Satire: Das Kopftuch hängt bis über's Kreuz

Teaser: Gerade Parteien wie die CSU oder CDU erzählen uns hartnäckig, wie unser "deutsches Leben" wesentlich durch die christliche Tradition und Werte geprägt ist. Wie seltsam mutet es dann an, wenn sich ausgerechnet unsere Fahnenschwinger mit fremden Federn - wie der neuen muslimischen Sozialministerin - schmücken. Grund genug darüber eine Satire zu schreiben, die nicht nur die Politiker durch den Kakao zieht.

Religionsmode ist eine tolle Sache. Wer auch immer es erfunden hat, dass Geistliche diverser Religionen sich mit Frauenkleidern schmücken, sei höchst gepriesen. Fette Schmierbäuche und ein gelegentlicher Ständer bei der Chorprobe werden effektiv kaschiert.

Nun gut ... der viele Messwein, den die aufopferungsvollen Gottesvertreter im Namen der Dreifaltigkeit zu sich nehmen müssen, zehrt natürlich an der Figur. Offensichtlich gibt es aber seit langer Zeit gewachsene Methoden, um den Schutzbefohlenen diesen Mangel dennoch schmackhaft zu machen.

Besser ergeht es da einer neuen Sozialministerin, die, ob ihres proklamierten Glaubens keinen Alkohol trinken darf. Sicher werden die Amtsärzte einhellig perfekte Leberwerte festgestellt haben, sodass das Einstellungsgespräch der Christlich-Demokratischen-Union zweifellos positiv beurteilt werden musste. Ein willkommener Ausnahmefall in der Personalentscheidung, der auch hervorragende Ideen mitbrachte. Ihre innovativen Eingaben bewegen die Welt.

Das Kreuz soll abgehängt werden, sagt die neue Ministerin, ohne zu verraten, ob die CDU bereits eine Namensänderung auf Muslimisch-Demokratische-Union beantragt hat. Wir harren der Dinge, die da kommen und freuen uns auf den nächsten Kurswechsel. Ein Schelm, der behauptet, dass andere Parteien nicht längst auf lukrative Kurse sowie gewinnbringende Wechsel warten würden.

Aber was wäre daran schlecht, wenn die Symbole der Kultur, in der wir erzogen wurden, überall verschwinden? Nichts, würde ich meinen, denn Multikulti beginnt mit der reinen Kommunikation. Schon mit der Rechtschreibreform wurde uns dargestellt, wie einfach es ist, sich unabhängig von Herkunft oder Nation gegenseitig zu verstehen.

Was Goethe, Schiller oder Herder bereits an idiomatischem Konsens verhindert haben, mag ein anderer beurteilen. Doch jeder wird umgehend den Kern erfassen, wenn jemand sagt:

"Mach Kreuz ab, kriegst du Schleier"

07.05.2014 © seit 05.2010 a.petit  
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von a.petit

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