Seite 2: Dresscode Business-Kleidung: Gutes Image mit richtigem Outfit

Kleidungsregeln: Präsenz und Kompetenz verstärken

Kleidung verstärkt KompetenzFarbkontraste

Große Farbkontraste der Kleidungskombinationen wirken kompetenter, als die Kombination von Kleidungsteilen ähnlicher Farbnuancen.

Ein helles Hemd und ein dunkler Anzug wirken z.B. in einem Vorstellungsgespräch überzeugender, als wenn die Kontraste fehlen. Auch die Kombination von Schwarz und Weiß wirkt sehr kompetent - sie sollten aber auch farblich zu Ihrem Typ passen.

Farben

Menschen, die sich in dunklen, kräftigen Farben kleiden (z.B. ein dunkles Grau, Blau oder Schwarz), wirken kompetenter und präsenter, als wenn sie sich hell kleiden bzw. Pastellfarben auswählen.

Leuchtende, kräftige und klare Farben erhöhen ebenfalls die Präsenz, aber nur positiv, wenn sie auch zum Träger passen. Kleidung in Erdtönen wirkt insgesamt unauffällig und angepasster, z.B. Brauntöne.

Stoffe

Eng gewebte Stoffe, die sehr glatt wirken, unterstreichen Kompetenz besser, als grob gewebte Stoffe, zu denen auch Strickstoffe gehören.

Natürlich spielen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle, um Ihre Präsenz und Kompetenz zu unterstreichen. In erster Linie gehören Körpersprache (Körperhaltung), Gestik, Mimik und die Sprache dazu.

Formelle und klassische Business-Kleidung

Es gibt klare Richtlinien für die konventionelle Business-Kleidung, die vor allem Menschen in Führungspositionen kennen sollten, um sich daran orientieren zu können. Jeder der Karriere machen oder offizielle Veranstaltungen besuchen will, sollte diese Regeln kennen. Der richtige Dresscode ist die Basis auf dem Weg zum Erfolg.

1. Das Erscheinungsbild der Frau in Führungsposition

  • Business-Kleidung FrauSie trägt ein Kleid, ein Kostüm oder Hosenanzug von qualitativ hochwertigen Materialien, welche nicht knittern.
  • Sommerkleidung und Winterkleidung werden getrennt.
  • Sie trägt immer Strümpfe.
  • Ihre Schuhe sind geschlossen. Wenn es sehr heiß ist, können die Fersen frei sein.
  • Ihre Uhr, Taschen, Tücher, Gürtel sind qualitativ hochwertig.
  • Der Schmuck muss nicht echt, aber passend und ausgewählt sein.
  • Die Brille unterstreicht die Gesichtszüge.
  • Sie trägt einen BH bei entsprechender Oberweite.

Natürlich sollte ihr gesamtes Erscheinungsbild gepflegt sein, d.h. auch die Nägel, Füße und Haare. Utensilien wie Schreibgeräte oder Terminkalender sollen hochwertig sein.

2. Was "Sie" auf alle Fälle vermeiden sollte

  • Alles was protzig und schrill wirkt (auch Make-up).
  • Ein tiefes und großes Dekolletè, ebenso wie Spaghettiträger und sehr kurze Miniröcke.
  • Durchsichtige oder zu figurbetonte Kleidung, die aufreizend wirkt und sehr viel Haut zeigt.
  • Laufmaschen an den Strümpfen, unrasierte, nackte Beine, große Muster in den Strümpfen.
  • Ungepflegte und ausgetretene Schuhe, Plateau-Schuhe, Stilettos und Sandalen.
  • Langes, nicht hochgestecktes Haar - Haarmähnen.
  • Sichtbare Piercings und Tattoos.
  • Kopien von Designer-Uhren, und -Handtaschen.
  • Dominanter Parfümgeruch (Parfüm nur dezent auftragen).

Hier handelt es sich um Richtlinien, klassischer und formeller Businesskleidung bei Frauen. In vielen Firmen sind Abweichungen davon die Regel.

Zum Beispiel ist nicht in allen Unternehmen das Tragen von Strümpfen Pflicht. Doch die Beinhaare sollten sich Frauen unbedingt abrasieren, wenn es bei großer Hitze erlaubt ist, nackte Beine zu zeigen.

