Wolken: Kennen Sie die Wolkenarten und ihre Entstehung?

Jeder hat schon einmal in den Himmel gesehen und eine Vielzahl unterschiedlicher Wolken beobachtet. Einem aufmerksamen Beobachter sagen die Wolken, ob es regnet, schneit, ob wir schönes Wetter oder ein Gewitter bekommen. In diesem Artikel zeige ich Ihnen verschiedene Wolkenarten und erkläre, wie ein Gewitter entsteht.

Welche Wolkenarten gibt es?

Wie jeder weiß, gibt es verschiedene Arten von Wolken, die unterschiedlich aussehen und ein Indiz für eine bestimmte Art von Wetter sind. Da man die Form von Wolken schwer erklären kann, habe ich im Folgenden eine kleine Grafik eingefügt, die verschiedene Wolkenarten zeigt und benennt.

Damit können Sie eine bestimmte Art von Wolken schneller erkennen und besser mit natürlich auftretenden Wolken vergleichen:

Wolkenarten in unterschiedlichen Höhen:

Wolkenarten Wolken Entstehung bestimmen

Wie entstehen Gewitterwolken?

Vor allem in den Sommermonaten Juni und Juli kommt es in Deutschland zu den meisten Gewittern. In diesen Monaten erwärmt die Sonne den Boden besonders stark und erzeugt so in Bodennähe heiße und feuchte Luft, die nach oben steigt. In den oberen Luftschichten kühlt die aufsteigende Luft wieder ab und Feuchtigkeit wird abgegeben und fällt wieder nach unten - Kondensationseffekt. Ein Kreislauf aus kalter und warmer Luft entsteht.

Kalte Luft kann wesentlich weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Luft. Die Feuchtigkeit wird an die Umgebung abgegeben - Wolken entstehen. Hält dieser Kreislauf für längere Zeit an, entstehen Quellwolken, die immer dunkler werden, bis sie wie Gewitterwolken aussehen.

Zudem bilden sich in Bodennähe oftmals negativ geladene Teilchen und in den oberen Luftschichten positiv geladene Teilchen. In der Luft entsteht also ein elektrischer Spannungsunterschied, der über die Zirkulation der Luft ineinander verwirbelt wird. Entlädt sich dieser Spannungsunterschied zwischen den Teilchen, entsteht ein Blitz.

Außerdem wird bei der kurzzeitigen Entladung des Blitzes enorme Wärme frei, da sich die Luft hier schlagartig auf ca. 30 000 °C erwärmt. Dies hat eine explosionsartige Ausdehnung der Luft zur Folge, die wir dann als Donner wahrnehmen.

Der Blitz bewegt sich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit und der Donner nur mit Schallgeschwindigkeit. Daher können wir die Sekunden zwischen Blitz und Donner zählen und so die Entfernung des Blitzes von uns bestimmen. Hier rechnet man damit, dass der Donner in der Sekunde ca. 333 Meter zurücklegt, d. h. sich in 3 Sekunden ca. 1 km weit bewegt. Deshalb entsprechen ca. 3 Sekunden einer Entfernung von ca. 1 Kilometer.

Lokale Gewitter, die in einer schwülwarmen Luft entstehen, werden meist als Wärmegewitter bezeichnet. Außer Wärmegewitter können auch Frontgewitter entstehen, die mit dem Aufzug einer Kaltfront entstehen.

Zum Abschluss will ich Ihnen hier noch eine kleine Gewitterdokumentation von mir zeigen:

 

Wolkenarten Wolken bestimmen
Bildung von Cirrocumulus–Wolken (Cc)
(Schäfchenwolken)
Höhe 4-12 km
Wolkenarten Wolken bestimmen
Allmähliches Auflösen der Cirrocumulus–Wolke (Cc).
Es bilden sich Altostratus–Wolken (Cs).
Höhe 3-7 km
Wolkenarten Wolken bestimmen
Altostratus–Wolken (As)
Wolkenarten Wolken erkennen
Übergang von Altostratus- (As) in Altocumulus–Wolken (Ac).
Höhe 3-7 km
Wolkenarten selbst bestimmen
Durch den Aufstieg weiterer warmer Luft bilden sich
große Cumulus–Wolken (Cu).
Höhe 1-3 km
Wolkenarten selber bestimmen
Den Höhepunkt bilden die Cumulusnimbus–Wolken (Cn)
mit ihrer Entladung.

Viel Spaß beim Beobachten verschiedener Wolkenarten!

13.06.2011 © Andreas Trepzik  

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