Deutsche Expedition sucht in Libyen die Ruinen von Atlantis

Teaser: Bis heute ist der Mythos um das geheimnisvolle Atlantis lebendig geblieben. Immer wieder versuchen Forscher - nach den Hinweisen aus den antiken Schriften Platons - nachzuweisen, daß es Atlantis wirklich gab. Ausgerechnet ein deutscher Forscher scheint nun in den Wüsten Lybiens fündig geworden zu sein. Lesen Sie hier seinen Bericht ...

Das ewige Verwirrspiel um Platons 2.400 Jahre alte Beschreibung dieser geheimnisvollen Kultur setzt sich fort. Eine private Expedition will schon über der ehemaligen Hauptstadt gewesen sein - 270 Kilometer tief in der libyschen Sahara!

Es gibt kaum einen Platz auf dieser Erde, der nicht schon als das sagenumwobene Atlantis identifiziert worden ist. Ob Hobbyarchäologe oder seriöser Wissenschaftler - viele haben sich bereits daran versucht, das ewige Rätsel zu lösen. Niemand hatte bisher Erfolg. Doch offensichtlich ist dieser vermeintliche Mythos zu faszinierend, um ihn einfach aufzugeben. Dies beweist eine neue Theorie, die nun auch die letzte Stelle auf unserem Globus für eine mögliche Lokalisation besetzt.

Karte von AtlantisEin bis dato unbekannter Forscher, der unter dem Pseudonym "a.petit" firmiert, gibt vor die von Platon niedergeschrieben Texte kommunikationswissenschaftlich analysiert zu haben und kommt zu dem Schluß, daß Atlantis keine Fiktion sein kann.

Der weit verbreiten Meinung, die Dialoge "Timaios" und "Kritias" seien eine Hymne auf den idealen Staat, setzt er die unglaubliche Menge der exakten Maßangaben entgegen.

Weder sei Atlantis ein Kontinent gewesen, noch könne es aufgrund der genauen Beschreibung im erst später benannten Atlantik liegen. Die Erbfolge der ursprünglichen Manuskripte, die Solon, einer der Gründer der athenischen Staatsdemokratie aus dem Tempel der Neith in Ägypten mitbrachte, sei ausführlich belegt. Schließlich wurde Solons Atlantisbericht in Platons semienzyklopädischem Hauptwerk, als Stand des damaligen Wissens niedergelegt.

Bereitwillig gibt dieser anonyme Forscher Auskunft über den Verlauf seiner Geschichte. "Eher zufällig las ich Platons Texte und war einfach schockiert. Nichts, was jemals darüber erzählt worden war, stand da wirklich drin. Kein einziges Wort von einer Superzivilisation, und auch nicht von einem Kontinent". Ständig werde Atlantis als eine Insel bezeichnet, die vor dem Untergang eine leicht nach Süden geneigte Ebene von etwa 370 x 550 Kilometer aufwies, so a.petit.

Also machte er sich nach anfänglicher Skepsis ob seiner eigenen Resultate auf die Suche nach dem Beweis, daß eine solche Insel niemals existiert haben kann. Doch die Jagd nach Erkenntnis endete bereits nach einem kurzen Blick auf die Weltkarte. Es gab tatsächlich etwa 10.000 vor Christus ein Eiland mit den von Platon genannten Maßen. Doch es ist heute keine Insel mehr!

Nicht nur aufgrund Platons exakten topographischen Beschreibungen, die die Insel als liegendes Rechteck darstellen, in deren exakter geometrischer Mitte ein Fluß auf die ehemalige Hauptstadt Atlantis zufloß, will a.petit das Plateau der Cyrenaika im Osten Libyens als Wiege unserer gesamten Zivilisation lokalisiert haben.

Auch alle anderen Voraussetzungen, die Platons Texte stellen, seien erfüllt. Mehr als 30 andere wissenschaftliche Bedingungen ergäben sich unweigerlich aus den Texten. Doch der wichtigste Anspruch sei, daß diese Region überhaupt einmal eine Insel gewesen ist.

Hier vermutet der Autor das untergegangene Atlantis. Am südlichen Mittelmeer befindet sich westlich von Ägypten das Plateau der Cyrenaika. Dieses entspräche genau den von Platon angegebenen Maßen und sei noch vor etwa 12.000 Jahren eine Insel gewesen. Die schwarzen Flächen liegen auch heute noch bis zu 134 Meter unter dem Meeresspiegel.

Meer ohne Wasser...

... oder “Bahr bela Maa” nennen die Karawanenführer ausgedehnte Teile der Sahara. Mit dem Hintergrund, daß diese Wüste noch vor wenigen tausend Jahren ein blühendes Land mit üppiger Vegetation und reich sprudelndem Wasser gewesen ist, fällt der Nachweis des Inselcharakters nicht schwer. Die ausgetrockneten Flußbetten, die heute noch überall in dieser hyperariden Zone erkennbar sind, führten noch vor etwa 6-8.000 Jahren ständig Wasser und ergossen sich zahlreich in die tiefsten Regionen dieses Areals.

