Spirituelle Symbole der Adventszeit und der Rauhnächte

Die christliche Adventszeit und die heidnischen Rauhnächte sind voller spiritueller Symbole. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Symbole und Zuordnungen dieser besonderen Wintertage vor. Außerdem werden Anregungen gegeben, wie die 12 Rauhnächte gefeiert werden können.

Einführung

Symbole Advent RauhnächteIn alten Zeiten galten diese Tage bei unseren Vorfahren als die heiligen Nächte. Es wurde nicht gearbeitet, man zog sich mit seiner Familie zurück – feierte und orakelte. Die Rauhnächte oder Rauchnächte sind die geheimnisvollste Zeit des Jahres.

Diese zwölf Nächte sind Los und Orakelnächte. Ihnen wird eine Bedeutung für die Zukunft zugeschrieben. Jede dieser Nächte entspricht einem Monat des nächsten Jahres.

Die Skorpionzeit von Ende Oktober bis Ende November fordert uns auf, ruhiger zu werden und sich dem ewigen Kreislauf der Natur hinzugeben. Die Lebenskraft der Pflanzen zieht sich zurück und sammelt sich in den Wurzeln der Mutter Erde. Es ist nebelig und düster und die Tage werden immer kürzer. Besonders im Monat November werden wir mit der Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert, durch Allerheiligen, Allerseelen, Buß – und Bettag und dem Totensonntag.

Die Adventszeit

Die vier Sonntage vor Weihnachten stehen für die Vorbereitungszeit der Geburt Jesu. Im Mittelalter ging man davon aus, dass die Erde viertausend Jahre vor Christi Geburt geschaffen worden sei. Symbolisch stehen nun diese vier Wochen für die viertausend Jahre, in denen die Menschen auf Jesus warten mussten.

Die heilige Zahl vier finden wir auch in den Jahreszeiten, den Elementen und den Himmelsrichtungen wieder. Vom ersten Advent sind es 28 Tage bis zum Heiligen Abend. Ein Mondzyklus dauert 28 Tage, auch ein durchschnittlicher Menstruationszyklus hat 28 Tage. Wenn wir nun etwas in unserem Leben verändern wollen, ist es sinnvoll, an mindestens 28 aufeinanderfolgenden Tagen an unserem Herzenswunsch festzuhalten, damit sich die Energie des neuen Glaubenssatzes festigen und aufbauen kann. Die Adventszeit versinnbildlicht einen solchen Zeitraum.


1. Advent
Element Luft – der Gedanke
der Anfang
alles steckt im Keim
das Göttliche
die Summe aller Möglichkeiten
2.Advent
Element Wasser – den Gedanken fühlen
Zweifel
Dualität
Zwielicht
Gegensätze
3. Advent
Element Feuer – Handeln – Tun
Körper-Seele-Geist
Geburt-Leben-Tod
Bewegung
Wachstum
4. Advent
Element Erde – Verwirklichung
Ordnung
Manifestation
Ganzheit
Vollendung
Wir warten in Frieden, in der Zeit der Stille, finden zu uns selbst und sind bereit das neue Licht zu empfangen.

4. Dezember – Barbara Tag ist ein Lostag

Der Barbara Tag ist der Gedenktag an die heilige Barbara von Nikomedien. Sie ist als Märtyrerin gestorben und gilt als die Schutzpatronin der Bergleute, Feuerwehrleute, Gefangenen und der Sterbenden.

Traditionell werden an diesem Tag Obstzweige geschnitten und ins Wasser gestellt. Das Aufblühen bis zum Heiligen Abend soll Glück im neuen Jahr bringen. Der blühende Zweig ist auch ein Zeichen des Neubeginns und die Hoffnung auf einen baldigen Frühling.

Die Rauhnächte

Es ist eine Zeit zwischen der Zeit, eine mystische Übergangszeit zwischen den Jahren. In diesen Nächten öffnen sich Tore zu anderen Dimensionen. Ein alter Volksglaube sagt, dass in dieser Zeit die Geister Ausgang haben.

Diese Zeit eignet sich besonders für verschiedene Orakeltechniken, Geisterbeschwörung, Ahnenarbeit oder Geisteraustreibung. In dieser Zeit können wir uns besser mit den höheren Welten verbinden.

