Klimaschutz: Was Sie wissen sollten – Was Sie machen können!

Wichtig für den Klimaschutz ist, daß alle mitmachen. Auch ein einzelner Haushalt verbraucht Energie und kann zum aktiven Schutz seinen Teil beisteuern. In diesem Artikel behandeln wir das Thema Klimaschutz vor allem unter dem Aspekt CO2 Emmissionen und Energieverbrauch – welche letztlich für den Treibhauseffekt verantwortlich sind.

Wie sieht der durchschnittliche Energieverbrauch in einem Haushalt aus?

CO2 -Verbrauch in %
Bereich
46%
Wärmeenergie für Wohnen und Warmwasser
38%
Auto und Verkehr
16%
Stromverbrauch im Haushalt

Eine Durchschnittsfamilie erzeugt somit ca. 12,7 Tonnen an CO2 pro Jahr. Die Ferienflüge schlagen nochmal besonders zu Buche – ein einzelner
Ferienflug auf die Kanaren würde 6 Tonnen CO2 freisetzen. Ein gutes Argument also, den Flugbetrieb so gering wie möglich zu halten.

Hier im weiteren einige kleine Anregungen, wie Sie selbst aktiv Energie einsparen können.

Klimaschutz beim Heizen

1. Raumtemperatur

Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart rund 6% Heizenergie. Empfohlene Werte
für ein gesundes Wohnklima sind:

  • Wohn- und Arbeitsräume 20°C
  • Küche und Schlafzimmer 18°C
  • Flure 15°C

2. Elektronische Thermostatventile

Klimaschutz was sie machen können Warum sollte die Heizung laufen, wenn niemand zuhause ist? Elektronische Thermostatventile
lassen sich programmieren – tagsüber senken sie die Raumtemperatur und
heizen pünktlich wieder auf, wenn Sie nach Hause kommen.

Außerdem sparen sie so Heizkosten ein – ein Heizungsfachmann kann Sie hierbei genauestens beraten.

3. Heizkörperdämmung

Die Wände hinter den Heizkörpern sind oft schlecht isoliert und die
Wärme kann nach außen entweichen. Mit speziellen Dämmplatten
oder flexiblen Dämmfolien können Sie den unerwünschten Wärmeaustritt
stoppen. So bleiben Ihre Heizkosten niedrig – und das ohne Einbußen im Wohnkomfort.

4. Neubau von Häusern

Wenn Sie einen Neubau planen, kann bei einer speziellen Energie sparenden Bauweise
der Energieverbrauch um bis zu 80% gegenüber dem Durchschnitt gesenkt werden.
Der Mehrkostenaufwand beim Bau dürfte sich also bereits nach wenigen Jahren auszahlen.

5. Heizungsrohre

Überprüfen Sie, ob Ihre Heizungrohre gedämmt sind (z.B. in Kellerräumen).
So stellen Sie sicher, daß die Energie auch wirklich in den Wohnräumen
ankommt.

6. Umwälzpumpen

Wenn Sie eine eigene Heizungsanlage besitzen, sollten Sie Ihre Umwälzpumpe
überprüfen lassen. Moderne Pumpen verbrauchen nicht nur erheblich
weniger Strom, sondern arbeiten auch präziser: sie pumpen nur soviel Wasser durch die Rohre, wie Sie zum
Heizen tatsächlich brauchen.

7. Lüften im Winter

Ein gekipptes Fenster bei laufender Heizung heizt die Straße gleich mit.
Besser ist es, kurz, aber dafür mit weit geöffnetem Fenster mehrmals täglich zu lüften (‚Stoßlüften‘).

Klimaschutz in der Küche

1. Küchengeräte

Für Großgeräte gibt es von der EU eine Energieverbrauchskennzeichnung
(EU-Label). Sie bewertet neben technischen Eigenschaften den Energieverbrauch
der Geräte. Die Skala wird in Buchstaben angegeben, wobei der Buchstabe
A für niedrigen Verbrauch, B entsprechend höheren Verbrauch etc. und
der Buchstabe G für sehr hohen Verbrauch steht. Kaufen Sie also am besten
Geräte der A-Klasse – Sie schonen damit das Klima und Ihren Geldbeutel.

2. Kühlschrank

Ein Kühlschrank steht am besten an einem Kühlen Ort, da er selbst
– um den Innenraum zu kühlen – Wärme freisetzen muß. Je wärmer
die Umgebungstemperatur ist, desto mehr Energie muß er aufwenden, um die
Innentemperatur konstant zu halten. Die schlechtesten Plätze für
einen Kühlschrank sind also neben dem Herd oder der Spülmaschine.

3. Herde

Die günstigste Lösung für das Klima bzw. den CO2-Verbrauch ist
eindeutig der Gasherd. Er verbraucht deutlich weniger Energie und kann temperaturmäßig viel direkter justiert werden als sein Gegenstück – der
Elektroherd.

4. Wasserkochen

Nehmen sie für jeden Topf auch die passende Herdplatte. Passend ist die Platte, die genau so groß ist wie der Topfboden – nie größer!
Wenn Sie beim Wasserkochen den Deckel auf den Topf setzen, können Sie bis
zu 25% Energie sparen.

Klimaschutz: Elektrik allgemein

1. Licht

Mit Energiesparlampen können Sie richtig Strom sparen. Im Vergleich zu
herkömmlichen Glühlampen liegt der Verbrauch bei gleicher Leuchtkraft
um bis zu 80% niedriger. Mittlerweile gibt es bereits Energiesparlampen in allen
herkömmlichen Designs, so daß Sie optisch keine Abstriche machen
müssen. In einem Wohnhaus können so schnell mehrere tausend Kilowattstunden
eingespart werden. Außerdem halten Energiesparlampen im Durchschnitt viel
länger.

2. Stand-by

Ein Fernseher, der auf Stand by Betreib läuft, verbraucht Strom und das
nicht zu knapp. Rund 70 Kilowattstunden kann Sie der Betrieb eines einzelnen
Gerätes kosten. Viele Geräte verbrauchen auch dann noch viel Strom,
wenn sie nicht genutzt werden. Eine einfache Steckdosenleiste mit einem Ein-Aus-Schalter
kann dann auf einfache Art Abhilfe schaffen. Wenn Sie die Geräte nicht benutzen, können
Sie die Steckdosenleiste einfach ausschalten.

Natürlich haben wir hier nur einige Beispiele für aktiven Klimaschutz
gegeben, den jeder leicht selbst realisieren kann. Wenn Sie mehr Informationen
haben wollen, wenden Sie sich an die Aktion
Klimaschutz
.

Heiko Diadesopulus

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