Urlaub mit Haustieren: Reisen mit dem Hund

Urlaub oder Reisen mit dem Hund Damit der Urlaub mit dem eigenen Hund zu einem schönen Erlebnis wird, sollten Sie sich im Vorfeld genauestens informieren und sorgfältig planen. Im Folgenden werden die wichtigen Bereiche getrennt aufgeführt und beschrieben. Bitte beachten Sie, dass verschiedene Länder verschiedene Bestimmungen haben, ob bzw. wie ein Hund einreisen darf. Besondere Einschränkungen können auch für spezielle Hunderassen gelten.

Nutzen Sie hier die Suchmaschine (z. B. Einreisebestimmungen für Hunde in Italien), und Sie werden schnell zu den gewünschten Informationen kommen. Über Einreisebestimmungen verschiedener Länder informiert Sie auch die Zollbehörde.

EU-Heimtierausweis für Reisen mit dem Hund

Die Einreisebestimmungen wurden in vielen Ländern vereinfacht. Sie können davon ausgehen, dass Sie in der Regel einen EU-Heimtierausweis benötigen werden. Alle Tierärzte in Deutschland dürfen ihn ausstellen. In diesem Ausweis sind unterschiedliche Informationen enthalten:

  • Wichtige Informationen über den Besitzer und sein Tier,
  • Impfnachweis gegen Tollwut (hier unbedingt die Fristen einhalten, die je nach Land etwas unterschiedlich sind, doch mindestens 3 Monate vor dem Reisebeginn),
  • Nummer, anhand derer der Hund identifiziert werden kann (seit Juli 2011 muss der Hund gechipt sein).

Der EU-Heimtierausweis gilt in den meisten EU-Ländern, doch es gibt auch Ausnahmen oder Zusatzbestimmungen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt. Sonderregelungen gelten für Welpen, die nicht älter als 3 Monate sind. Auch hier kann Ihnen Ihr Tierarzt weiterhelfen.

Hundeversicherung

Auch, wenn Sie einen gut erzogenen Hund haben – eine neue Umgebung ist immer aufregend und kann zu Verhaltensweisen Ihres Hundes führen, mit denen Sie nicht gerechnet haben. Verursacht Ihr Hund z. B. einen Auffahrunfall, muss der Halter zahlen (auch wenn Menschen dabei zu Schaden kommen). Ein weiteres Risiko stellen Krankheiten dar. Schnell können hier mehrere Hundert Euro Behandlungskosten fällig werden.

Zwei Versicherungen können relevant werden:

  • Hunde-Haftpflichtversicherung
  • Hunde-Krankenversicherung

Bei der Hunde-Haftpflichtversicherung sind die Prämien nicht besonders hoch. Sie bewegen sich in der Regel zwischen drei und sechs Euro im Monat (auch abhängig davon, ob eine Selbstbeteiligung vereinbart wurde). Die Hunde-Haftpflichtversicherung ist grundsätzlich sinnvoll, auch wenn man mit seinem Hund nicht verreist.

Bei der Hunde-Krankenversicherung gibt es eine nicht so große Auswahl. Hier kommt es auf die entsprechende Rasse, die Größe und das Alter Ihres Hundes an. Um ein Beispiel zu nennen: Der Dackel ist zwar ein kleiner Hund (die normalerweise günstiger versichert werden), doch er hat eine genetische Disposition (Dackellähmung), was sich auf die Prämie auswirkt.

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung, ob der Hund auch im Ausland versichert ist. Manchmal sind Aufenthaltsmindestzeiten vorgegeben, damit die Versicherung im Ausland gilt.

Hunde: Krankheiten durch Zecken und Mücken

In bestimmten Ländern (vor allem im Süden) können teils gefährliche Krankheiten durch Zecken- oder Mückenstiche auf den Hund übertragen werden.

Doch Sie haben es in der Hand das Risiko möglichst klein zu halten:

  • Erkundigen Sie sich, welche Krankheiten durch Zecken oder Mücken in Ihrem Urlaubsland ein Risiko für Hunde darstellen. Hier eine Europakarte mit den Risikoparasiten (Link) Klicken Sie rechts die entsprechende Krankheit an, dann wird sich die Karte entsprechend verändern.
  • Erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt, welche Produkte er Ihnen empfiehlt (Halsbänder oder Präparate, die auf verschiedene Hautstellen, des Hundes getropft werden).
  • Kontrollieren Sie regelmäßig das Fell Ihres Hundes an Stellen, wo sich Zecken gerne festsetzen, vor allem nach Ausflügen.
  • Wenn Sie eine Zecke gefunden haben, entfernen Sie sie mit einer Zeckenzange (beim Tierarzt erhältlich).

