Massageöl selber machen / herstellen - 2 Rezepte

Die Massage ist schon lange keine Technik mehr, die man nur bei gesundheitlichen Problemen durchführt. So ist die "Wohlfühl-Massage" schon lange ein fester Bestandteil in der Wellness-Bewegung. Aber auch bei Paaren ist eine gegenseitige Massage (für die Erotik oder einfach nur zur Entspannung) sehr beliebt.

massageöl selber machen herstellen PartnermassageOft wird beim Massieren die Verwendung eines Massageöls empfohlen. Damit gleiten die Hände des Partners schön sanft und geschmeidig über den Körper. Die Duft- und Pflegestoffe des Massageöls sind zudem wohltuend für die Haut und regen unsere Sinnlichkeit an.

In diesem Tipp stellen wir Ihnen zwei Rezepte für Massageöle vor, die Sie selber machen können. Außerdem erfahren Sie, wie Sie die Rezepturen (Basisöl und ätherische Öle) selbst variieren können.

Massageöle selber machen /herstellen

1. Rezept: "Allround" Massageöl selber machen

Zutaten für das Massageöl

  • Basisöl: 60 ml Mandelöl
  • 6 Tropfen Muskatellersalbeiöl
  • 10 Tropfen Rosengeranienöl
  • 24 Tropfen Fenchelöl
  • 20 Tropfen Zitronengrasöl

Verfahren Sie mit dem Mischen folgendermaßen: Lassen Sie in das Basisöl 6 Tropfen Muskatellersalbeiöl hineintropfen und schwenken beide Öle, sodass sie sich gut vermischen. Genauso gehen Sie bei der Zugabe der weiteren Öle vor.

Wirkungen der Zutaten des Massageöls

  • Muskatellersalbeiöl: Es wirkt stimmungsaufhellend, aphrodisierend, beruhigend und entspannend. Es eignet sich gut für fettige oder schuppige Haut, da es die Funktion der Talgdrüsen reguliert und entzündungshemmend ist.
  • Rosengeranienöl: Es duftet blumig, warm und einer Rose ähnlich - es beruhigt und erhöht die Konzentration. Dieses Öl wirkt wohltuend auf das Nervensystem, entgiftet und entkrampft. Es wird gerne zur Pflege von trockener und irritierter Haut verwendet. Man sagt dem Geranienöl auch nach, dass es die Brüste entwickeln soll. Daher ist es oft ein Bestandteil von Busenölen. Wer sich für Brustmassagen interessiert und wissen will, wie man Busenöle selbst machen kann, sollte folgenden Artikel - hier auf Philognosie - lesen: Massageöle für Brustmassage selber machen (2 Rezepte).
  • Mandelöl: Dieses milde Öl ist sehr gut geeignet für empfindliche und trockene Haut. Es wirkt lindernd und kühlend bei gereizter Haut. Durch seinen geringen Säureanteil ist es dem menschlichen Hautfett sehr ähnlich, wirkt daher rückfettend und bietet eine natürliche Art des Schutzes und der Pflege. Mandelöl kann Falten glätten bzw. ihnen entgegenwirken und wird sogar in guter Qualität für Babys und Kindern empfohlen. Es verringert auch das Risiko von Schwangerschaftsstreifen.
  • Zitronengrasöl: Es wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und findet auch bei Pickeln und Akne Verwendung. Es strafft die Haut und das Gewebe, wirkt erfrischend, anregend und duftet sehr angenehm. Es vertreibt schlechte Laune.
  • Fenchelöl: Es glättet die Muskeln und macht sie geschmeidig und beweglich. Außerdem hemmt es Bakterien und Pilze.

2. Rezept: Massage-Kakaoöl selber machen

Hier handelt es sich um eine sehr exotische Mischung für alle, die gerne experimentieren.

Zutaten des Massageöls

  • Mandelöl
  • Kakao-Pulver (kein Kaba, sondern richtiger Kakao, der in jedem Supermarkt erhältlich ist)
  • dunkle Kuvertüre (als Block im Supermarkt erhältlich)

Die Menge der Zutaten richtet sich natürlich nach der Körpergröße und -umfang. 1/2 l Schokoladenöl dürfte aber locker ausreichen - vielleicht sogar für 2 Anwendungen. Das Kakao-Pulver wird in das Mandelöl hineingerührt - es löst sich sehr gut auf. Die Kuvertüre muss leicht erwärmt werden, damit sie sich mit der restlichen Masse gut vermischt. Zur Konsistenz: Es soll eine gleitfähige leicht zähflüssige Masse entstehen. Insofern kann je nach Belieben Kuvertüre bzw. Kakaopulver hinzugegeben werden.

Das fertige Schokoöl sollte vor der Massage leicht erwärmt werden - das ist sehr angenehm für das Auftragen auf die Hautpartien. Wer eine Wärmeplatte zur Verfügung hat, kann es auch während des Einreibens und der Massage warmhalten, denn es wird relativ schnell kühl und die Behandlung des ganzen Körpers dauert etwas Zeit.

Die Schokomasse hat einen leichten Peelingeffekt, wenn sie einmassiert wird. Achten Sie jedoch vor einer Massage darauf, eine Unterlage zu wählen, wo das Schokoöl nicht durchsuppt und im Anschluss gut zu waschen ist (Plastiktischdecke oder Ähnliches, darüber Handtücher/Laken). Vorher und nachher sollte mindestens geduscht werden. Wer will, kann sich im Anschluss an eine Massage einwickeln lassen (in Plastikfolie), damit das Öl und die Inhaltsstoffe des Schokoöls von einem warmgehaltenen Körper gut aufgenommen werden.

Wirkungen der Zutaten des Massageöls

Neben dem Peeling und damit Reinigungseffekt - wirkt das Öl sehr entspannend, euphorisierend und anregend (schon der Duft löst Glücksgefühle aus). Der Kakao enthält Antioxidantien, welche die Haut vor schädigenden Umwelteinflüssen und Feuchtigkeitsverlust schützt. Auch nach dem Duschen riecht der Körper ganz wunderbar nach Schokolade.

Tipps zum Variieren des Basis- oder Trägeröls

Es gibt viele Öle, die sich als Basisöl eignen. Sie sollten jedoch pflanzlich, kalt gepresst und von guter Qualität sein. Solche Öle sind länger haltbar und sehr sparsam im Verbrauch.

Wer obige Basisöle nicht verträgt, kann daher andere wählen, z. B.:

  • Olivenöl,
  • Sonnenblumenöl,
  • Aloe Vera Öl
  • Weizenkeimöl
  • Hanföl
  • Johanniskrautöl
  • Kokosöl
  • Aprikosenkernöl
  • Nachtkerzenöl
  • Traubenkernöl
  • Haselnussöl

Allgemeine Tipps zur Herstellung von Massageölen

Ätherische Öle dürfen niemals unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden! Sie können starke Reizungen verursachen. Basisöle allerdings können unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden, deshalb auch der Name.

Die Massageöle sollten in abgedunkelten Flaschen aufbewahrt werden, damit sie ihre Wirkung nicht verlieren und länger haltbar sind.

Viel Erfolg beim Herstellen und Anwenden eines Massageöls!

17.05.2016 © seit 02.2002 Cassandra B.  

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