Spionage in Internet - was Sie dagegen tun können!

Teaser: Dieser kleine Ratgeber soll Sie mit einigen gängigen Methoden vertraut machen, wie Sie im Internet ausspioniert werden bzw. was Sie dagegen tun können. Mithilfe dieses Ratgebers können Sie die gängigsten Spywares erkennen und von Ihrem System entfernen.

Dieser kleine Ratgeber soll Sie mit einigen gängigen Methoden vertraut machen, wie Sie im Internet ausspioniert werden bzw. was Sie dagegen tun können. Da dieses Thema sehr umfangreich ist, bleibt diese Beschreibung natürlich unvollständig. Trotzdem können Sie mit diesen Tips zumindest die gängigsten Spywares erkennen und von Ihrem System entfernen. Beginnen wir mit einer kurzen Auflistung von "Spyware-Programmen" und was sie machen.

Cookies

Cookies sind eigentlich dazu gedacht, dem User das Surfen zu erleichtern, insofern sie Ihr Surfverhalten oder Passwörter etc. auf Ihrem System abspeichern. Diese eher harmlose Variante ist unter Webmastern als "User-Tracking" bekannt und zeichnet Ihr genaues Surfverhalten auf. Hier wird gespeichert, wo und was Sie zuletzt eingekauft haben, welche Websiten Sie besucht haben, Benutzernamen, Kennwörter etc. - was als praktisches Feature gedacht war, kann Ihren Comupter zu einem Glashaus machen.

Lösung:
Gehen Sie in Ihren Windows-Ordner und suchen Sie die Ordner "Cookies" und alle "Temp-Ordner" inclusive den Ordner "Temporary Internet Files" und löschen Sie diese komplett. Ich mache dies regelmäßig und konnte noch keine Beeinträchtigung oder Fehler auf meinem System danach feststellen.

Werbe-Plug-ins bei Shareware Programmen

Die beliebten Download-Manager Go!Zilla und GetRight enthalten Spy-Tools, die Ihr System durchforsten. Selbst der Redaktionsliebling und Bandbreiten-Killer Flashget (ebenfalls ein Download-Manager) ist mit dem Radiate-Plug-in infiziert.

Lösung:
Benutzen Sie die genannten Programme einfach nicht oder löschen Sie diese. Wenn sie hierzu detailiertere Infos haben wollen können Sie bei Lavasoft.com nachsehen.

Spyware

Dieser Begriff beschreibt Software, die eine Internet-Verbindung ohne Wissen oder explizite Zustimmung des Users nutzt. Hierbei können Daten jeder Art über sogenannte "Backchannels" (also Datenfluß im Hintergrund) Ihren Computer verlassen. Der Media Player 7 ist ein Beispiel eines solchen Programms - er nimmt ohne Ihr Wissen Kontakt mit Microsoft auf und sendet Ihre Daten direkt zu Bill Gates. Diese Spyware kann sich teilweise auch selbstständig ins Netz einloggen - ich habe mich früher des öfteren gewundert, warum mein Computer plötzlich online war, obwohl ich gar keine Internetseite aufgerufen hatte - hier ist die Erklärung!

1. Lösung:
Hier können Sie Mr. Gates Neugier ein Ende setzen, indem Sie z.B. einen kostenlosen Personal Firewall (Zone Alarm) installieren. Er meldet Ihnen dann auch Hintergrundprogramme, die sich ohne Ihr Wissen ins Internet einloggen wollen, dies können Sie dann einfach und effektiv untersagen.

2. Lösung:
Laden Sie sich kostenlos das Programm Adaware Personal herunter. Das Programm checkt Ihre ganze Festplatte, Cookies und die Registry durch. Besonders gut finde ich die Option, die erkannte Spyware per Klick sofort löschen zu können. Ich führe Ad-aware ca. jeden dritten Tag aus. Sie werden erstaunt sein, was dieses Programm so alles bei Ihnen entdeckt - sehr empfehlenswert!

Trojanware

Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um Trojanische Pferde. Das Fiese an Trojanern ist, daß sie im Hintergrund Ihres Systems gezielte Angriffe vorbereiten. Hier handelt es sich also nicht mehr nur um Spyware, sondern um bösartige Hacker-Tools. Ein bekanntes Programm dieser Kategorie ist "Back Orifice".

Lösung:

SpyBot Search & Destroy sucht und beseitigt Trojaner. Dafür kommt eine Scannertechnik zum Einsatz, die unter amderem Festplatten, Speicher, Registry, Ini-Dateien und Ports durchforstet. Außerdem können eigene Regeln für das Umgehen mit Trojanern erstellt oder bestehende editiert werden. Eine Liveupdate-Funktion hält die Scanner-Datenbank auf dem aktuellen Stand, aber über das heuristische Scannen kann auch nach unbekannten Trojanern gefahndet werden.

Inklusive sind diverse Tools wie der Autostart Explorer zum Management aller Autostart-Aktivitäten auf dem aktuellen System oder der NetStat Viewer, der ständig Einblick in die Port-Handlungen gibt.

Spyware - Emails

Selbst über Emails können Daten über Ihr Surfverhalten - welche Mails Sie von wem bekommen - an wen Sie diese weiterleiten etc. gelesen und übertragen werden.

Lösung:
Löschen Sie Emails unbekannter Herkunft sofort - ohne Sie anzusehen bzw. anzeigen zu lassen. Wichtig ist, daß Sie diese Emails nicht öffnen, denn dann haben die dort verankerten Programme die Möglichkeit, auf Ihr System zuzugreifen. Ich habe in Outlook die Funktion "Email-anzeigen" deaktiviert, d.h. er öffnet nur noch Mails, die ich per Doppelklick anwähle. Dies ist zwar keine 100%ige Lösung - aber eine leicht zu realisierende Vorsichtsmaßnahme.

28.03.2013 © seit 04.2002 Tony Kühn  
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