"Eigeninterview"-Methode: Ideen und Konzepte erstellen und hinterfragen

Teaser: Wer nach guten Ideen für eigene Ziele oder Projekte sucht, kann sich leicht verfahren. Will man das Projekt oder Ziel wirklich? Ist man mit Kopf und Herz bei der Sache? Eine Methode wie man seine Ideen klären kann, können Sie in diesem Artikel nachlesen.

Ideen und Ziele prüfenIn meinem Artikel "Bevorwort-Methode: Ideen und Konzepte erstellen und hinterfragen" habe ich Ihnen eine Herangehensweise vorgestellt, die Ihnen dabei helfen soll herauszufinden, ob und inwiefern Sie sich in einer Idee verfahren haben.

Nun möchte ich Ihnen dazu eine reduzierte Alternative präsentieren: das Eigeninterview.

Manche behaupten, diese Methode liefere detailliertere Ergebnisse, andere wiederum, dass sie unbrauchbar sei. Entscheiden Sie für sich und Ihr Projekt selbst.

Wann wird das »Eigeninterview« angewendet?

Wie in oben genanntem Artikel bereits erwähnt, kann man (vorausgesetzt, man fühlt sich festgefahren) entweder zu viele oder überhaupt keine Ideen für ein Projekt haben. Wo die Methode des Bevorworts erst nach Punkt zwei ansetzt, kann das Eigeninterview schon bei Punkt eins oder früher greifen: vor der Ideensammlung.

Wenden Sie das Eigeninterview an, wenn …

  • … Sie unsicher sind, was der nächste Schritt Ihrer Ausarbeitung sein soll,
  • … Sie sich fragen, ob das Projekt den Aufwand wert ist oder
  • … Ihnen kritische Rückmeldungen bzgl. Verständnis entgegengebracht werden.

Vorsicht: Lassen Sie sich nicht verwirren – weder von vielen verschiedenen Meinungen anderer, noch von diesem Ratgeber oder anderen (ausführlicheren) Ratgebern. Selbstkritik soll immer produktiv ausfallen.

Kernfragen für Ihr Eigeninterview

Um sich nicht auch noch viele Gedanken um potenzielle Fragen machen zu müssen, habe ich Ihnen die grundlegenden aufgelistet. Diese Fragen kommen zwangsläufig auf und sollten von Ihnen ehrlich beantwortet werden.

Die Liste können Sie beliebig erweitern:

1. Wie sind Sie zu diesem Projekt gekommen?
2. Was motivierte Sie dabei?
3. Was hat Ihnen bei dem Projekt am meisten Spaß gemacht?
4. Was wären Sie, zurückblickend, anders angegangen?
5. Hatten Sie Zeitdruck und wenn ja, wie gingen Sie damit um?
6. Wie lange arbeiteten Sie in der Regel täglich an dem Projekt?
7. Wie haben Sie Ihre Pausen verbracht?
8. An welche Zielgruppe richtet sich Ihr Projekt primär?
9. Was möchten Sie damit erreichen?
10. Sind Sie froh, dass das Projekt beendet ist und wenn ja, warum?

Es ist sehr wichtig, dass alle Fragen in der Vergangenheitsform gestellt und auch beantwortet werden. Somit erhalten Sie mehr Objektivität zu Ihrem eigenen Unterfangen. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass Sie quasi von dem Fragesteller (der Sie selber sind) gesiezt werden.

Da Ihre Ausführungen nicht veröffentlicht werden, brauchen Sie sich nicht zu schämen, wenn Sie auf Wahrheiten stoßen, die Ihnen in einem offenen Gespräch mitunter peinlich erscheinen würden.

Weitere Vorgehensweise

Wie Sie diese Fragen beantworten, bleibt Ihnen selbst überlassen. Es ist verständlich, dass dies als lästige Arbeit angesehen werden kann, nachdem Sie bereits so viel Zeit in Ihre Idee gesteckt haben.

Darum möchte man es schnellstens hinter sich bringen. Bedenken Sie aber: Je gründlicher Sie das Eigeninterview aufziehen, desto mehr erfahren Sie über sich und Ihr Projekt. Nutzen Sie Stift und Papier. Wenn es Ihre Ausrüstung hergibt, stellen Sie eine Videokamera auf, damit Sie besser in die richtige Stimmung kommen. Üben Sie das Ganze laut vor dem Spiegel.

Auch ein Freund/eine Freundin hilft Ihnen sicher gerne bei dieser Methode. Es gibt unzählige Möglichkeiten, das Eigeninterview für sich zu nutzen.

Bilden Sie Ihr Fazit

Sofern Sie alle Fragen, die Ihnen wichtig erscheinen, beantwortet haben, können Sie Ihr persönliches Fazit bilden:

  • Überwiegen die Nachteile? Wenn ja, in welcher Form (privat, beruflich, gesundheitlich, …)?
  • Würden Sie etwas erreichen, wenn Sie durchhalten würden?
  • Gehen Sie nun leichter an die Sache heran?

Diese selbstreflektierende Maßnahme lässt Sie die objektive Sicht auf Ihr Projekt für den Zeitraum, in dem Sie diese Methode anwenden, beibehalten. So können Sie neuen Mut schöpfen, neue Ideen entwickeln, alte aktualisieren und natürlich Ihr Projekt weiterführen, ändern oder beliebig beenden.

Zudem eröffnen sich ganz neue Erfahrungen, wenn Sie dieses Konzept spielerisch mit einer vertrauten Person durcharbeiten. Haben Sie Spaß dabei!

Viel Erfolg bei Ihrem Projekt!

01.10.2013 © seit 06.2011 Thorsten Boose  

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