Aufräumen, entrümpeln und ordnen ist angesagt. Denn Unordnung zieht schlechte Energien an und verursacht Krankheiten.

Woher stammt der Name Rauhnächte?

In den Rauchnächten wurden die Räume eines Hauses ausgeräuchert um die Infektionsgefahr zu vermeiden, um böse Geister fernzuhalten und um Unheil abzuwenden. Aus dem Wort Rauchnacht wurde die Rauhnacht. Der Name geht auf das Wort“ ruch“ (haarig) zurück. Das könnte auf Tierfelle deuten, die man bei den Umzügen trug. An vielen Orten wurden Maskenumzüge durchgeführt, um die bösen Geister fernzuhalten. Dabei wurden auch Tierfelle verwendet.

Zwölf Rauhnächte

Die Zahl zwölf ergibt sich aus der Differenz von einem Sonnen- und einem Mondjahr. Ein Mondjahr besteht aus 354 Tagen - demnach fehlen zwölf Nächte bis zu den 365 Tagen eines Sonnenjahres. Deshalb wurde in jedem vierten Jahr ein Schalttag eingeführt. Es sind die zeitlosen Nächte zwischen den Jahren. Die Geschehnisse jeden Tages (Nacht) stehen symbolisch für einen Monat des folgenden Jahres.

Träume in diesen Nächten geben Aufschluss darüber, was passieren wird. Träume vor Mitternacht erfüllen sich in der ersten Monatshälfte, Träume nach Mitternacht am Ende eines Monats. Alles, was in diesen zwölf Tagen geschieht, ist der aufkeimende Same für das folgende Jahr der Ernte.

Beginn und Ende der Rauhnächte

Es gibt unterschiedliche Varianten wann mit den Rauhnächten begonnen wird. Überwiegend ist es der Abschnitt zwischen Weihnachten und Dreikönig. Ursprünglich war das Weihnachtsfest auf den 6. Januar festgelegt. Die orthodoxen Kirchen haben dies bis heute beibehalten. Seitens der Kirche wurden die zwölf heiligen Nächte auf den 25. Dezember, dem neuen Weihnachtsfest und dem alten Weihnachtsfest am 6. Januar festgesetzt.

Heute wird der Beginn der Rauhnächte überwiegend mit dem 21. Dezember, dem Tag der Wintersonnenwende eingeleitet. Es steht jedem frei, wann er diese Zeit des Innehaltens für angebracht hält. Allerdings werden bei dieser Variante die vier Festtage von der Zählung ausgenommen.

Durch die Rauhnächte

Je bewusster Sie diese Tage gestalten und erleben, desto mehr bietet sich Ihnen die Möglichkeit, Ihr Schicksal selbst zu gestalten. Schreiben Sie jeden Tag genau auf, was sich ereignet hat, z. B. welcher Brief Sie erreicht hat. Wie war die Stimmung? Was war besonders auffällig? Wer oder was ist Ihnen begegnet? Wer hat Sie angerufen? Achten Sie auf jede Kleinigkeit. Achten Sie auch auf die Zeichen Ihres Körpers. Ziehen Sie jeden Tag eine Karte aus Ihrem Lieblingsdeck und lassen Sie den Tag am Abend noch einmal Revue passieren. Jeder Tag hat eine besondere Qualität.

Vorbereitung

  • Bringen Sie Angefangenes zu Ende.
  • Bereinigen Sie jede Unklarheit.
  • Bezahlen Sie alle Rechnungen.
  • Begleichen Sie Ihre Schulden.
  • Schaffen Sie Ordnung.
  • Bedanken Sie sich bei Menschen, die Sie begleitet haben.
  • Machen Sie eine Jahresbilanz.
  • Was möchten Sie im neuen Jahr erreichen?
  • Was wünschen Sie sich am meisten?
  • Bereiten Sie sich gut auf das neue Jahr vor.

Die Stichworte sollen Ihnen helfen zu erkennen, um welches Hauptthema es sich am jeweiligen Tag und im dazugehörigen Monat handelt. Die Fragen können Ihnen weiterhelfen, wenn Sie sich mit Ihrer jeweiligen Lebenssituation auseinandersetzen. Die Affirmation kann Ihren Vorsatz hilfreich unterstützen.

08.09.2017 © seit 11.2011 Heike Untermoser  

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