Bedeutende Senken befinden sich auch heute noch in einem Kranz um das höher gelegene Plateau der Cyrenaika und reichen bis zu 134 Meter unter (!!!) dem Meeresspiegel. Darauf begründet der Autor seine Hypothese und versucht sie mit einer Heerschar von weiteren Übereinstimmungen zu untermauern.

Erstaunlich blauäugig ...?

Schriftzeichen AtlantisDabei zieht er sowohl die klassische Archäologie, als auch bisher unbekannte Parallelen heran. Erstere habe ohne es zu wissen bereits die Existenz eines Seefahrervolkes vor jeder anderen Hochkultur bewiesen. Ein kürzlicher Gäberfund aus Zypern, der auf 7.300 bis 8.500 vor Christus datiert wird, enthielt neben einem menschlichen Skelett auch eine ägyptische Katze- und diese sei mit Sicherheit nicht auf diese 400 Kilometer entfernte Insel geschwommen!

Darüber hinaus gebe es ähnliche Funde auf fast allen Mittelmeerinseln, wobei diese noch etwas anderes gemeinsam haben. Die ethnologische Herkunft der ersten Siedler liegt bei allen völlig im Dunklen. Dies treffe auch auf ein saharanisches Nomadenvolk zu, das teilweise behauptet die legitime Nachfahrenschaft der Atlanter zu sein.

Die “Tuareg” sind ein bemerkenswertes Volk, das sich deutlich von allen anderen arabisierten Sippen unterscheidet. Hier trägt der Mann einen Schleier, der lediglich seine oftmals blauen Augen frei läßt. Auch obliegt es den Frauen die jahrtausende alte Schrifttradition zu pflegen, wobei allein die Existenz eines eigenen Alphabets für ein umherziehendes Nomadenvolk sehr merkwürdig anmutet.

Die gleiche Schrift findet sich auf der Insel Kreta wieder, folgert a.petit, wobei er das “Tifinagh” der Tuareg mit dem Diskus von Phaistos vergleicht. Etwa 3.500 Jahre alt soll diese bisher unentzifferte Tonscheibe sein. Eine genaue Datierung ist jedoch aufgrund des Materials nicht möglich. Überraschend sei auch ein weiterer Bezug zu Kreta, der aus dem Palast von Knossos stammt.

Das weltberühmte Fresko des Stierspiels zeige in der selben Abbildung zwei verschiedene Ethnien, die in dieser Kombination die Urbevölkerung Libyens darstellen könnten. Denn erstaunlicherweise bestand diese aus den Tuimai und den Tehenu. Die eine Volksgruppe war schwarzhaarig und von rotbrauner Hautfarbe, die andere hellhäutig und blond!!!

Ausgerechnet Libyen...

Erstaunlich bleibt dabei jedoch, daß a.petit das Manuskript über seinen Lokalisationsversuch bereits im März 2002 geschrieben hatte. Erst im November 2004 habe er die vorausgesagte Bestätigung seiner Theorie bekommen, als Google-Earth höher auflösende Satellitenbilder lieferte. Punktgenau an der prognostizierten Stelle, die sich an einem prinzipiell beliebigen Punkt in einer neun Millionen Quadratkilometer großen Wüste befindet, wurden plötzlich ruinenartige Strukturen erkennbar.

Satellitenbild von AtlantisDie nebenstehenden Satellitenbilder stimmen laut a.petit mit den Angaben aus Platons Texten vollkommen überein. Die Hauptstadt Atlantis’ soll demnach auf einem fünf Kilometer messenden, kreisrunden Hügelkomplex, in der genauen geometrischen Mitte der Insel gelegen haben. Präzise in 50 Stadien Entfernung (ca. 9,25 Km) von der ehemaligen Küste in einem Flußbett.

Dies alles träfe zu und sei eine statistische Unmöglichkeit, bemerkt a.petit. Doch ob dieser Zufall zu greifbaren Ergebnissen führen wird, bleibt bis zur nächsten Expedition offen. Forscher sind offensichtlich unberechenbar. Denn am 18. Dezember 2006 begab sich der Autor des Buches “Notfall Atlantis” überraschend nach Libyen, um seine eigene Hypothese entweder zu verifizieren oder zu widerlegen.

Das Einzige, was laut des platonischen Berichtes noch zu erwarten war, war eine geologische Kuriosität. Das Zerstörungswerk, das Platon dokumentierte sprach davon, daß in einer einzigen Nacht und einem schrecklichen Tag, Atlantis durch Regen und gleichzeitige Erdbeben von der Landkarte gewaschen wurde.

Dennoch erzählen die Berichte darüber, daß die Bewohner vorher ihre Bauwerke aus roten, weißen und schwarzen Steinen errichteten, die sie aus dem Fels unter dem Hauptstadthügel schälten. Sollte der vorliegende Lokalisationsversuch berechtigt sein, müßte diese bemerkenswerte Seltsamkeit auch heute noch an dieser Stelle nachweisbar sein.

