Hirndominanz: Funktion der beiden Gehirnhälften

Hirndominanz: In der Gehirnforschung geht man von unterschiedlichen Funktionen der beiden Gehirnhälften aus, d. h., je nachdem, ob die linke oder rechte Gehirnhälfte benutzt wird, werden unterschiedliche psychische oder körperliche Zustände erzeugt.

In diesem Artikel werden wir Ihnen einen Überblick über die Funktionen der beiden Gehirnhälften geben und weiterführende Hypothesen von G. H. Eggetsberger hierzu darstellen. Zu diesem Thema gibt es auch einen Test auf Philognosie (Hirndominanztest: Sind Sie ein "linker" oder "rechter" Typ?), der kostenlos ist.

Woran erkennt man die Funktionen der Gehirnhälften?

Messungen des psychogenen Feldes zeigen, dass je nach Funktion der beiden Gehirnhälften bestimmte psychische und körperliche Zustände entstehen. Wenn z. B. die linke Gehirnhälfte weniger aktiv oder durch Verletzung beeinträchtigt ist, führt dies zu Verstimmung, Depression und Lustlosigkeit. Schon kleine Aufregungen führen zu Panik und Angst. Der gesundheitliche Zustand verschlechtert sich.

Wenn die rechte Gehirnhälfte passiver oder durch Verletzung beeinträchtigt ist, verändert sich das Verhalten ins Gegenteil - die Stimmung ist meist gut, optimistisch, positiv und locker. Unternehmungslust (bis Euphorie) herrschen vor. Der gesundheitliche Zustand verbessert sich schnell. Messungen zeigten uns, dass die hinteren Bezirke der rechten Gehirnhälfte stärker auf die Wahrnehmungen von Gefühlen spezialisiert sind. Diese Gehirnbereiche beeinflussen direkt das Immunsystem.

Im Folgenden sollen noch weitere Unterschiede gezeigt und erklärt werden ...

Funktionen der rechten & linken Gehirnhälfte

In der folgenden Beschreibung sind die Gehirnhälften idealtypisch beschrieben, um die Unterschiede klarer darzustellen. In der Realität gibt es diese scharfe Trennung nicht, sondern eher ein "Mix" aus beiden Hemisphären. Hier einige Beispiele von Handlungen, Empfindungen und Gefühlen nach Hemisphären getrennt ...:

Beispiele zur linken Hemisphäre:

Hirndominanz Funktionen der rechten und linken beiden Gehirnhälften
  • argumentiert logisch und hat für alles Erklärungen
  • zukunftsbezogen
  • hat nie Zeit und ist mit "Volldampf in den Herzinfarkt" unterwegs
  • jegliches Körpergefühl ist ihm fremd
  • ignoriert die Warnsignale seine Körpers
  • nervös, unruhig, hektisch, überdreht, euphorisch
  • lernt schnell seinen Zustand zu verbessern

Beispiele zur rechten Hemisphäre:

  • spricht in Gefühlen, negativ
  • vergangenheitsbezogen
  • der "Hypochonder"
  • versucht alle möglichen Therapien und bricht sie wieder ab
  • ist mit nichts zufrieden, depressiv, launisch, emotional schwankend
  • selbstzerstörerisch, rechnet immer mit dem Schlimmsten
  • lernt langsam und oft qualvoll (für andere!) seinen Zustand zu verbessern

Amerikanische Laborversuche haben ergeben, dass Mäuse, bei welchen die linke Gehirn-Hemisphäre zeitweise chemisch ausgeschaltet wurde, mit einem isolierten Abfall von T-Lymphozyten reagierten (diese gehören zu den wichtigsten "Abwehrtruppen" unseres Immunsystems). Sie wurden krank. Bei Beeinträchtigung der rechten Gehirn-Hemisphäre kam es zu keinem Abfall der T-Lymphozyten. Die Mäuse blieben gesund.

Herrscht also eine stärkere Aktivität der rechten Gehirnhälfte vor, ist die Bereitschaft krank zu werden oder zu sein, sehr hoch. Das zeigt, dass auch die Großhirnrinde einen direkten Einfluss auf das Immunsystem hat.

Hirndominanz: Funktionen der Gehirnhälften beim Arbeiten / Lernen

Der "linkshirnige Typ"

Er löst seine Probleme aufgrund von Fakten, logisch, analytisch, Schritt für Schritt erarbeiten. Er bevorzugt Zahlen, Fakten in logischer Abfolge, interessiert sich für Technik, Finanz- oder Rechnungswesen ... Er lernt durch das Auseinandersetzen mit Fakten.

Der "rechtshirnige Typ"

Er löst seine Probleme intuitiv mit Gefühl für Ganzheit. Er bevorzugt Konzepte, ist für Entwicklungen offen, interessiert sich für Kunst, Musik, Psychologie ... Er lernt durch Aktion, Tun und Beobachten. Aber auch der Arbeitsplatz, Studierplatz weist zumeist auf einen linkshirnigen Typ hin.