Reisen: Autofahrt mit dem Hund

Urlaub und Reisen mit dem Hund Nicht nur Menschen müssen im Auto gesichert werden, sondern auch Hunde. Das gilt für jede Straßenverkehrsordnung.

Bei einer Vollbremsung kann nicht nur der Hund, sondern auch die Menschen gefährdet werden, wenn das Tier durch das Auto geschleudert wird.

Eine Sicherung ist daher generell angesagt, unabhängig davon, ob man nach Italien oder zum Einkaufen fährt.

Es gibt drei Möglichkeiten Ihren Hund sicher zu transportieren:

  • Hundebox: Es gibt sie in unterschiedlichsten Größen und Ausstattung.
  • Hundegitter: Metallgitter sind sicherer als Netzgitter. Sie eignen sich gut für Kombis, doch es gibt auch Gitter, die sich vor die Rückbank montieren lassen. Noch sicherer ist eine Maßanfertigung, obwohl es auch Standardmodelle gibt.
  • Sicherheitsgurt: Dabei handelt es sich um ein Geschirr, das dem Hund angelegt und so eingestellt wird, dass die Bewegungsfreiheit des Hundes eingeschränkt wird. So kann er bequem auf der Rückbank Platz nehmen. Im Gegensatz zu den ersten beiden genannten Sicherungsmöglichkeiten wird durch den Gurt nicht nur der Mensch, sondern auch der Hund optimal geschützt.

Hundereise – Hotel oder Ferienhaus?

Die Chancen nach einer hundefreundlichen Unterkunft sind nicht nur land-, sondern auch ortsabhängig. Generell lässt sich sagen, dass es mehr hundefreundliche Ferienhäuser als Hotels gibt. Sie haben also die Möglichkeit Ihre Suche im Netz auf Ferienhäuser einzugrenzen (bei Hotels ist es schon schwieriger). In den meisten Urlaubsregionen darf in 50% der Ferienwohnungen oder Ferienhäuser ein Hund mitgenommen werden.

Dennoch sollte Sie genauestens prüfen, ob die Lage, Größe und Ausstattung der Wohnung Ihnen zusagt.

Wenn Sie ein bestimmtes Hotel ausgewählt haben, rufen Sie dort am besten direkt an und erkundigen Sie sich.

Hundestrände

Es gibt nicht viel Schöneres, als mit dem eigenen Hund am Strand herumzutoben. Doch auch hier sollten Sie sich vorab erkundigen, in welchen Urlaubsorten es Hundestrände gibt. Denn normalerweise gilt bei Badestränden strenges Hundeverbot. Wenn Sie allerdings die Wintersaison nutzen, haben Sie eine etwas größere Auswahl, denn manche Urlaubsorte lockern dann ihre Bestimmungen (Anfang Oktober bis Ende April bzw. Anfang November bis Ende März).

Erkundigen Sie sich, ob der Hund an einer Leine geführt werden muss oder ob Sie ihn freilaufen lassen können.

Reise-Checkliste für Reisen mit dem Hund

Kümmern Sie sich frühzeitig um notwendige Impfungen, um nicht in terminliche Engpässe zu geraten.

Gesundheit und Pflegeartikel

  • Europäischer Heimtierausweis und evtl. Zusatznachweise (z. B. Wurm- oder Zeckenbehandlung),
  • Reiseapotheke (z. B. Flohmittel, Zeckenmittel, Mittel gegen Durchfall …),
  • Zahnpflege- und Sonnenschutzmittel,
  • Fellpflege (Bürste …),
  • Handtücher


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Fressen und Trinken

  • Wasserkanister (für die Autofahrt),
  • Trink- und Futternapf,
  • gewohntes Futter,
  • Leckerlis und Kauknochen,
  • evtl. Dosenöffner, Gabel

Wohlfühlartikel

  • Decke,
  • Hundematratze oder Körbchen,
  • Spielzeug

Zum Teil Vorgeschriebenes

  • Leine und Halsband mit Adressanhänger (Urlaubsadresse + Heimadresse),
  • Maulkorb,
  • Kottüten (Schaufel),
  • Versicherungsnummer(n)

Viel Spaß und eine gute Erholung im Urlaub mit Ihrem Hund!

Cassandra B.