen ist, empfiehlt es sich die Restglut mit etwas Wasser zu löschen. Dann kann auch spät nachts noch starker Wind aufkommen, ohne das Sie sich darüber Sorgen machen müssen.

Viel Spaß mit der selbst gemachten Schwedenfackel / Schwedenfeuer!

Heiko Diadesopulus

Scroll to Top