Hirndominanz Funktionen der Gehirnhälften beim Arbeiten Lernen

Der "Ganzhirn-Typ" (der Ausgeglichene)

Der Ganzhirn-Typ ist zumeist unauffällig bescheiden. Ihm gehen die extremeren Ausprägungen, die hervortretenden charakteristischen Eigenschaften der starken Hirnhälften-Betonung ab. Er ist kreativ, denn Kreativität entsteht immer beim Einsatz aller geistigen Möglichkeiten. Logisches Denken also Linkshirnaktivität, aber auch Visionen und räumliches Denken also Rechtshirnaktivität sind nötig.

Weil diese Fähigkeiten bei einem untrainierten Menschen harmonisch ausgeprägt sind, ist es unumgänglich verschiedene Hirntypen für Projektgruppen auszuwählen. Immer mehr Firmen machen sich diese Erkenntnis zu Nutzen. Durch das Lesen dieses Buches wird den meisten schon klar, welche der beiden Hirnhälften dominant verwendet wird.

Hier als Anregung noch einige Dichotomien, die man nach diesem Muster aufstellen kann:

LINKE HEMISPHÄRE RECHTE HEMISPHÄRE
der Wissenschafter der Weise
digital analog
sprechen und schreiben klangliches Musikempfinden
analytisch holistisch
analysiert spekuliert
mathematisch symbolisch
zeitlich orientiert räumlich orientiert
die Zeit der Raum
Bewusstes - Ich Unbewusstes - Es
Objektebene Metaebene
ist realistisch ist neugierig
vermeidet Fehler liebt das Risiko
stellt Regeln auf bricht Regeln
kontrolliert spielt
folgert rational ist ungeduldig
vermeidet Risiko fühlt
artikuliert ist sprunghaft
dominiert phantasiert
ist Objekt ist Subjekt
ist konvergierend ist divergierend
diskret indiskret
logisch figurativ
merkt sich Namen merkt sich Gesichter
linear, detailliert intuitiv, kreativ
kontrolliert emotional
analytisch träumerisch
Sprache, verbal musikalisch
spricht das Wort sieht das Bild
bewusst (Sek. Prozess) unbewusst (Prim. Prozess)
Argument Erfahrung
denken, beobachten fühlen, Intuition
bewusstes Verarbeiten unbewusstes Verarbeiten
Zeit, Historie Ewigkeit, Zeitlosigkeit
konsequent sprunghaft
verständig fühlend
vernünftig genießerisch
neutral sexuell
nüchtern verlieben
rational räumlich

Hypothesen zur Arbeit am psychogenen Hirnfeld

Harmonisiere deine Wurzelprogramme, deine Hirndominanz, dein psychogenes Hirnfeld und du wirst ausgeglichener - vielleicht auch erfolgreicher. Ein unharmonisch starres Hirnfeld lässt auf Dauer keine positiven Gedanken zu. Um erfolgreich und glücklich zu werden, um den Gesundheitszustand zu verbessern, sollte die Tätigkeit beider Hemisphären ausgeglichen sein.

Zuerst müssen die Wurzelprogramme positiv beeinflusst werden, das Feld muss bereitet werden, erst dann können neue Denkstrategien, Meditation und Mentaltraining sowie Selbstheilungsmechanismen wirksam werden. Menschen mit bestimmten Hirnfeldern, mit bestimmter Hirndominanz, ziehen Menschen mit ähnlichem Hirnfeld an, stoßen aber den Gegenpart ab.

Der Linkshirn-Dominante harmonisiert eher mit einem linkshirnigen Partner. Der Rechtshirn-Dominante harmonisiert eher mit einem rechtshirnigen Partner. Denn die unterschiedlichen Denk- und Verhaltensweisen haben im unterschiedlichen Gebrauch unserer Gehirnstrukturen ihren Ursprung. Schon die Sprechweisen von Linkshirnigen und Rechtshirnigen unterscheiden sich in den meisten Situationen stark. Siehe dazu auch den Buchabschnitt: Unsere Sprache - Kommunikationsregel (siehe folgendes PDF zum Download).

Quellen

Die Inhalte sind entnommen aus dem Buch: PcE-MindMorphing System™, die Wurzeln unseres Verhaltens, IPN-Eigenverlag. Das Buch ist gratis - Sie können es bei www.ipn.at downloaden.
Andere Teile des Artikels sind entnommen aus dem Kurzbuch: Hypnose, das Sie ebenfalls von www.ipn.at downloaden können.

Viel Spaß beim Hirndominanztest - den Funktionen beider Gehirnhälften!

10.05.2016 © seit 08.2004 Philognosie Team  

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