Mundspülung mit Öl und Zungenschaben

Teaser: In der Ayurvedischen Gesundheitslehre gibt es manch hilfreiche Dinge, die man ohne große Umstände in die alltägliche Routine mit eingliedern kann. So auch das morgendliche „Zungenschaben“ und die anschließende Mundspülung mit Speiseöl, um die A ...

In der Ayurvedischen Gesundheitslehre gibt es manch hilfreiche Dinge, die man ohne große Umstände in die alltägliche Routine mit eingliedern kann. So auch das morgendliche „Zungenschaben“ und die anschließende Mundspülung mit Speiseöl, um die Abwehrkräfte zu unterstützen und zu fördern.

Natürlich gibt es für das Zungenschaben eigens dafür geformtes „Werkzeug“, welches in etwa wie eine gebogene, breite Fahrradspeiche aussieht ( wer Gelegenheit dazu hat, kann sich von Asienbesuchern einen Originalen mitbringen lassen ). Für unsere Zwecke soll ein Teelöffel genügen, welcher ruhig etwas scharfrandig sein darf, hier haben sich die einfachen Blechlöffel als sehr vorteilhaft erwiesen.

Am Morgen nach dem Aufstehen ( und noch vor dem Zähneputzen ) bewaffnet man sich also mit besagtem Löffel und zieht vom hinteren Zungenrand nach vorne zur Zungenspitze Bahnen ab. Der am Löffel haftende Belag wird vor jedem weiteren Ansatz zur nächsten Bahn abgespült. Ist die Zunge einmal geschabt, kann man die Zunge mit einem Schluck Wasser befeuchten und die Prozedur noch einmal wiederholen. Wichtig ist hier so weit hinten wie möglich anzusetzen ( ohne aber Brechreiz auszulösen! ). Hilfreich ist die Zungenspitze mit der freien Hand zu halten.

Wird dies einige Zeit regelmäßig angewendet, so wird man bemerken, dass nach dem ersten Schaben schon die Zunge ihre rote Farbe sehen lässt, d.h. sie ist nun frei von den dicken Belägen auf den Papillen, die nicht nur ein besseres Geschmacksempfinden verweigern sondern auch dafür sorgen, dass sich Bakterien sammeln und verhaften können, ohne in den auch für Krankheitserreger und deren Bekämpfung zuständigen Magen zu gelangen.

Um nun die morgendliche Mundspülung zu komplettieren wird der Mund mit einem Schluck Speiseöl gespült. Hier kann man normales Pflanzenöl, Sonnenblumenöl oder am besten Leinöl verwenden, abgeraten sei von Oliven oder Kürbiskernöl ( welche zu geschmacksintensiv sind um das Frühstück angemessen genießen zu können ). Das Öl wird im Mund wie eine Mundspülung verteilt, einige Minuten durch den Mund gewirbelt und anschließend wieder ausgespuckt ( verworfen ).

Diese Anwendung hat säubernde Wirkung auf die gesamte Mundschleimhaut, ähnlich dem Zungenschaben, nur dass hier auch die Speichelbildung mit angeregt wird, welche ebenfalls eine Rolle für das Immunsystem spielt.

Erfahrungsgemäß bekommen Menschen, die diese Anwendung regelmäßig betreiben, weniger oft grippale Infekte und sind gegen Erkältungen besser gewappnet!

04.03.2013 © seit 11.2004 Susanne Guckenberger
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