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Autoren bietet die deutsche Sprache eine kaum überschaubare Fülle von Konjunktionen und Adverbien. Füll-, Flick-, Un- oder Blähwörter werden die Fehltritte des guten Stils genannt. Wörter, die Texte würzen sollen, sie jedoch aufblähen und überfrachten. An Wörtern wie - auch, doch, freilich, eigentlich - erkennen Sie die Formulierungsschwächen des Autors.
Einige dieser Unwörter kennzeichnen ursächliche Folgen (also, dadurch, daher, demnach, denn, deshalb usw.) oder einen Gegensatz (aber, dagegen, demgegenüber, dennoch, hingegen, jedoch usw.). Sparsam eingesetzt erleichtern diese Wörter das Verständnis. Zu Füllwörtern werden sie, wenn sie gehäuft auftreten und die Bedeutung der Sätze verwaschen.
Eine wichtige Faustregel fürs Überarbeiten von Texten lautet: Streichen Sie alle Füll- und Unwörter ersatzlos!
Damit Sie nicht in mühevoller Kleinarbeit alle Wörter suchen müssen, haben wir diesen Test geschrieben. Geben Sie Ihren Text in das Textfeld ein und lassen Sie sich von unserem Script die Füllwörter entfernen.
Tipp zur Vorgehensweise: Lassen Sie alle Füllwörter ersetzen und lesen Sie sich danach Ihren Text durch. Oft fällt es nicht auf, dass die Wörter fehlen. Mit der Auswertung bekommen Sie eine Liste der Füllwörter und Beispielswerte von bekannten Schriftstellern.
Goethes Schwarze Liste
Johann Wolfgang von Goethe hat 1817 in seiner Zeitschrift "Ober Kunst und Altertum" eine Liste von Füllwörtern veröffentlicht (drittes Heft, S. 52-54). Die Liste ist betitelt mit:
Redensarten
welche der Schriftsteller vermeidet, sie jedoch dem Leser
beliebig einzuschalten überläßt.
Goethes Schwarze Liste enthält, außer Füllwörtern, Redensarten wie die folgenden:
Ich glaube ...
Ich möchte sagen ...
Man könnte sagen ...
Ohne Umschweife gesagt ...
Aufrichtig gesprochen ...
Wie man sich leicht vorstellen kann ...
Wert 4.6 |
Thema: 4.3 | Information: 4.7 | Verständlichkeit: 4.7 |
| Stimmen: 15 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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| Klammern | Klaus W | 05.06.2010 00:25 |
| RE: Klammern | Petra Sütterlin | 06.06.2010 20:45 |