Ein Metallzaun gilt als pflegeleicht, und meistens stimmt das auch. Ganz ohne Aufmerksamkeit kommt er trotzdem nicht aus: Die Beschichtung schützt das Metall vor Feuchtigkeit, aber nur, solange sie unversehrt ist. Wer ihre Schwachstellen kennt, kann gezielt hinsehen.
Wo die Beschichtung angreifbar ist – und was ihr im Winter zusetzt
Eine Pulverbeschichtung gilt als widerstandsfähiger als ein einfacher Anstrich, ist aber kein Freibrief. Typische Schwachstellen sind Schweißnähte, Schnittkanten und Stellen, an denen beim Transport oder bei der Montage etwas abgeplatzt ist. Auch der Fuß der Pfosten verdient einen Blick, denn dort halten Spritzwasser, Laub und Erde die Feuchtigkeit länger. Manche Zäune sind zusätzlich feuerverzinkt, bei anderen schützt allein die Beschichtung. Beim Kauf lohnt die Frage, welche Variante vorliegt und ob die Pfosten oben verschlossen sind, damit kein Wasser in die Rohre läuft.

Wo und wie beschichtet wird, entscheidet der Hersteller. Manche beschichten im eigenen Haus, zum Beispiel Regulazaun mit einer eigenen Pulverbeschichtungsanlage in Witnica. Pflegen muss man die Oberfläche in jedem Fall.
Im Winter kommt Salz hinzu. Gelöst in Wasser beschleunigt es die Korrosion, auch bei verzinktem Stahl, sobald es auf freiliegendes Metall trifft. Entlang von Gehweg und Einfahrt ist das am Zaunfuß ein typischer Fall. Frost verschärft das Problem, denn Wasser, das in einen Kratzer oder Spalt gelangt, dehnt sich beim Gefrieren aus und kann die Beschichtung weiter aufbrechen. Hilfreich ist es, Streusalz vom Zaun fernzuhalten, Laub und Erde am Fuß zu entfernen und den Zaun nach dem Winter mit klarem Wasser abzuspülen.
Reinigen und kleine Kratzer behandeln
Zur Reinigung genügen lauwarmes Wasser, ein weiches Tuch oder eine weiche Bürste und bei Bedarf ein mildes, pH-neutrales Reinigungsmittel. Scheuermittel, Lösungsmittel sowie stark saure oder alkalische Reiniger greifen die Beschichtung an. Danach gründlich mit klarem Wasser nachspülen, damit keine Rückstände bleiben. Kleine Kratzer sollten gesäubert, getrocknet und mit passendem Reparaturlack abgedeckt werden, bei Stahl auch mit Zinkspray, bevor Feuchtigkeit das Metall erreicht. Optisch bleibt eine solche Ausbesserung meist sichtbar, größere Schäden erfordern eine neue Beschichtung.
Zwei Kontrollgänge im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, reichen in der Regel aus: Schwachstellen ansehen, reinigen, kleine Schäden ausbessern. Das kostet wenig Zeit und verhindert, dass aus einem Kratzer ein größerer Schaden wird.