Verhalten ändern: Kleine Schritte mit großer Wirkung

Teaser: Wer sich selbst Ziele im Leben setzt, wird immer wieder damit konfrontiert, sein eigenes Verhalten ändern zu müssen. Wie leicht fangen wir an, uns mit seltsamen Projektionen oder K.O.-Botschaften zu blockieren. In diesem Artikel schreiben wir über den "Weg der kleinen Schritte" oder den Mut einen Anfang zu machen.

Als aktive Menschen nehmen wir uns immer wieder neue Ziele vor, wollen unsere Wünsche verwirklichen oder versuchen gute Vorsätze umzusetzen. So sehr wir uns auch eine Veränderung im Leben wünschen, so viele Hürden treten auf, wenn wir daran gehen wollen, unser Verhalten zu ändern. Obwohl wir uns sicher sind, daß wir wirklich etwas ändern wollen, kommen wir oft nicht „in die Pötte“. Das mag viele verschiedene Ursachen haben. Eine dieser Ursachen ist aber mit Sicherheit unsere eigene Vorstellung von dem Problem, d.h. wir sehen oft nur einen "riesigen Berg" vor uns, den wir bewältigen müssen.

Verhalten ändernMit dieser Projektion stellen sich verschiedene Fragen wie: "Womit sollen wir beginnen?" - "Wie lange mag diese Aufgabe wohl dauern?" - "Wie schwer wird es sein, alle anstehenden Aufgaben zu bewältigen?" Wenn wir also nur den "Berg" sehen, verläßt uns oft der Mut und die Zuversicht, der Aufgabe wirklich gewachsen zu sein.

Dabei kann vieles leichter werden, wenn wir einfach anfangen die ersten Schritte anzugehen. Nennen wir es "den Weg der kleinen Schritte".

Denn sobald der erste Schritt geschafft ist, löst sich der nebulöse Berg oftmals in kleinere überschaubare "Häppchen" auf, die gar nicht so schwer zu meistern sind. Denken Sie einfach an Neil Armstrong, der den berühmten Satz auf dem Mond (21.07.1968) sagte: „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesenschritt für die Menschheit.“

Manche Menschen denken, es fehle uns die Zeit all die Aufgaben zu bewältigen. Hier widerspricht uns der Philosoph Seneca, der uns sagt: „Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Vergessen Sie einfach alle "Ich-kann-nicht"-Botschaften in Ihrem Kopf. Nutzen Sie die Zeit, die Sie haben. Egal, wie viel oder wenig es ist. Beginnen Sie sofort mit einer einzigen Sache! Bedenken Sie: Wenn Sie auch nur eine Sache in Ihrem Leben ändern, verändern Sie bereits Ihr ganzes Leben!

Hier einige Anregungen mit denen man sofort anfangen kann:

  • Sie müssen den Keller aufräumen, den Sie seit Jahren nicht betreten haben? Nehmen Sie sich eine Kiste vor.
  • Sie wollen sich gesünder ernähren? Fangen Sie an Obst und Gemüse zu kaufen, essen Sie heute Abend keine Süßigkeiten oder trinken Sie heute keinen Alkohol.
  • Sie möchten nicht mehr rauchen, können sich aber nicht zum endgültigen Aufhören durchringen? Halten Sie die Zigarette in der anderen Hand.
  • Sie kommen morgens nicht in Gang? Stehen Sie 10 Minuten früher auf. Oder beginnen Sie sofort mit einer Aufgabe.
  • Ihr Arbeitsplatz ist ein einziges Chaos? Nehmen Sie sich jetzt genau 15 Minuten Zeit, um die Ecke, einer Schublade aufzuräumen.

Denken Sie nach dem obigen Schema nach und finden Sie selbst einen kleinen Schritt, der die erste Änderung in Ihrem Leben einleitet. Probieren Sie ein wenig herum und finden Sie heraus, welche Veränderungen einen Erfolg versprechen. Das ist das ganze Geheimnis. Fast immer gibt es 1 oder 2 Auslöser (Trigger), die den Durchbruch bringen.

Gehen im TunnelDiese Erfahrung werden wir aber nur dann machen, wenn wir es selbst ausprobieren. Gedanklich bleiben wir meist im Teufelskreis unserer Projektionen hängen und machen uns ein "riesiges Bild" von einer Aufgabe. Wir reden uns ein: "Das dauert ewig, es lohnt sich nicht anzufangen, das schaffe ich heute nicht, ich mache erst mal eine Kaffeepause."

Vergessen Sie diese K.O.-Botschaften! Wenn Sie 20 Minuten mit K.O.-Botschaften verschwenden, haben Sie sich nur selbst ausgetrickst. Sie haben Recht behalten, denn der nächste Termin steht vor der Tür und "das Anfangen hat sich wirklich nicht gelohnt".

Das Dumme an der Sache ist, daß die Arbeit kein anderer für uns macht. Wenn wir uns selbst blockieren, wächst der Berg nur immer weiter an. Wir verlieren die Lust, wissend, daß die benötigte Zeit stetig mitwächst. Gleichzeitig meldet sich das schlechte Gewissen („Du mußt unbedingt…“). So haben wir unsere Freizeit verschwendet und martern uns selbst mit „Das habe ich noch nicht getan“-Gedanken.

Aber solche schlechte Gefühle helfen niemandem! Man kann sie einfach ersatzlos streichen. Also: Beginnen Sie jetzt sofort mit nur einer kleinen Sache. Selbst wenn Sie nur den ersten Schritt erfolgreich bewältigen, werden sich gute Gefühle einstellen und der zweite Schritt fällt umso leichter.

Gehen Sie es an!

31.01.2013 © seit 06.2008 Heiko Synofzik  
Kommentar schreiben