EC- / Kreditkarten geklaut: Konto gebührenfrei sperren lassen

Wer schon mal seinen Geldbeutel verloren hat, kennt den Schrecken, der einem in die Knochen fährt. Denn viele Menschen bewahren im Geldbeutel nicht nur Bargeld, sondern auch EC- und Kreditkarten, Krankenversicherungskarten oder andere elektronische Identifikationsmedien auf.

Wenn man kein Glück hat - d. h. ein ehrlicher Finder die Geldbörse beim Fundbüro abliefert - ist man sein Bargeld plus Kreditkarten los.

Kreditkarte ist weg: Was kann ich tun?

1. Tipp: Fundbüros in der Nähe Ihres Wohnortes finden

Fundbüros sind meist kommunale Einrichtungen, die gefundene Gegenstände annehmen und gewöhnlich ca. 6 Monate aufbewahren. Größere Städte richten auch lokale Fundbüros ein. Wenn Sie prüfen wollen, ob Ihre Geldbörse beim Fundbüro in Ihrer Stadt oder Kommune gelandet ist, suchen Sie zunächst die Telefonnummer des dortigen Ordnungsamtes heraus. Eine andere Alternative ein Fundbüro in Ihrer Nähe zu finden ist Google:

Geben Sie hier in die Suche einfach den Suchbegriff "Fundbüro" und den Namen Ihrer Stadt ein. Dann bekommen Sie eine Anzeige auf Googlemaps -> dort werden dann meist mehrere Fundbüros (mit Adresse und Tel.Nr.) in Ihrer Nähe angezeigt.

2. Tipp: Wie kann ich schnell und sicher elektronische Ausweise und Kreditkarten sperren lassen

Sind die Kreditkarten erst einmal weg, sollte man sich sehr schnell darum kümmern, diese bei der jeweiligen Bank sperren zu lassen. So kann man wenigstens verhindern, dass der Dieb nicht auch noch die eigenen Konten plündert. Hierzu gibt es in Deutschland eine besondere Einrichtung, bei der man kostenlos und rund um die Uhr (24 Stunden Service) seine Karten sperren lassen kann - den sogenannten Sperr-Notruf.

Die Telefonnummer des Sperr-Notrufs lautet: 116 116 (gebührenfrei im Inland)

Diese Zentrale Anlaufstelle zur Sperrung elektronischer Berechtigungen wurde von der Bundesnetzagentur eingerichtet und dient als zentrale Anlaufstelle zur Sperrung vieler elektronischer Identifikations-Medien. Hier können Sie unter anderem folgende Ausweise und Kreditkarten sperren lassen:

  • Kredit und EC-Karten
  • digitale Signaturen
  • Krankenversicherungskarten
  • Mitarbeiterausweise
  • Kundenkarten

"Sperr e. V. – Verein zur Förderung der Sicherheit in der Informationsgesellschaft" ist der Inhaber dieses Sperr-Notdienstes und hat seinen Sitz in Berlin. Zudem ist es auch möglich, den Sperr-Notdienst aus dem Ausland anzurufen.

Die Telefonnummer des Sperr-Notrufs lautet: +49 30 40504050 (kostenpflichtig für Auslandsanrufe)

Wenn Sie mehr über diesen Dienst zum Sperren der EC- oder Kreditkarten wissen wollen, finden Sie hierzu auf Wikipedia den Artikel "Zentrale Anlaufstelle zur Sperrung elektronischer Berechtigungen". Für sprach- und hörgeschädigte Menschen ist der Sperr-Notruf 116 116 auch über einen textbasierten Dialog per Fax erreichbar.

Wie geht eine Sperrung der EC- oder Kreditkarte vor sich?

Bevor Sie beim Sperr-Notruf anrufen, sollten Sie sich die wichtigsten Daten Ihrer Karten schon einmal zurecht legen - z.B. Kontonummer und Bankleitzahl. Hilfreich zum Vorbereiten des Anrufes ist auch das Dialog-Schema zu kennen, mit dem dieser Dienstleister arbeitet. Die Webseite "Servodata" hat hierzu ein sehr nützliches Info-Diagramm angefertigt, das Sie auf einen Blick über den gesamten Vorgang des Sperrens Ihrer EC- oder Kreditkarte informiert.

Link: Info-Diagramm, wie die Sperrung einer Karte beim Sperr-Notruf funktioniert

Damit sollten Sie nun die wichtigsten Tipps beisammen haben, um umgehend und kompetent Ihre EC-, Kredit - oder sonstige elektronische Karten sperren zu lassen.

Viel Erfolg beim Sperren Ihrer wichtigen Bankkonten!

09.06.2016 © seit 04.2011 Heiko Diadesopulus  
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