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Hier ein kleiner Einführungskurs in die Hardware (festen Bestandteile) Ihres Computers für Anfänger. Ich werde im folgenden nicht alle Hardwareteile beschreiben - davon gibt es einfach zuviele - sondern nur diejenigen, die mittlerweile in PCs Standard sind. Dies mag Ihnen auch dabei helfen, sich beim Kauf eines neuen Rechners besser zu entscheiden, was dieser wirklich kann.
1. Computergehäuse
Fangen wir mit dem Gehäuse an, es gibt drei genormte Größen - Minitower, Miditower, Bigtower. Grundsätzlich bezeichnen sie nur verschiedene Gehäusegrößen - hier in aufsteigender Reihenfolge vom kleinsten zum größten. Die Wahl ist Geschmackssache - ich persönlich bevorzuge Miditower (mittlere Größe), da ich meinem Computer ab und an transportieren muß (und dabei keinen Möbelwagen mieten will). Beim Kauf eines neuen Gehäuses muß man allerdings auf die Netzspannung der Netzteile achten - diese sind von Mainboard zu Mainboard unterschiedlich.
2. Mainboard und Prozessor
Das "Mainbord" ist die Bezeichnung für die Hauptplatine - das Herzstück Ihres Computers. Auf diese Hauptplatine sind alle anderen Bauteile aufgesteckt oder per Kabel mit ihr verbunden. Auf dem Mainboard ist der Prozessorchip, die Graphikkarte, der RAM, die Netzwerkarte, die ISDN-Karte usw. aufgesteckt. Das Mainboard und Prozessor bestimmen im wesentlichen die Geschwindigkeit Ihres PCs. Im Prinzip gibt es die einfache Faustregel - je schneller der Prozessor (Geschwindigkeit wird in Mega- (Mhz) oder Gigaherz (Ghz) angegeben) desto schneller der Rechner. Einige Mainboards können mit schnelleren Prozessoren aufgerüstet werden - was gewöhnlich billiger ist, als sich einen neuen Rechner zu kaufen. Im Zweifelsfall einfach einen Fachmann fragen (Namen und Nr. des Mainboards mitnehmen) - er kann dann einen Preisvergleich für Sie anstellen. Manchmal lohnt sich diese Art der Aufrüstung.
Für Bastler ist die Aufrüstung des PCs mit einem neuen Mainboard (wenn das alte nicht mehr ausreicht) und Prozessor die billigste Variante. Hier kann man mit einem Fünftel des Kaufpreises (im Vergleich zu einem neuen Komplettsystem) sehr billig nachrüsten. Dies kann ich aber nur erfahrenen Computerusern empfehlen - oder Anfängern, die solche Leute kennen.
3. Festplatte
Die Festplatte ist sozusagen das Gedächtnis Ihres PCs - sie enthält das Betriebssystem (gewöhnlich Windows), alle Programme und sonstigen Daten, mit denen Ihr PC arbeitet. Jedes Programm, das Sie installieren - jede Datei, mit der Sie arbeiten, wird hier gespeichert. Heutzutage haben Festplatten schon eine Größe von 20 bis 40Gb (Gigabyte) - dies ist gewöhnlich mehr als genug Platz, um aufwendige Programme (wie Spiele - mittlerweile auch Windows) zu memorieren.
Kauft man Festplatten einzeln, so muß man diese gewöhnlich formatieren und partitionieren. Das Formatieren kann man sich vorstellen wie das Einrichten einer großen Bibliothek - das Formatieren wäre analog dem Aufstellen der Regale (Format) d.h. dem Anlegen des grundsätzlichen Ordnungssystems (Regale), welches später mit Büchern (Daten) verschiedener Sparten gefüllt werden kann.
Dies hat folgenden Vorteil:
Ist mein Betriebssystem mal hinüber (was bei Windows durchaus öfter
vorkommen kann), so sind die Daten auf den anderen Laufwerken sicher aufgehoben.
Ich brauche dann nur das Betriebssystem überzuinstallieren oder neu anzulegen
- und weiter geht's. Liegen alle Daten auf einem Laufwerk (welches ich im worst
case formatieren muß), ist alles weg. Dies ist gerade bei Viren oft das
letzte Mittel, um die Funktionalität des Computers wiederherzustellen. Also
besser auf Sicherheit gehen.
