Caralus: Wichtige Perspektiven der Deutung von Tarot-Orakeln

Teaser: Viele Menschen suchen bei wichtigen Lebensentscheidungen Rat durch ein Orakel. In diesem Artikel schildert die bekannte Astrologin und Redakteurin des ASTRO PRIVAT Magazins Tizia-Rebecca Caralus, welche Aspekte man beim Deuten von Tarot-Orakeln - am Beispiel von Beziehungsfragen erläutert - berücksichtigen sollte.

Leben – seine Lebenszeit genießen und optimal zu nutzen, eben möglichst keine Kümmernisse zu haben - wer wünscht sich das nicht? Da wir aber wissen, daß es im Leben nicht ohne Probleme geht, versuchen wir diese zu minimieren. In Problemsituationen holen sich Menschen deshalb oft Rat von anderen Personen.

Oft handelt es sich um einen Freund oder eine Freundin, der oder die Rat geben soll. Doch wir können meist nur den Ist-Zustand beleuchten. Wie sich die Dinge weiter entwickeln werden, das liegt oft im Dunkeln. Es ist ganz besonders die Zukunft, die uns interessiert. Wenn ich dieses oder jenes tue, was wird dann daraus resultieren? Das sind die Fragen, auf die wir Antwort haben möchten.

In diesem Fall wird oft das Tarot oder ein anderes Kartensystem (auch als Orakel bezeichnet) zur Hilfe genommen. Da es aber schwierig ist, sich selbst die Karten zu legen, da der Mensch nur allzuoft geneigt ist, die Entwicklung zu „sehen“, die er sehen möchte, wendet man sich an eine(n) Astrolog/in oder an eine Kartendeuterin.

Einer neutralen Person fällt es leichter aus der Distanz heraus zu sehen, wie sich Dinge in der Gegenwart darstellen und was daraus in der Zukunft resultiert!

An dieser Stelle sollte dann aber eine weitere Entscheidung in das Beratungsergebnis mit einfließen, nämlich ob die Zukunft wirklich in jedweder Hinsicht „festliegt“, oder, da man ja jetzt die weitere Entwicklung kennt, gegen unliebsame Ereignisse, die in der Zukunft liegen, etwas unternehmen kann.

Diese Frage ist mit JA zu beantworten. Zumindest in Teilbereichen.

Wenn wir nicht untätig alles auf uns zukommen lassen, dann können wir etliches verändern! Ein guter Deuter kann zwischen den beiden Fällen trennen:

  • Was schicksalshaft ist (was also kommt, wie es kommen muß) und
  • wo wir Einfluß nehmen können,

Er kann dem Fragenden Auskunft darüber geben, was am besten zu tun ist, um Probleme zu vermeiden!

Wie in der Astrologie auch, geben die Karten in vielen Bereichen des Lebens wichtige Hinweise. Diese sind aber längst nicht immer als zwingend anzusehen. Nur wenn die fragende Person untätig bleibt, entwickeln sich Dinge so, wie es in den Karten angezeigt ist.

Ein Beispiel: Wenn ich einer Frau (der Fragestellerin) sage, daß sie in den nächsten Wochen einen Mann kennenlernen wird, mit dem es eine aussichtsreiche Zukunft geben kann, dann kann sich diese Frau gegen oder für diesen Mann entscheiden. Wir Menschen haben unseren eigenen, freien Willen. Demzufolge werden sich auch alle anderen Dinge entwickeln, die in Abhängigkeit von dieser Entscheidung auf die Frau zukommen.

Das betrifft natürlich nur Bereiche, die mit dieser Entscheidung in Zusammenhang stehen. Dazu kommt, daß dies zur rechten Zeit geschehen muß! Viele Menschen glauben fälschlicherweise, daß Zeit nur eine Quantität besitzt. Aber in der Esoterik gehen wir davon aus, daß Zeit auch eine Qualität hat.

BeziehungstarotDas heißt, auch wenn zwei Menschen eine glückliche Beziehung miteinander eingehen könn(t)en, muß dies zur rechten Zeit geschehen. Wenn beide also bis zum Zeitpunkt des Zusammentreffens ihre Lektionen gelernt haben und sich somit ihr Blick für das Wesentliche (also die Dinge, die wirklich für ihr Leben von Belang sind!) geöffnet hat, dann „erkennen“ beide einander auch, wenn sie sich in diesem Leben zum „ersten Mal“ begegnen.

Meist kennen sich beide schon aus vergangenen Leben. Wenn beide keine Altlasten aus den vergangenen Leben haben, nennt man das ANAM CARA = Seelenfreundschaft!

Gibt es jedoch Altlasten aus der Vergangenheit, dann handelt es sich um Karma. In beiden Fällen ist die Anziehungskraft immens groß. D.h., beide haben nach kurzer Zeit das Gefühl, sich bereits Jahre zu kennen! Auch hier kann eine gute Deuterin meist erkennen, ob es sich um Karma oder Seelenfreundschaft handelt.

Bei karmischen Verbindungen erlebt man das Miteinander als Himmel und Hölle. Mal gibt es Augenblicke, die einem himmlisch erscheinen, dann aber auch Situationen, die man als die pure Hölle erlebt. Das ist dann ein klarer Hinweis darauf, daß es sich um eine karmische Beziehung handelt. Da aber die Anziehungskraft sehr groß ist, halten viele Menschen diese Form des Miteinanders für die „große Liebe!“

De facto haben beide hier lediglich die Möglichkeit, das Karma aufzulösen, welches sich in einem früheren Leben durch ein liebloses Verhalten dem Partner gegenüber aufgebaut hat.

Wenn das Karma in diesem (dem jetzigen) Leben aufgelöst wird, begegnen sich beide nicht wieder. Nur in ganz seltenen Fällen kann nach der Auflösung ein harmonisches Miteinander gelebt werden. Doch diese „Chance“ ist extrem niedrig. Es lohnt sich nicht darauf zu hoffen. Ein Sechser im Lotto ist wahrscheinlicher!

Das ist auch der tiefere Grund dafür, weshalb viele Beziehungen, die uns anfänglich aussichtsreich erschienen, dann doch unter großen seelischen Schmerzen scheitern...

Herzlichst Ihre Tizia-Rebecca Caralus Tarotdeuterin und Lehrerin (Redakteurin des ASTRO PRIVAT Magazins und geweihte Hohepriesterin der keltischen Magie).

08.09.2017 © seit 08.2007 Tizia-Rebecca Caralus
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