Wäsche schützen: Kleidermotten bekämpfen
"Männer umschwirren mich, wie Motten das Licht ..."
Der erotische Anklang verschwindet schnell, wenn sich das Licht vor dem Kleiderschrank befindet. Spätestens dann gilt es, diese Tierchen loszuwerden.
Es gibt eine Vielzahl von Mottenarten: die Kleidermotte, Getreidemotte, Kornmotte, Mehlmotte, Speicher-, Kakao- oder Tabakmotte und die Dörrobstmotte.
Die Kleidermotte findet sich, wie ihr Name schon sagt, in Kleidern und Kleiderschränken - ganzjährig und weltweit. Das Weibchen legt 100-250 Eier einzeln auf Wollstoffen, Polstermöbeln, Federn und Pelzen ab. Nach etwa zwei Wochen schlüpfen gelb-weiße Raupen, die je nach Umweltbedingungen in 60 Tagen bis mehreren Monaten zur Motte werden. Wenn für die Motten alles gut läuft, können vier Generationen im Jahr heranwachsen. "Du kriegst die Motten!"
Vom Ei bis zur Motte vergehen mindestens 10 Wochen. Es genügt also nicht, die fliegenden Tierchen loszuwerden. Sie müssen auch deren Eier bekämpfen.
Bekämpfung
- Tüten Sie die Textilien ein - damit sie keinen Geruch annehmen und nicht festkleben - und legen Sie sie zwei Tage in den Gefrierschrank. Das tötet jede Motte und jedes Ei.
- Waschen Sie alles, was möglich ist, in möglichst heißem Wasser. Prüfen Sie jedoch nach einigen Wochen, ob die Kleidung wirklich nicht mehr befallen ist.
- Saugen Sie alle Schränke und Kästen, in den sich Kleider befinden, aus - auch die Ritzen! Und denken Sie daran, dass sich das Mottennest auch im Staubsaugerbeutel befinden kann.
- Mit Mottenkugeln können Sie Motten chemisch bekämpfen. ("Mottenkugeln wurden früher hauptsächlich bei der saisonbedingten Verwahrung der Winter- oder Sommerkleidung in Truhen oder bei lang dauernder Verschiffung verwendet. Diesen Vorgang nannte man Einmotten. Zitat Wikipedia Mottenkugeln)
- Biologisch lassen sich Kleidermotten mit Schlupfwespen bekämpfen (siehe Wikipedia Schlupfwespen).
- Pheromonfallen können Sie im Fachhandel erwerben (siehe Wikipedia Pheromon). Damit lässt sich ein Mottenbefall nachweisen. Diese Fallen sind aber nicht für die Bekämpfung einer Population ausgelegt.
Vorbeugen
- Hängen Sie Kleider keinesfalls feucht oder ungereinigt in den Schrank. Schweiß- und Schmutzrückstände sind eine gute Nahrungsquelle für Motten. Bewahren Sie Kleidung kühl und trocken auf.
- Bürsten Sie Kleidungsstücke regelmäßig aus.
- Saugen Sie Kleiderschränke regelmäßig aus - auch die Ritzen!
- Legen Sie mit Lavendel gefüllte Säckchen (oder Socken) in die Schränke und Kleiderkästen und bestreichen Sie deren Wände mit Lavendelöl.
- Als natürliche Mottenabwehr können Sie auch Zedern-, Zirbelkiefer- oder Niembaumholz zwischen die Kleidung legen. Auch die daraus gewonnenen ätherischen Öle können Sie verwenden.
Wie Sie Sommerkleidung über den Winter "einmotten", können Sie in meinem Tipp "Sommerkleidung im Winter gegen Motten schützen" nachlesen.
Viel Erfolg beim Bekämpfen der Motten!
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| Motten biologisch bekämpfen |
Karina Bürger |
04.03.2011 16:03 |
Ich kann das mit den Schlupfwespen nur bestätigen, wir haben die Eier bestellt und rund 4 Wochen später keine einzige Motte mehr im Haus gehabt.
Um unseren Sohn nicht unnötigen Giften auszusetzen schied chemie von vornehinaus für uns aus.
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