Biologische Mottenbekämpfung mit Schlupfwespen

08.09.2010
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Karina Bürger
  

Haben Sie sich auch schon einmal über kleine Mottenlöcher in der neuen Bluse oder dem neuen Hemd geärgert? Einmal hat man nicht aufgepasst und schon haben sich Motten im Kleiderschrank eingenistet. Da solche Schäden durch Motten nicht nur ärgerlich, sondern auch recht teuer sein können, greifen viele schnell zur chemischen Keule, um das Problem zu lösen.

SchlupfwespeDabei gibt es eine biologische Alternative, die viel sauberer arbeitet - die Schlupfwespe. Als natürlicher Fressfeind der Motte kann sie das Problem auf natürliche Weise lösen. Wie funktioniert das?

Die Schlupfwespen sind parasitierende Insekten und gehören zur Art der Hautflügler. Je nach Art und Gegend erreichen die kleinen Helfer eine Lebensgröße von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern. Wobei die Arten, welche zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, im unteren Teil der Größenskala angesiedelt sind.

Durch die aggressive Haltung gegenüber ihrer Feinde und der daraus resultierenden Minimierung von Kleidermotten eignen sich einige Gattungen der kleinen Helfer als grandiose Schädlingsbekämpfer. So werden die Nützlinge immer häufiger in privaten Haushalten verwendet, wenn es darum geht, eine Plage von Lebensmittelmotten aufzulösen.

Aus einem von Schlupfwespen behandelten Mottenei schlüpft am Ende dann ein weiterer Nützling. Es gibt unterschiedliche Gattungen von Motten: zum Beispiel Mehlmotten, Dörrobstmotten, Kornmotten, Getreidemotten oder Reismotten. Schlupfwespen können gegen all diese Gattungen von Schädlingen erfolgreich und effektiv verwendet werden.

Aber nicht nur Motten werden von den Schlupfwespen getötet. Auch Blattläuse stehen auf dem Speiseplan der Helfer der besagten Nützlinge. Allerdings werden hier die Eier der Schlupfwespen direkt in das Wirtstier gegeben. Dieses stirbt nach kurzer Zeit und im Inneren des Insekts wächst die Larve zu einer neuen Schlupfwespe heran.

Und je mehr Arten der Schlupfwespen genauer bestimmt und beobachtet werden, umso mehr Einsatzmöglichkeiten als ungefährliche und biologisch korrekte Schädlingsbekämpfer werden sich anbieten.
Sie parasitieren am häufigsten Schmetterlinge, Käfer und Pflanzenwespen, also Schädlinge des Hauses. Sie stechen in den Körper von Schädlingen und deren Puppen oder Larven und legen ihre Brut hier ab.

250 Schlupfwespen sind ausreichend für ca 250 qm. Die Anwendung von Schlupfwespen gegen Motten ist in der Wohnung immer möglich.

Viel Erfolg beim Bekämpfen der Motten!

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