Sutherlandia Frutescens: Heilendes „Unkraut“ aus Afrika

Kann die unscheinbare Sutherlandia Frutescens, die wie Unkraut wächst, eine Heilkraft für die Menschen entfalten? Die Sutherlandia, ein bei uns verkanntes Pflanzengenie, fristet für die moderne Medizin ein vergessenes Dasein am Rande der sandigen, heißen Straßen im Süden Afrikas. Hier geben wir einen Überblick …

Sutherlandia Frutescens

Vielleicht liegt in diesem unscheinbaren Gewächs ein enormes Potenzial als Nahrungsergänzungsmittel gegen alle möglichen Leiden, auch für unsere westliche, von der Schulmedizin bestimmten Welt.

Sutherlandia Frutescens (auf deutsch Ballonerbse oder Krebsbusch genannt) ist ein immergrüner Halbstrauch und Schmetterlingsblütler aus der Familie der Hülsenfrüchtler – wie etwa auch die Erdnuss und die Sojabohne. Sie hat silbrig-grüne, fedrige Blätter, kleine, rote Blütenbüschel und die typischen blasenartigen Samenstände.

Sutherlandia ist eine sogenannte Pionier-Pflanze: Sie kann extreme Bedingungen ertragen und wächst an Stellen, an denen sonst keine andere Pflanze gedeihen kann. Etwas anderes ist dabei aber erstaunlich: Dringen andere Pflanzen in diese Gebiete vor, verschwindet die Ballonerbse. Handelt es sich bei Sutherlandia Fructens um einen Eigenbrötler? Im kargen Wüstenteil Südafrikas ist und bleibt sie aber oft einzige Pflanze weit und breit.

Kann diese kleine, rebellische Pflanze ihre Kraft an uns weitergeben? Immerhin schafft sie es an heißen, steinigen und sandigen Orten zu überleben und sogar Hitze, Stürmen und Trockenheit zu trotzen.

Immerhin haben neuere wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass Sutherlandia ein hervorragendes Mittel zur Stärkung des Immunsystems ist, gegen altersbedingten Zellabbau wirkt und auch gegen Stresssymptome hilft.

Sutherlandia – ein altes Allheilmittel?

Zumindest wird sie so von traditionellen Heilern in Afrika benutzt. Dort dient sie als Allheilmittel für vielfältige Gebrechen.

Beim Stamm der Zulu beispielsweise nennt man die Ballonerbse „Insiswa“ (alt) und „Umwele“ (neu), was eigentlich aber „Trauer und Dunkelheit vertreibend“ heißt. Gemeint ist die antidepressive Wirkung des Krebsbusches.

Die Sotho bezeichnen die Sutherlandia als „Motlepelo“, „das Herz zurückbringend“, denn bei allen Heilern wird die Wirkungskraft der Heilpflanze bei emotionalem Stress geschätzt.

Der traditionelle Name der Tswana für Sutherlandia ist „Phetola“, was soviel besagt wie „es ändert sich alles“, sie findet somit ihren Einsatz als „Medizin der Umstimmung“. Und das kann sie auch, denn die Pflanze vermag den Verlauf vieler Krankheiten positiv zu beeinflussen, verbessert die Stimmung und weckt so die Eigenheilkraft, eine Tatsache, die für eine Therapie von großer Bedeutung sein kann.

Beim Volk der Sotho wird sie zudem die Pflanze „Lerumo-lamadi“ – „Speer des Blutes“ – genannt. Hier wird sie vor allem als Mittel verwendet, welches das Blut reinigen und den Körper kräftigen soll. Sie wird dort gegen Leber- und Magenbeschwerden eingesetzt.

Pharmakologische Effekte von Sutherlandia

Als Hauptinhaltsstoffe enthält Sutherlandia zahlreiche Aminosäuren, wie z. B. L-Canavanin, daneben Pinitol und GABA, Gemische von bitteren Triterpenglykosiden und mehrere Flavanoide. L-Canavanin, eine nicht proteinogene Aminosäure, fungiert als ein L-Arginin Antagonist, verringert die Aufnahme essentieller Aminosäuren aus dem Darm und stört die Proteinbiosynthese. Antivirale (u. a. gegen Grippe-Viren), antimikrobiell, antifugale und antitumoröse Eigenschaften konnten nachgewiesen werden und erklären die erfolgreiche Anwendung von Sutherlandia in der Krebstherapie.

Pinitol ist für die antidiabetische Wirkung verantwortlich und kann zur Therapie des Kräfteverfalls bei Krebs- und AIDS-Patienten eingesetzt werden. Zusätzlich enthält sie das so genannte GABA, was für Gamma-Amino-Buttersäure (a – acidi) steht und eine nichtessentielle Aminosäure ist. GABA ist eigentlich das natürliche „Beruhigungsmittel“ des Gehirns, wirkt mentalem und emotionalem Stress, Angstgefühlen, Panikattaken, Depressionen und Schlaflosigkeit entgegen. Damit kann die stimmungsaufhellende Wirkung von Sutherlandia begründet werden. Die Triterpenoide wirken stark vitalisierend.

Fasst man die Forschungsergebnisse und klinischen Erfahrungen zusammen, können der Pflanze zahlreiche pharmakologische Effekte zugeschrieben werden: Sutherlandiapräparate wirken immunstimulierend, entzündungshemmend, gefäßerweiternd, schmerzstillend, insbesondere bei Magengeschwüren und Gastritis, pilztötend, sie sind wirksam gegen Viren, wirken antibakteriell, geschwulst- und tumorhemmend.

Hervorragende Pflanzensynergie: Hoodia und Sutherlandia

All diese Funktionen der Pflanze lassen sie aber auch – und das ist völlig neu – zum Diätergänzungsmittel werden: Sie nimmt den Hunger, stärkt und hebt die Laune und die Lust eine Diät durchzuhalten. Zusammen mit Hoodia Gordonii genommen, entwickelt sich im Körper des Diätwilligen ein Synergieeffekt, der erstaunlich ist: So hält man jeden Diätplan leichter durch und steigert sein Wohlbefinden und schafft etwas für seine Gesundheit.

Wissenschaftliche Ergebnisse konnten zudem bei beiden Mitteln keinerlei Nebenwirkungen feststellen. Jedoch sollte man – wie bei allen Nahrungsergänzungen – auf Reinheit der Präparate achten.

Letzter Hoffnungsschimmer für Aidskranke in Afrika?

Eine besondere Bedeutung kommt diesem Allroundtalent der Pflanzenwelt zurzeit aber wohl in der Behandlung von AIDS in Afrika zu: Die Pflanze scheint in der Lage zu sein das Immunsystem so zu stärken, dass für Aids-Patienten eine deutliche Besserung der Lebensqualität gegeben ist. Doch wirkt sie nicht gegen Aids, sondern mildert lediglich die Symptome. In Afrika jedoch ist sie oft die einzige Hoffnung für Aids-Patienten, ein Mittel, das man billig erwerben kann.

Westliche Pharmakologen sind jedoch weniger an Sutherlandia interessiert, denn das Mittel ist einfach zu billig, um interessant für geschäftlichen Gewinn zu sein. So wird kaum bei uns angeboten.

Weitere Informationen auf meiner Webseite: „Nape.de“ oder per Mail: Monika Braun

Monika Braun

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