4. RAM
RAM ist die Abkürzung für "Random Access Memory". Der RAM ist eine Art von Zwischenspeicher, in dem häufig genutzte Daten von Programmen zwischengelagert werden können.
Stellen wir uns wieder die Bibliothek vor. Es kommen nun die ersten Besucher (Programme) und fragen beim Bibliothekar nach verschiedenen Büchern an. Der Bibliothekar rennt los und holt jedem Besucher das Buch, das er gerade verlangt. Nachdem er nun bemerkt, daß einige Besucher immer wieder nach denselben Büchern anfragen, wird ihm das Gerenne zu dumm und er legt die gefragtesten Bücher unter seiner Theke ab. Wenn ein Besucher nun zum hundertsten Male ankommt und nach demselben Buch (Daten) fragt, kann er das fragliche Werk einfach aus der Theke hervorzaubern und spart sich dabei sehr viel Zeit.
Dieser "Zwischenspeicher" entspricht der Idee des RAMs. Somit kann man sagen, je größer der Stauraum unter der Theke (RAM-Größe) ist, desto flotter wickelt der Bibliothekar den Kundenverkehr ab. Momentan sind RAM Größen zwischen 128 MB (Megabyte) bis 512 MB Standard bei neuen Rechnern - aber die Anforderungen steigen ständig.
5. Grafikkarte
Jeder Computer hat eine Grafikkarte, die (wie der Name schon verrät) die Daten in Bilder umwandelt. Die Schnelligkeit von Grafikkarten sind vor allem für Spielefans von großer Bedeutung. Gerade neue Spiele verlangen der Grafikleistung ihres Computers einiges ab - die meisten Spielehersteller konzipieren ihre Spiele auf Geschwindigkeiten, die dem neuesten Standard entsprechen. Wundern Sie sich also nicht, wenn auf einem älteren Computer neue Spiele ruckeln oder gar nicht mehr laufen. Jedes Programm gibt die "Systemanforderungen" an, unter denen es optimal oder minimal laufen kann.
Die Geschwindigkeit der Grafikkarte wird im wesentlichen von Ihrem Prozessor und Ihrem RAM-Volumen bestimmt. Wenn Sie Grafikkartenbezeichnungen sehen wie "Grafik max 64 MB shared Memory, 2D/3D" bedeutet dies, daß die Karte 64MB (Megabyte) RAM besitzt und auch 2D (D für Dimensionen, wobei 2 Dimensionen eine Fläche ergeben - 3 einen Raum) bzw. 3D fähig ist. Der Bildschirm kann natürlich nur zweidimensionale Bilder darstellen - aber manche Spiele arbeiten mittlerweile mit aufwendigen Grafiken, die eher "dreidimensional" und damit realistischer erscheinen, was natürlich mehr Rechenpower erfordert.
6. Soundkarte
Wie die Graphikkarte das Bild aus den Daten erstellt, so erstellt die Soundkarte den Klang. Für Büroarbeiten sind Soundkarten somit unnützes Beiwerk - aber für Spieler oder Leute, die über ihren PC auch Musik hören wollen ein absolutes "Muß". Es gibt mittlerweile sehr viele unterschiedliche Qualitäten von Soundkarten - wollen Sie sie nur zum Spielen benutzen, reicht meist die billigste unter den Angeboten. Viele bieten hier teure und völlig unnütze Features an wie "integrierten Synthesizer" oder ähnlichen Schnickschnack - also alles, was man gewöhnlich nicht braucht (außer Sie sind Studiomusiker - aber dann empfehle ich Ihnen nicht unbedingt eine normale Soundkarte). Lassen Sie sich also keinen teuren Kram andrehen, selbst die billigen Soundkarten (bis ca. 50 EUR) stellen fast jeden gehobenen Anspruch zufrieden.
7. ISDN-Karte oder Modem
Da Sie offensichtlich irgendwie auf unserer Site gelandet sind, beinhaltet Ihr Computer auch eine ISDN-Karte oder Modem. Diese Karte sorgt dafür, das die Daten Ihres Browsers über das Telefonnetz übertragen werden bzw. Sie selbst Daten aus dem Netz erhalten können.
Soviel erstmal für einen kleinen Überblick über die wichtigsten Grundbausteine des Computers!
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