Hausmittel: Was kann ich gegen Kopfschmerzen tun?

24.06.2004
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Andrea Munich
www.gartenpflege-tipps.de
  

Laut einer Studie des Forum Schmerz in Marburg leiden heutzutage etwa 54 Millionen Deutsche an Kopfschmerzen. Damit gehört diese Beschwerde zu den Volkskrankheiten. Die Ursachen für Kopfschmerzen sind vielfältig. Zum einen können Streß oder Überlastung Kopfschmerzen auslösen, zum anderen aber auch Infektionen oder Krankheiten im Bereich der Ohren. Auch nach übermäßigem Alkohol- oder Nikotingenuß können Kopfschmerzen auftreten. Wer viel am Schreibtisch - oder am Computer - sitzt, sollte auf seine Körperhaltung besonders achten. Angezogene Schultern, ein krummer Rücken oder ein steifer Nacken sind typische Folgen einer schlechten Körperhaltung, die ebenfalls Kopfschmerzen auslösen können.

Wer häufiger unter Kopfbeschwerden leidet, muß nicht immer gleich zur chemischen Keule greifen. Ich habe ein wenig geforscht, welche Hausmittelchen besonders empfohlen werden. Ich hoffe unter diesen Tips finden Sie gute Anregungen, die Ihnen helfen werden Ihre Beschwerde zu lindern. Fall Sie jedoch dauerhaft unter starken Schmerzen leiden sollten oder kurzfristig sehr starke Schmerzen bekommen, empfehle ich Ihnen im Zweifelsfall immer den Gang zu Ihrem Hausarzt.

Was können Sie zur Linderung ihrer Kopfschmerzen tun?

1. Übungsreihe gegen "Verspannungskopfschmerzen" - ein paar kleine Übungen, die Sie überall zwischendurch machen können.

  • Kopf kreisen:
    Setzten Sie sich gerade auf den Stuhl, lassen Sie die Arme locker an den Seiten nach unten hängen, der Rücken ist gerade aufgerichtet. Beginnen Sie in dieser Position locker mit dem Kopf zu kreisen - atmen Sie dabei locker und tief in den Bauch. Machen Sie jeweils drei Drehungen in eine Richtung - dann kehren Sie die Drehrichtung um, damit Ihnen nicht schwindlig wird. Die Schultern sollen dabei möglichst unbewegt bleiben, so daß Sie mit der Drehbewegung Ihre Nackenmuskeln lockern können. Führen Sie diese Übung ca. eine Minute lang aus.
  • Schultern kreisen:
    Behalten sie Ihre Grundposition bei, nur lassen Sie diesmal die Schultern kreisen. Fangen Sie mit kleinen Kreisen an und versuchen Sie den Radius der Kreisbewegung langsam zu vergrößern. Am Ende sollte die Kreisbewegung so groß wie möglich ausgeführt werden. Machen Sie diese Übung ca. eine Minute - danach kreisen Sie mit den Schultern in die entgegengesetzte Richtung.
  • Gesicht massieren
    Stellen Sie Ihre Ellbogen auf den Tisch, die Unterarme sind senkrecht aufgerichtet, die Hände offen. Legen Sie Ihre Gesicht mit geschlossenen Augen in die offenen Handflächen und massieren sie mit den Händen langsam mit kreisenden Bewegungen das ganze Gesicht. Fangen Sie mit der Stirn an, dann zu den Schläfen, die Augen, die Nasenseitenwände, die Backen und den Mund bis zum Kinn. Lassen Sie sich für die Massage mindestens eine Minute Zeit.

2. Pfefferminzblätter und Pfefferminzöl

Schon Plinius der Ältere riet in der Antike, bei Kopfschmerzen frische Pfefferminzblätter auf Stirn, Schläfen und dem Nacken aufzulegen. Reines Pfefferminzöl (10%ig) in alkoholischer Lösung äußerlich aufgetragen hat eine optimale Wirkung gegen Kopfschmerzen und das ohne Nebenwirkungen. Zusätzlich können Sie das Minzöl auch auf ein Taschentuch auftragen und tief inhalieren.

Für Kinder: Man nimmt einfach aus der Apotheke ein Fläschchen mit einem Schwämmchen, in dem sich 10%iges Pfefferminzöl befindet. Das Öl wird direkt über das Schwämmchen auf die schmerzenden Stellen - Stirn, Schläfen, Nacken - aufgetragen. Die ätherischen Öle der Pfefferminze lösen auf der Haut ein Kältegefühl aus. Botenstoffe, die den Schmerz verursachen, werden gehemmt. Die Muskulatur im Stirn- und Nackenbereich wird entspannt, die Kopfhaut besser durchblutet.

3. Mentholstick auf die Schläfen

Sie können sich auch einen Metholstick aus der Apotheke kaufen, der einfach auf die Stirn und die Schläfen aufgetragen wird. Durch das Menthol entsteht eine angenehme Kühle, die leichte Kopfschmerzen lindert.

4. Tigerbalsam gegen Kopfweh

Ich kenne einige Menschen, die auf Tigerbalsam schwören. Tragen Sie den Balsam sparsam auf Schläfen und Stirn auf. Bei Tigerbalsam ist allerdings Vorsicht geboten, da es nicht in die Augen und auf die Schleimhäute geraten sollte und bei manchen Menschen allergische Hautreaktionen hervorrufen kann.

5. Eisbeutel oder Eiskompressen helfen

Bei längeren Kopfschmerzattacken kann ich auch Eiskompressen - oder alternativ - einen gefrorenen Beutel mit Wasser empfehlen, den Sie sich im Liegen auf die schmerzenden Stellen legen. Sie können einfach einige Eiswürfel aus dem Eisfach holen und diese in ein feuchtes Handtuch einrollen. Eiskalte Wasserbrausen an die Schläfen haben ebenso einen schmerzlindernden Effekt.

6. Melissentee

Brühen Sie sich einen frischen Melissentee auf und trinken Sie ihn langsam, schluckweise während der Arbeit. Die Melisse wirkt beruhigend und krampflösend.

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