Bunte Steinzeit in Atlantis?

Wie a.petit berichtet, spürte er nicht nur im Zentrum der abgebildeten Satellitenbilder die drei geforderten Steinfarben auf, sondern auch in einem weiten Umkreis. Ebenfalls hielt er vielleicht das erste Artefakt der verschollenen Kultur in den Händen. Ob dies nun ein Relikt derjenigen darstellt, die zu keinem Zeitpunkt wußten, daß sie jemals Atlanter genannt werden würden, sei ihm egal.

Stein aus AtlantisDoch die Wahrscheinlichkeit dort punktgenau einen durchgängig gebohrten Stein, in einer seit Jahrtausenden unbewohnten Wüste zu finden, ist zweifellos weniger als Null. Darüber hinaus ist das, was der Libyenreisende als ehemalige Südküste des cyrenischen Plateaus deklariert, mit etlichen, kaum erforschten Höhlengräbern übersät.

Diese konzentrieren sich an den nach Osten verlaufenden Felsklippen in Richtung der Oase El-Jaghbub. Sie ist etwa 70 Kilometer vom Lokalisationspunkt entfernt und die einzige Ansiedlung in einem Radius von etwa 200 Kilometern. Auch sie liegt unter dem Meeresspiegel und hat an einem nahe gelegenen Salzsee eine weitere Kuriosität zu bieten.

Dort finden sich Felsritzungen von Stieren und Wagen, die auf 6.500 vor unserer Zeit datiert werden - dieses Datum liegt jedoch einige tausend Jahre vor der archäologisch akzeptierten Erfindung des Rades...

Was dies letztendlich zu bedeuten hat, bleibt abzuwarten. Dennoch überrascht a petits erste Expedition mit einer weiteren verblüffenden Information. Die Arbeiter eines nahen Ölcamps, die seinem winzigen Team mit Benzin aushalfen, sagten mit einem typisch libyschen Lächeln: "Wir wissen wo ihr hin wollt! Euer Europäer ist ein Spion! Im Wadi Al Khali wurden vor Kurzem undefinierbare Gräber gefunden..."

Bunte SteineDaß der Wadi Al Khali genau der ist, in dem der gebohrte Stein liegt, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Deshalb sollen diese mysteriösen Gräber nun das Ziel einer nächsten Expedition sein. Und a.petit verwette seinen A... darauf, daß die Funde zwischen 6 und 12.000 Jahre alt sind.

(Anmerkungen zur Abbildung links: Das Plateau der Cyrenaika besteht fast durchgängig aus leuchtend rotem Sandstein, über einer Schicht von weißem Kalkstein. Problemlos konnte diese geologische Besonderheit nachgewiesen werden.)

Denn es stünde ebenfalls kein Wort in den Atlantisberichten, wann die atlantische Katastrophe stattgefunden hatte. Es würde lediglich in den Texten das Datum des ersten Auftretens der Ur-Griechen genannt.

Es bleibt also sicherlich spannend, denn offensichtlich hat Libyen neben den bekannten archäologischen Attraktionen, wie Leptis Magna, Cyrene und den Garamanten noch viel Interessantes zu bieten. Außer den Erkenntnissen über den möglichen Ursprungsort der ersten Zivilisation sind auf der dem Projekt gewidmeten Internetseite noch weitere Expeditionsergebnisse veröffentlicht.

Darunter befinden sich erste Fotos einer libyschen Pyramide, das Video eines Mumienfundes auf der Cyrenaika, die Untersuchung der mystischen Grotten von Sluntah, sowie der filmisch dokumentierte Bericht über einen vermeintlichen Antigravitationspunkt im Wadi Al Kuf.

HöhlengrabWeitere Bilder, Informationen und Berichte finden Sie in Deutsch und Englisch auf der entsprechenden Website - Expedition nach Atlantis. Was davon zu halten ist, können Sie selbst entscheiden.

Dieser komplett durchbohrte Stein liegt noch immer in der Mitte der Ruinenstrukturen. Der Privatforscher ließ ihn mit voller Absicht dort zurück, um jeden Verdacht der nachträglichen Bearbeitung in Deutschland auszuschließen.

(Anmerkung zur Abbildung rechts: Eines der Höhlengräber bei El-Jaghbub. Laut a.petit soll die ganze “ehemalige” Südküste der Cyrenaika voll davon sein.)

Autor: E.A.T. (Expedition-Atlantis Team)

Quellennachweise:

1. Die Echtheit der Satellitenbilder ist unter folgender Webadresse nachzuprüfen: Google Maps Atlantis
2. Ebenfalls kann man bei Google-Earth direkt die Koordinaten eingeben: 30°07'10.00"N 23° 37'19.20"E
3. Ausführliche Informationen finden Sie unter: Expedition nach Atlantis (deutsche Version)

08.09.2017 © seit 07.2007 Philognosie Team  
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Weitere Bilder, Informationen und Berichte finden Sie in Deutsch und Englisch auf der entsprechenden Website -> Expedition nach Atlantis.