Konzentrationstraining mit Bildern: Der verrückte Kompass

Heute wird in den Medien viel über das Phänomen ADHS – oder Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom – gesprochen. Dabei beklagen vor allem die Lehrer oft den Missstand, dass sich Schüler kaum mehr ausreichend auf einfache Aufgaben konzentrieren können.

Die Folgeerscheinungen von mangelhafter Konzentrationsfähigkeit sind schlechte Noten bzw. mehr oder minder große Probleme beim Lernen. Einsichtig ist sicher – wer seine Gedanken nicht beim Thema halten kann, tut sich schwer, einen Lernstoff aufzunehmen und zu verarbeiten.

Dabei ist die Fähigkeit „sich konzentrieren zu können“ genauso erlernbar, wie jede andere Fähigkeit. Denn Konzentration ist eine Gewohnheit des Denkens, die man sich durch eine regelmäßige Praxis aneignen kann. Hierzu haben wir verschiedene Spiele und Übungen konzipiert, die Lernenden helfen, diese Fähigkeit zu erwerben oder zu vertiefen. In diesem Beispiel soll die Erkennung räumlicher Muster durch konzentriertes Beobachten geschult werden. Diese Übung ist auch – mit etwas Unterstützung der Eltern – für Kinder geeignet.

Wie funktioniert das Konzentrationstraining mit dem verrückten Kompass?

Das Rätsel vom verrückten Kompass ist ein Konzentrationsspiel, bei dem Sie das räumliche Denkvermögen testen können. Sie sehen eine Grundfigur und müssen erschließen, welche Figuren durch das Drehen der Ursprungsfigur entstehen können. In der folgenden Abbildung ist die Grundfigur des Kompasses gelb markiert. Sehen Sie sich die weiteren Figuren in den anderen Feldern genau an und finden heraus, welche dieser Figuren vom „echten“ Kompass abstammen.

Kompass.gif

Aufgabe: Notieren Sie die Figuren, von welchen Sie denken, dass sie von der Ursprungsfigur abstammen.

Tipp zum Konzentrationstraining für Eltern: Wenn Sie dieses Konzentrationstraining mit Ihrem Kind spielen, setzen Sie sich am besten mit Ihrem Kind vor den PC. Es ist dabei wichtig, geduldig zu bleiben und dem Kind eventuell mit hilfreichen Fragen oder Hinweisen beim Lösen der Aufgabe zu helfen.

Beachten Sie: Die Gefühle lernen mit, d. h., wenn Sie das Spiel freudig gestalten, motivieren Sie Ihr Kind weitere Konzentrationsspiele machen zu wollen. Hat das Kind jedoch den Eindruck etwas „abarbeiten“ zu müssen oder nur stumpf zu pauken, wird es sich dieser Art von Übung immer mehr verschließen. Helfen Sie also Ihrem Kind, Freude bei solchen Übungen zu haben, sodass es von sich aus eine Motivation generiert, gerne und mit Spaß konzentriert zu arbeiten.

Viel Freude bei diesem Konzentrationsspiel!

Kompass.gif

Die Figuren, die von der Ursprungsfigur abstammen, sind folgende Felder:

  • 3A
  • 1B
  • 2B

Weitere Konzentrationsspiele finden Sie hier:

Petra Sütterlin

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