Auch sollten sie sich ihre Beine vor dem Spiegel kritisch in Augenschein nehmen. Sie werden selbst wissen, wieviel sie von ihren Beinen zeigen wollen. Vermutlich werden sich einige Frauen in längeren Röcken wohler fühlen. Denn sie bewegen sich unverkrampfter und müssen nicht so extrem darauf achten ihre Beine zu schließen, um sich vor fremden Einblicken zu schützen.

Es muss auch nicht immer Markenkleidung sein. Es lassen sich durchaus teure Kleidungsstücke mit preiswerteren mischen. Doch die Labels sollten nicht sichtbar sein. Bei Schuhen und Taschen ist jedoch Markenware gefragt.

3. Das Erscheinungsbild des Mannes in Führungsposition

  • Er trägt einen dunklen, einfarbigen Anzug, der aus Hose und Jacket besteht, manchmal auch zusätzlich aus einer Weste. Sein Oberhemd hat lange Ärmel und einen Kragen.
  • Er trägt eine dezent gemusterte Krawatte guter Qualität.
  • Seine Schuhe sind dunkel und passen zum Anzug. Es handelt sich um Schnürschuhe.
  • Er trägt Kniestrümpfe in dunkler Farbe, nicht gemustert und passend zum Anzug.
  • Er trägt höchstens zwei Ringe - wobei einer sein Ehering sein kann.
  • Er hat immer ein Stofftaschentuch dabei.
  • Manschettenknöpfe und Krawattennadeln sind erlaubt, aber nicht notwendig.

Auch für ihn gilt ein gepflegtes Äußeres, gepflegte Fingernägel und Hände. Er hat gewaschene Haare und einen rasierten Nacken. Auch ragen keine Härchen aus den Ohren oder der Nase heraus, der Bart ist gepflegt.

4. Was "Er" auf alle Fälle vermeiden sollte

  • Kleidung Führungskraft MannUngepflegte und abgetretene Schuhe.
  • Helle Socken und welche mit Muster.
  • Sichtbare, behaarte Beine (beim Tragen von Socken und kurzen Hosen).
  • Schrille Krawatten, mit auffälligen Mustern, Lederkrawatten und Krawattenersatz.
  • Sport- oder Taucheruhren und nachgemachte Designeruhren.
  • Auffälligen Schmuck wie Goldkettchen, Piercings, Armbänder, Ohrringe ...
  • Handtaschen!
  • Stark riechendes und billiges Rasierwasser.
  • Schuppen auf dem Jacket.
  • Über die Glatze geklebte Haare oder erkennbares Toupet.

Die Richtlinien für den Mann in hoher Position haben sich nicht verändert. Je nach Unternehmen und Anlässen wird es auch hier Auflockerungen geben. Männer sollten immer darauf achten, den richtigen Anzug zu wählen: Die Ärmel haben eine vorgeschriebene Länge, ebenso die Krawatte und Hose. Hier hilft eine persönliche Beratung weiter.

Bedenken Sie, dass die Kleidung zu Ihrer Aufgabe, Position und Stellung innerhalb eines Unternehmen passen sollte. Kleidung soll nicht verkleiden, sondern authentisch wirken. Sie soll zu Ihrer Persönlichkeit und Ihren Werten passen, sonst fühlen Sie sich damit nicht wohl.

Umgekehrt braucht es aber auch oft Zeit, sich an eine bestimmte Kleidungsetikette bzw. Dresscode zu gewöhnen. In einer gut gewählten Kleidung werden Sie nicht nur gut aussehen. Es geht darum, dass Sie an Kraft und Ausdruck gewinnen. Mit Ihrem Erscheinungsbild werden Sie auch Ihr Verhalten ändern und an Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit gewinnen.

Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten oder nehmen Sie Kontakt zu einem Stilberater auf. In den USA hat sich die Stilberatung fest etabliert - aber auch in Deutschland gewinnt sie zunehmend an Bedeutung. Denn es geht nicht nur darum zu entscheiden, welche Kleidung zu welcher Funktion, sondern auch, ob die Kleidung zu Ihrem Typ passt.

Viel Erfolg bei Ihrem beruflichen Werdegang!

14.06.2016 © seit 03.2009 Cassandra B.  
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