Computerschutz: 9 Tipps für Anfänger und Senioren

Computerschutz - was ist das? Beim Thema Computer und Sicherheit sind oft Anfänger und Senioren völlig überfordert. Wer seinen PC schützen will, sollte einige grundlegende Regeln kennen und anwenden.

Hier erfahren Sie 9 wichtige Tipps zum Computerschutz, die Ihren PC sicherer machen. Im Folgenden werde ich die einzelnen Computerschutz-Tipps kurz erklären und zeigen, wie man sie umsetzt.

1. Computerschutz: Software regelmäßig updaten

Computerschutz Computersicherheit für Anfänger und SeniorenBei der Installation von Programmen wird meist die Option angeboten, dass das Programm automatisch nach Updates im Internet sucht und diese dann meldet bzw. selbstständig installiert. Hier sollten Sie zustimmen. Dann bekommen Sie nicht nur aktuelle Funktionen geboten und Fehlerkorrekturen, sondern einige Programme (z. B. Browser oder Betriebssystem) schließen auch bekannte Sicherheitslücken, die ansonsten zur Gefahr werden könnten.

Kontrollieren Sie bei Windows und Ihrem Browser, ob die automatischen Updates aktiviert sind:

  • Beispiel: Windows 7: Windows Update in die Suchfunktion eingeben und in der Liste anklicken - automatisches Update aktivieren.
  • Beispiel: Firefox 22: Menü "Extras" -> "Einstellungen" -> "Erweitert" - automatisches Update aktivieren.

2. Computerschutz: Aktuelle Virenprogramme verwenden

Hierzu kann man kostenlose Programme zum Schutz des PCs verwenden, wie das bekannte Avira. Es verhindert das Eindringen von Schadprogrammen bei der Installation von Software bzw. dem Surfen im Internet.

Sobald Avira installiert ist, sollte es durchgängig im Betrieb aktiv sein.

3. Computerschutz: Windows Firewall aktivieren

Die Firewall soll verhindern, dass nicht zugelassene Programme auf den PC zugreifen (Netzwerk, Internet) oder auf dem PC installiert werden.

  • Test: Geben Sie "Windows Firewall" in die Suche von Windows ein und wählen Sie das Suchergebnis aus. Kontrollieren Sie dort, ob die Firewall aktiv ist, bzw. aktivieren Sie sie gegebenenfalls.

4. Computerschutz: Sichere Passwörter benutzen

Wie das funktioniert, haben wir im Artikel "Passwort Sicherheit: Ein sicheres Passwort schützt vor Hackern" bereits beschrieben. Dort finden Sie auch eine Funktion, mit der Sie ein Passwort auf dessen Sicherheit hin testen lassen können. Falls Ihre verwendeten Passwörter "unsicher" sind, erzeugen Sie mit diesem Tool neue und tauschen sie gegen alte, unsichere aus.

5. Computerschutz: Mit eingeschränktem Benutzerkonto surfen

Computerschutz TippsViele Schadprogramme können nur dann erheblichen Schaden anrichten (bzw. sich überhaupt installieren), wenn man sich als "Administrator" auf dem PC einloggt. Legt man jedoch ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten ein, haben viele Schadprogramme keine Chance.

Um zu kontrollieren welches Benutzerkonto Sie gerade benutzen, geben Sie in die Suchfunktion "Benutzerkonten" ein und klicken dann auf das entsprechende Suchergebnis. Dort können Sie auch ein zweites Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten einrichten, welches Sie dann z. B. beim Surfen im Internet verwenden.

6. Computerschutz: Warnfunktion des Internet-Browsers nutzen

Viele Browser bieten die Option, "unsichere Webseiten" zu blockieren bzw. Warnmeldungen auszugeben. Diese Sicherheitseinstellungen finden Sie meist unter "Extras" ...

  • Einstellungen -> Sicherheit (Firefox)
  • Internetoptionen -> Erweitert -> Sicherheit (IE)

Aber auch Antivirenprogramme können im Internet problematische Webseiten erkennen und Warnungen ausgeben. Gerade Anfänger können so besser Seiten, die z. B. nur Passwörter oder Kontozugangsdaten stehlen wollen, erkennen.

7. Computerschutz: Keine unbekannten E-Mail-Anhänge öffnen

Schadprogramme in E-Mail-Anhängen zu verstecken, ist mittlerweile ein Klassiker. Denn viele Antivirenprogramme verhindern nur die "unbeabsichtigte" Installation von Viren, d. h., ein Virus kann sich nicht selbst installieren.

Daher kann man als Grundregel formulieren: Öffnen Sie niemals den Anhang einer fremden E-Mail! E-Mails von unbekannten Absendern sollten Sie generell löschen oder in den Spam-Ordner verschieben. Klicken Sie auch nicht auf die Links in Spam-Werbemails, sonst erkennen die Spammer, dass Ihre E-Mail-Adresse funktioniert, was zur Folge hat, dass Sie immer mehr Spam bekommen.

8. Computerschutz: Regelmäßig Backups des Betriebssystems und der eigenen Daten vornehmen

Jeder PC-Nutzer wird es irgendwann erleben, dass die Festplatte kaputt geht oder Windows aus irgendwelchen Gründen spinnt. Wenn Sie ein Backup angelegt haben, können Sie die Daten wiederherstellen - wenn nicht - sind alle Daten verloren.

Um die Windows eigene Datensicherung des Betriebssystems einzustellen, geben Sie in der Suchfunktion "Sichern" ein und klicken dann auf "Sichern und Wiederherstellen". Dort können Sie dann ein System-Backup einstellen / machen.

Zur Sicherung der eigenen Daten empfiehlt sich der Kauf einer externen USB-Festplatte, die man ganz einfach an den Rechner stöpselt und dort alle persönlichen Daten wöchentlich oder monatlich sichert.

9. Computerschutz: Sensibler Umgang mit persönlichen Daten

Spätestens seit dem Fall von Edward Snowden wissen wir, dass unsere Daten (z. B. in E-Mails) von allen möglichen Leuten ungefragt gelesen werden. Passwörter, Zugangsdaten, Daten von Benutzerkonten, Zugangscodes etc. sollten Sie also keinesfalls (unverschlüsselt) per E-Mail versenden. Geben Sie solche Daten nur an absolut vertrauenswürdige Personen - am besten mündlich oder schriftlich per Notizzettel - weiter.

Wenn Sie Webdienste nutzen (z. B. den Newsletter) vergeben Sie für jede Webseite andere Passwörter. Falls Sie dann einmal bei einer "bösen" Seite landen, können die Betrüger Ihr Passwort nicht auf anderen Portalen, Diensten etc. nutzen.

Soweit zu den Grundregeln der Computersicherheit für Anfänger.

Viel Erfolg beim Schutz Ihres Computers und Ihrer Daten!

20.06.2016 © seit 08.2013 Aris Rommel  
Kommentar schreiben