Kamillendampfbad: Inhalieren gegen Schnupfen - für schöne Haut

Ein Kamillendampfbad - d. h. Kamille inhalieren - hilft nicht nur gegen Schnupfen, sondern macht auch eine schöne Haut.

Die Kamille ist eine günstige Heilpflanze ohne Nebenwirkungen, die jeder leicht anwenden kann. Sie zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Heilpflanzen in Deutschland.

Das anspruchslose Heilkraut ist in ganz Europa zu finden und wächst vorwiegend an Wegesrändern und Äckern.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Kamille ernten (sammeln) und 2 Rezepte, wie Sie aus Kamillenblüten ein Kamillendampfbad zum Inhalieren machen.

Kamillendampfbad: Inhalieren gegen Schnupfen - für schöne Haut

Kamille inhalieren: Kamille selber sammeln / ernten

Kamille inhalieren selber ernten sammeln TippsKamille kann jeder zwischen Mai und August selber sammeln / ernten. Der optimale Zeitpunkt der Ernte ist ca. 3-5 Tage nach dem ersten Aufblühen - dann ist der Gehalt an heilsamen Wirkstoffen am höchsten. Zu den wichtigen Wirkstoffen zählen die ätherischen Öle - vor allem das Azulen -, aber auch das Chamazulen und Bisabolol.

Kamille ernten Sie am besten bei sonnigem Wetter an abgelegenen Orten wie Äckern, Wegesrändern, Ödland oder an Mauern.

Sammeln Sie die Blütenköpfe - möglichst unbeschädigt - und achten Sie darauf, dass die Pflanze frei von Fäulnis, Schimmel und Ungeziefer ist. Vorsicht: Kamille ist licht-, druck- und wärmeempfindlich.

Damit die Inhaltstoffe erhalten bleiben, sollte die Kamille direkt nach der Ernte verarbeitet werden. Dazu wird sie zum Trocknen auf Zeitungspapier an einem luftigen, warmen Ort (ideal sind 21 bis 27°C) gelegt.

Nach dem Trocknen werden die Blütenblätter entfernt, d. h. nur die Köpfchen werden in dunklen, geschlossenen Gefäßen oder Dosen kühl aufbewahrt. So lässt sich die selbst geerntete Kamille etwa ein Jahr lang lagern.

Alternativ bekommen Sie die Kamillenblüten in jeder Apotheke / Drogerie / Kräuterladen bzw. im Teebeutel auch in jedem Kaufhaus.

Inhalieren: Wofür ist ein Kamillendampfbad gut?

Kamille inhalieren sammlen selber ernten TippsNeben den Gesichtsdampfbädern zum Inhalieren des Dampfes eignet sich Kamille auch zur Behandlung von Magenbeschwerden und Entzündungen der Magenschleimhaut.

Für diese Anwendungsfälle ist ungesüßter Kamillentee zu empfehlen, der warm mehrmals täglich eingenommen werden soll.

Das Kamillendampfbad oder Kamillenbad zur Inhalation eignet sich vor allem zur Behandlung von chronischem Schnupfen und Schleimhautentzündungen der Nasen- und Nebenhöhlen.

Wie mache ich ein Kamillendampfbad zum Inhalieren?

1. Rezept zum Inhalieren mit Kamille

Kamille inhalieren Kamillendampfbad selber machenBringen Sie 100g Kamillenblüten in zwei Liter Wasser zum Kochen. Ein Eukalyptuszusatz kann zusätzlich dabei helfen, die verstopfte Nase wieder freizumachen. Lassen Sie den Sud ca. 5 Minuten köcheln, bevor Sie ihn vom Herd zum Inhalieren nehmen.

2. Rezept zum Inhalieren mit Kamille

Alternativ können Sie Kamille auch aus Teebeuteln nehmen und 50 Gramm davon (abwiegen oder anhand der Mengenangabe, die auf der Packung steht, errechnen) auf einen Liter Wasser aufbrühen. Lassen Sie den Sud 5 Minuten lang zugedeckt ziehen, bevor Sie die Kamillendämpfe inhalieren.

Wie inhaliere ich die Kamillendämpfe?

Bringen Sie Ihren Kopf möglichst nah über den dampfenden Kamillensud und legen Sie sich zusätzlich ein Handtuch darüber, sodass die wertvollen Dämpfe nicht entweichen. Die Temperatur sollte so sein, dass Sie angenehm und tief atmen können. Bleiben Sie ca. 5 bis 10 Minuten unter dem Handtuch und inhalieren Sie durch Mund und Nase die heilenden Dämpfe.

Kamille wirkt hier heilsam gegen Schnupfen, Heiserkeit und sogar gegen Stirnhöhlenvereiterung. Ich empfehle, das Dampfbad während der Krankheitszeit täglich oder mindestens ein- bis zweimal wöchentlich anzuwenden.

Neben der Heilwirkung gegen Erkältungskrankheiten, reinigen diese Dämpfe auch die Haut und geben ihr ein gesundes und rosiges Aussehen.

Viel Erfolg beim Inhalieren der Kamille gegen Schnupfen oder für eine schöne Haut!

01.03.2018 © seit 10.2004 Heiko Diadesopulus  
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