Hunde Tipps: Fellpflege bei Hunden

Auch unsere lieben Vierbeiner benötigen für ihr Wohlergehen etwas Pflege vom Menschen. In diesem Tipp will ich mich speziell der Fellpflege widmen und dazu einige Informationen im Überblick zusammenstellen. Da das Fell des Hundes ein Schutz vor Hitze und Kälte ist, muß es durch regelmäßiges Bürsten locker und luftig gemacht werden. Worauf sollten Sie achten?

Fellbürsten als Schutz vor Parasiten und Filzknötchen

Fellpflege HundWenn das Fell von Hunden längere Zeit nicht gebürstet wird, können Filzknötchen entstehen, unter denen sich leichter Entzündungen bilden. Auch nisten sich Parasiten wie Zecken oder Milben gerne unter den verfilzten Stellen des Fells ein. Sie können beim Bürsten schnell entdeckt und entfernt werden. Außerdem unterstützt das regelmäßige Bürsten des Hundefells die Durchblutung der Haut, was das Fellwachstum deutlich unterstützt.

Fellpflege und Jahreszeiten

Im Frühjahr und Herbst ist das Bürsten besonders wichtig, da durch den Fellwechsel abgestorbene Haare entfernt werden. Dadurch kann die darunter liegende Haut freier atmen und das neue Fell wächst schöner nach. Da Hunde nicht über die Haut schwitzen, gibt es für sie auch keine Sommer- oder Winterschnitte. Wenn Hunde mit hellem Fell (Malteser) geschoren werden, können sie sich in der Sonne leichter einen Sonnenbrand holen. Leidenschaftliche Schwimmer (Neufundländer) brauchen ein dichtes Fell, um vor Wasser und Kälte geschützt zu sein.

Bürsten: Fellpflege hängt von der Rasse und dem Haar ab

Als Faustregel kann man sagen: Kurzhaarige Hunde müssen seltener gebürstet werden, als langhaarige Hunde. Bei kurzhaarigen Hunden wie Boxern oder Rotweilern reicht es, wenn man sie alle 7 Tage bürstet (nur beim Fellwechsel täglich!), während man bei langhaarigen Hunden grundsätzlich täglich bürsten sollte.

Verwenden Sie am besten einen Kamm oder Bürste mit weichen Borsten und bürsten Sie (wenn möglich) im Freien oder auf dem Balkon. Sie können Ihren Hund auch auf einen Tisch stellen, dann kommen Sie an alle Stellen bequem heran. Kleine Hunde kann man zum Bürsten auch auf den Schoß nehmen.

Kämmen Sie den Hund vom Kopf abwärts mit dem Strich in Richtung Körper, Beinen und Schwanz aus. Die weichen Borsten der Bürste nehmen die losen Haare gut auf und lassen sich anschließend leicht abnehmen. Falls der Hund ein dichtes Unterfell hat, heben Sie die Deckhaare hoch und bürsten Sie von der Unterwolle nach außen. Wenn Sie bei einem langhaarigen Hund den Kamm durch das Fell ziehen können, ohne das dieser hängen bleibt, sind Sie fertig.

Mein Tipp: Nutzen Sie diese Art der Fellpflege gleich, um den Hund auf Hautreizungen, Parasiten, Verletzungen oder Beulen zu durchsuchen. So können Sie Probleme schneller erkennen und im Zweifelsfall rechtzeitig zum Tierarzt gehen. Achten Sie auf kahle Stellen im Fell, die ein Indiz auf eine Hautentzündung sein könnten. Ist das Fell gleichmäßig und glänzend deutet dies normalerweise auf einen guten gesundheitlichen Zustand des Hundes hin. Für ein stumpfes Fell kann es mehrere Ursachen geben. So kann falsches Futter oder organische Schäden ein glanzloses Fell erzeugen. Manchmal ist ein stumpfes Fell auch ein Indiz für Streß - beispielsweise wenn ein Familienmitglied gestorben ist oder man die Umgebung (Reise) stark verändert hat.

Wenn Sie bereits im Welpenalter den Hund an derartige Pflegemaßnahmen gewöhnen, wird er besser stillhalten und früh lernen die Pflege zu genießen. Geben Sie ihm anschließend noch eine kleine Belohnung - z.B. ein Goodie - damit er sich auf die Pflege freut. Bürsten mit Drahtborsten sind bei kurzhaarigen Hunden nicht zu empfehlen, da Verletzungsgefahr der Haut besteht.

Ein schöner Nebeneffekt einer regelmäßigen Pflege Ihres Hundes ist, daß die Beziehung zwischen dem Halter und dem Tier gestärkt wird. Je nach Felltyp des Hundes sollten Sie mit einem Aufwand von 15 bis 30 Minuten beim Bürsten rechnen. Bei einigen Hunderassen wie Pudel, Terrier und Schnauzer kommt ein regelmäßiges Trimmen oder Scheren hinzu, welches man am besten in einem Hundesalon machen läßt.

Baden: Was man beim Baden von Hunden beachten sollte

Mit einem Hundebad sollten Sie sparsam umgehen, d.h. es reicht einen Hund zu baden, wenn er sehr schmutzig ist, übel riecht oder der Tierarzt es für eine spezielle Therapie empfiehlt. Auf jeden Fall sollten Sie nur ein spezielles Hundeshampoo benutzen und keinesfalls Shampoos oder andere Pflegeprodukte für Menschen. Für Hunde gibt es sehr gute Pflegeprodukte auf Naturbasis, die optimal auf unsere Vierbeiner abgestimmt sind. Bei gutem Wetter kann man den Hund durchaus draußen baden, was oftmals eine Menge Wischarbeit erspart. Nur bei schlechtem Wetter sollte man im Haus bleiben, da auch Hunde nicht vor Erkältungen gefeit sind.

Bei großen und schweren Hunden kann Hilfe recht angenehm sein, um sie ins Bad zu heben. Von der Reihenfolge her, beginnt man mit dem Hals und Rücken und gießt erst zuletzt das handwarme Wasser vorsichtig über seinen Kopf. Das Shampoo wird zuerst auf Körper und Beinen aufgetragen. Das Fell sollten Sie gründlich einreiben, bis es richtig schäumt. Außerdem sollten Sie aufpassen, daß kein Wasser in seine Ohren oder Augen gelangt. Am Ende des Bades spülen Sie das Shampoo gut mit klarem Wasser aus und rubbeln das Fell anschließend trocken.

Bevor Sie mit dem frisch gebadeten Hund bei kaltem Wetter wieder Gassi gehen, sollten Sie ihn trocknen. Beim Gebrauch eines Föns ist jedoch Vorsicht geboten. Seien Sie achtsam, daß der Fön nicht zulange auf einer Stelle verweilt oder zu nah ans Fell gerät, denn so können Verbrennungen entstehen. Beim Bad selbst sollten Sie körperwarmes Wasser verwenden.

Das Badezimmer kann beim Baden des Hundes in Mitleidenschaft gezogen werden, speziell dann, wenn sich unser kleiner Freund kräftig ausschüttelt. Um dem vorzubeugen können Teppiche oder Fußmatten vorab zu Seite gelegt werden. Dann läßt sich das Bad schneller reinigen.

Viel Spaß bei der Fellpflege Ihres Hundes!

20.05.2008 © Stefan Matte  

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